Montag, 18. Mai 2009

Unter Rapidlern

Gestern war ich wieder Mal in meinem Stamm Wettbüro und sah mir das Match Ried gegen SK Rapid Wien an. Unter den Zusehern war ein Rapidfan und ich konnte seinen Worten kaum überraschter und geschockter folgen. Dieser Mensch sah ein völlig anderes Spiel. Er war wohl der Einzige, der das reguläre Tor des Rieders in den ersten Minuten als abseits deklarierte. Die gelbrote Karte gegen Ende des Spiels kommentierte er mit einem Lachen und meinte, der Rapidler könne sich ja nicht in Luft auflösen.
Schon oft sind mir solche Fußballfans begegnet. Ich bin der Ansicht, dass man doch zumindest ein bisschen einen Bezug zur Realität beibehalten sollte. Aber gerade bei Rapidfans vermisse ich das oft. Andererseits ist das auch logisch- Schließlich ist ja Rapid Wien eine Religion, und einer Religion folgt man blind. Da werden dann auch Äußerungen getätigt wie: Maierhofer ist besser als Janko und gehört immer in die Startelf des Nationalteams. Ich glaube, eine amateurhaftere Aussage kann es gar nicht geben.
Maierhofer ist fußballerisch dermaßen limitiert, dass er eigentlich bereits gegenwärtig mehr erreicht hat, als sein eigenes Spektrum ursprünglich zugelassen hätte. Regelmäßig stolpert er im Nationalteam über seine eigenen Beine, verliert Kopfballduelle und Zweikämpfe. Trotzdem er fast 30cm größer ist als Jimmy Hoffer, gewinnt dieser mehr Zweikampfduelle als er.
Und das lässt mich zurück kommen zu dem objektiven Rapidler im Wettbüro. Ich wünsche ihm baldigst eine Rückkehr der Ikone Hans Krankl. Denn Rapid hat sich Krankl als Trainer verdient.

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