Gestern war ich wieder Mal in meinem Stamm Wettbüro und sah mir das Match Ried gegen SK Rapid Wien an. Unter den Zusehern war ein Rapidfan und ich konnte seinen Worten kaum überraschter und geschockter folgen. Dieser Mensch sah ein völlig anderes Spiel. Er war wohl der Einzige, der das reguläre Tor des Rieders in den ersten Minuten als abseits deklarierte. Die gelbrote Karte gegen Ende des Spiels kommentierte er mit einem Lachen und meinte, der Rapidler könne sich ja nicht in Luft auflösen.
Schon oft sind mir solche Fußballfans begegnet. Ich bin der Ansicht, dass man doch zumindest ein bisschen einen Bezug zur Realität beibehalten sollte. Aber gerade bei Rapidfans vermisse ich das oft. Andererseits ist das auch logisch- Schließlich ist ja Rapid Wien eine Religion, und einer Religion folgt man blind. Da werden dann auch Äußerungen getätigt wie: Maierhofer ist besser als Janko und gehört immer in die Startelf des Nationalteams. Ich glaube, eine amateurhaftere Aussage kann es gar nicht geben.
Maierhofer ist fußballerisch dermaßen limitiert, dass er eigentlich bereits gegenwärtig mehr erreicht hat, als sein eigenes Spektrum ursprünglich zugelassen hätte. Regelmäßig stolpert er im Nationalteam über seine eigenen Beine, verliert Kopfballduelle und Zweikämpfe. Trotzdem er fast 30cm größer ist als Jimmy Hoffer, gewinnt dieser mehr Zweikampfduelle als er.
Und das lässt mich zurück kommen zu dem objektiven Rapidler im Wettbüro. Ich wünsche ihm baldigst eine Rückkehr der Ikone Hans Krankl. Denn Rapid hat sich Krankl als Trainer verdient.
Montag, 18. Mai 2009
Mittwoch, 6. Mai 2009
Die seltsame Medienwelt in Österreich
In Österreich ist ja die Medienlandschaft besonders interessant ausgeprägt. Es gibt nahezu eine Medienmonopolstellung in Form eines alten Mannes. Interessant ist an der Kronen Zeitung und Herrn Dichand, dass dieses Medienformat eine unglaubliche Wirkung auf die Menschen in Österreich hat.
Immer noch wird davon gesprochen, dass in Österreich niemand gegen den Willen von Dichand Bundeskanzler geworden ist, mit Ausnahme von Wolfgang Schüssel. Denn Dichand ist eigentlich immer gern für eine große Koalition, da man da besser eine Oppositionsstellung in Österreich formieren und konstruieren kann.
Insofern die Hasstreiber und destruktiven Kräfte in Österreich regieren, ist ja Oppositionspolitik und Kritik an der Regierung sozialdemokratisch, wie zum Beispiel im Falle der Phase schwarz- blau. Und Kritik die letztendlich eigentlich konstruktiv ist, lässt sich wesentlich schlechter verkaufen als destruktive, negative Opposition.
Menschen wie Jeannee, Wolf Martin und Staberl haben die politische Landschaft ernsthaft in der Hand. Ich bin der Ansicht, dass der Einfluss eines Jeannee generell unterschätzt wird. Nicht nur einmal habe ich bereits die Meinung von Jeannee am Markt, im Germeindebau usw. erneut gehört. Der Grund dafür ist klar.
Menschen wie Jeannee schreiben nicht von Politik oder Gesellschaft. Sie geben der Gesellschaft das, was die Gesellschaft, die Leser und Leserinnen von ihnen wollen. Sie bestätigen die Vorurteile, Klischees und Unwahrheiten und schaffen ein Weltbild, dass dem Erwarteten entspricht.
Dadurch schaffen es diese Menschen auch immer wieder, Unwahrheiten dermaßen häufig zu schreiben, bis sie Wahrheiten geworden sind. Mittlerweile gilt es als Wahrheit, dass Ausländer und Ausländerinnen schneller Gemeindewohnungen erhalten, als Inländer/Innen. Tatsächlich ist das natürlich totaler Humbug, aber die Menschen lesen es in den ausgesuchten Leserbriefen,sie lesen es bei Jeannee, Staberl und Wolf Martin. Herr Strudl dichtet dazu einen passenden Limerick und das Pseudonym Dichands, der so genannte Cato, gibt seinen Senf auch noch dazu.
Hinzu kommt noch, dass die Krone die Macht besitzt, negative Stimmung aufkommen zu lassen. Ironischerweise ist es nur die Krone, die das Thema EU über lange Zeit kritisch reflektiert hat. Das Thema Eu existiert ansonsten nur marginal. Selbst während der EU Wahl sind die Politiker und Politikerinnen selten in den Medien. Am 7. Juni sind EU Wahlen. Jetzt stelle dir vor, es wären an diesem Tag Nationalratswahlen. Jeden Tag würde man etwas lesen, Diskussionen usw.
Immer noch wird davon gesprochen, dass in Österreich niemand gegen den Willen von Dichand Bundeskanzler geworden ist, mit Ausnahme von Wolfgang Schüssel. Denn Dichand ist eigentlich immer gern für eine große Koalition, da man da besser eine Oppositionsstellung in Österreich formieren und konstruieren kann.
Insofern die Hasstreiber und destruktiven Kräfte in Österreich regieren, ist ja Oppositionspolitik und Kritik an der Regierung sozialdemokratisch, wie zum Beispiel im Falle der Phase schwarz- blau. Und Kritik die letztendlich eigentlich konstruktiv ist, lässt sich wesentlich schlechter verkaufen als destruktive, negative Opposition.
Menschen wie Jeannee, Wolf Martin und Staberl haben die politische Landschaft ernsthaft in der Hand. Ich bin der Ansicht, dass der Einfluss eines Jeannee generell unterschätzt wird. Nicht nur einmal habe ich bereits die Meinung von Jeannee am Markt, im Germeindebau usw. erneut gehört. Der Grund dafür ist klar.
Menschen wie Jeannee schreiben nicht von Politik oder Gesellschaft. Sie geben der Gesellschaft das, was die Gesellschaft, die Leser und Leserinnen von ihnen wollen. Sie bestätigen die Vorurteile, Klischees und Unwahrheiten und schaffen ein Weltbild, dass dem Erwarteten entspricht.
Dadurch schaffen es diese Menschen auch immer wieder, Unwahrheiten dermaßen häufig zu schreiben, bis sie Wahrheiten geworden sind. Mittlerweile gilt es als Wahrheit, dass Ausländer und Ausländerinnen schneller Gemeindewohnungen erhalten, als Inländer/Innen. Tatsächlich ist das natürlich totaler Humbug, aber die Menschen lesen es in den ausgesuchten Leserbriefen,sie lesen es bei Jeannee, Staberl und Wolf Martin. Herr Strudl dichtet dazu einen passenden Limerick und das Pseudonym Dichands, der so genannte Cato, gibt seinen Senf auch noch dazu.
Hinzu kommt noch, dass die Krone die Macht besitzt, negative Stimmung aufkommen zu lassen. Ironischerweise ist es nur die Krone, die das Thema EU über lange Zeit kritisch reflektiert hat. Das Thema Eu existiert ansonsten nur marginal. Selbst während der EU Wahl sind die Politiker und Politikerinnen selten in den Medien. Am 7. Juni sind EU Wahlen. Jetzt stelle dir vor, es wären an diesem Tag Nationalratswahlen. Jeden Tag würde man etwas lesen, Diskussionen usw.
Freitag, 24. April 2009
Schule - Neuanfang oder alte Last?
Gerade wird darüber diskutiert, inwiefern Einsparungen im österreichischen Bildungssystem umgesetzt werden können. Dabei muss vorweg gesagt werden, dass in erster Linie an schlechten, unmotivierten Lehrern und Lehrerinnen, an frustrierten weil nicht geförderten Schülern und Schülerinnen und an den verstaubten, bürokratischen Formen des unbeweglichen Frontalunterrichtes gespart werden sollte.
In Zukunft wird es in Österreich nicht mehr ständig nur still more of the same geben können und dürfen. Genau so wenig wie Feuer mit Feuer bekämpft werden kann, kann auch kein krankendes Schulsystem durch quantitative Erhöhung, egal ob mehr Stunden, mehr Lehrer/Innen usw. verbessert werden.
Aufgrund der wirtschaftlichen Problematik gegenwärtig und dem immer enger werdenden Budget der Bildungsministerin mag kurzfristig kostensparende Politik, bei gleich bleibender Qualität notwendig und wichtig sein, die Zukunft muss allerdings baldigst beginnen.
Wir brauchen nicht länger ein System, dass nur aussiebt und selektiert, statt individuell fördert und fordert. Außerdem wird kein System benötigt, dass schon im Vorhinein entscheidet, dass in einigen wenigen Fächern mehr, in anderen wiederum gar Nichts gefordert wird.
Gewissen Unterrichtsfächern wird strukturell dermaßen viel Macht eingeräumt, dass sie nahezu übermächtig wirken. Hätte Gott Kupfer in „Der Schüler Gerber“ dermaßen viel Macht ausüben können, wäre er Deutsch oder Geschichtslehrer gewesen?
Nahezu unvorstellbar ist die Geschichte eines gnadenlosen Zeichenlehrers, der seine Schüler und Schülerinnen terrorisiert und sitzen bleiben lässt.
Ich sage : Nein, liebe Lehrer und Lehrerinnen. Die Prioritäten möchte ich ab einem gewissen Alter selbst treffen und entscheiden können.
Selbst in neoliberaler Argumentation ist es kaum erklärbar, warum einerseits immer erklärt wird, man solle seine individuellen Stärken einsetzen, und andererseits jeder Schüler und jede Schülerin zum Zwölfkämpfer ausgebildet wird, der letztendlich höchstwahrscheinlich keine Sportart wirklich gut kann.
Sozialpolitisch und pädagogisch gibt es in diesem Bereich auch viele Argumentationen, die in der Diskussion um die dauerhafte Etablierung der Gesamtschule, Umstrukturierungen der Lehre und polytechnischen Schulen eingefügt werden müssen.
Die Schule muss den Menschen geöffnet, nicht versperrt werden. Des Weiteren muss Bildung außerhalb der Institutionen Schule und Universität leistbar, bzw. gratis werden. Es kann nicht sein, dass simple Kurse für Buchhaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Pädagogik usw. mehrere Tausend Euro kosten. Gerade in Zeiten der Arbeitslosigkeit muss Bildung gefördert, nicht versperrt werden.
Dabei müssen arbeitslose Menschen ihre Bildung selbst aussuchen können.
In Zukunft wird es in Österreich nicht mehr ständig nur still more of the same geben können und dürfen. Genau so wenig wie Feuer mit Feuer bekämpft werden kann, kann auch kein krankendes Schulsystem durch quantitative Erhöhung, egal ob mehr Stunden, mehr Lehrer/Innen usw. verbessert werden.
Aufgrund der wirtschaftlichen Problematik gegenwärtig und dem immer enger werdenden Budget der Bildungsministerin mag kurzfristig kostensparende Politik, bei gleich bleibender Qualität notwendig und wichtig sein, die Zukunft muss allerdings baldigst beginnen.
Wir brauchen nicht länger ein System, dass nur aussiebt und selektiert, statt individuell fördert und fordert. Außerdem wird kein System benötigt, dass schon im Vorhinein entscheidet, dass in einigen wenigen Fächern mehr, in anderen wiederum gar Nichts gefordert wird.
Gewissen Unterrichtsfächern wird strukturell dermaßen viel Macht eingeräumt, dass sie nahezu übermächtig wirken. Hätte Gott Kupfer in „Der Schüler Gerber“ dermaßen viel Macht ausüben können, wäre er Deutsch oder Geschichtslehrer gewesen?
Nahezu unvorstellbar ist die Geschichte eines gnadenlosen Zeichenlehrers, der seine Schüler und Schülerinnen terrorisiert und sitzen bleiben lässt.
Ich sage : Nein, liebe Lehrer und Lehrerinnen. Die Prioritäten möchte ich ab einem gewissen Alter selbst treffen und entscheiden können.
Selbst in neoliberaler Argumentation ist es kaum erklärbar, warum einerseits immer erklärt wird, man solle seine individuellen Stärken einsetzen, und andererseits jeder Schüler und jede Schülerin zum Zwölfkämpfer ausgebildet wird, der letztendlich höchstwahrscheinlich keine Sportart wirklich gut kann.
Sozialpolitisch und pädagogisch gibt es in diesem Bereich auch viele Argumentationen, die in der Diskussion um die dauerhafte Etablierung der Gesamtschule, Umstrukturierungen der Lehre und polytechnischen Schulen eingefügt werden müssen.
Die Schule muss den Menschen geöffnet, nicht versperrt werden. Des Weiteren muss Bildung außerhalb der Institutionen Schule und Universität leistbar, bzw. gratis werden. Es kann nicht sein, dass simple Kurse für Buchhaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Pädagogik usw. mehrere Tausend Euro kosten. Gerade in Zeiten der Arbeitslosigkeit muss Bildung gefördert, nicht versperrt werden.
Dabei müssen arbeitslose Menschen ihre Bildung selbst aussuchen können.
Dienstag, 7. April 2009
EU- Wahl
Am 7. Juni dieses Jahres werden die EU- Wahlen stattfinden und erneut wird sich die schwierige Frage aufkommen, inwieweit die Probleme der Wirtschaftskrise, des Sozialabbaus, usw. gelöst werden können. Gleichzeitig wird auch wieder aktuell, dass die Europäische Union eine stärkere, demokratische Legitimation benötigt. So wird es in Zukunft ratsam sein, dem Parlament mehr Einfluss zu geben, und nicht lediglich der nicht direkt gewählten Kommission das Initiativrecht zu belassen.
Vorweg muss erwähnt werden, dass ebenso wenig wie soziale Normen , Arbeitsrechte usw. jemals vereinheitlicht wurden. Die Europäische Union wurde in erster Linie als wirtschaftspolitische Innovation betrachtet und um in Zukunft keine Kriege mehr innerhalb Europas möglich zu machen. Aus diesem Grunde wurde auch die so genannte EGKS gegründet, die Union für Kohle und Stahl, um einen kriegerischen Alleingang auf ewig unmöglich zu machen.
Insbesondere gegenwärtig rückt allerdings der Fokus aus Sozialpolitik. Insofern der Reformvertrag von Lissabon nicht abgelehnt worden wäre, könnten gemeinschaftliche, europaweite, z.b. gewerkschaftliche Innovationen, Aktionen usw. Realität werden. Dies wäre politisch unheimlich wichtig. Sind doch die wirtschaftspolitischen Institutionen im Vereinheitlichen von Normen immer sehr schnell, während die Menschen und Staaten im Vereinheitlichen von sozialen Normen, bzw. Verbindungen zwischen sozialen und wirtschaftspolitischen Normen, wie Kollektivverträge, Mindestlöhne, vereinheitlichte Steuersätze usw. oftmals hinterher hinken.
Am 7. Juni jedenfalls wird sich erneut die Frage nach der Sozialpolitik innerhalb Europas stellen. Gegenwärtig gibt es eine konservative Mehrheit im Parlament und dementsprechend ist auch die EU- Politik. Trotzdem zwar oftmals über die EU „gemeckert“ wird, kommt es oftmals zu einer sehr niedrigen Wahlbeteiligung. Den Menschen muss klar werden, dass die Wahlen auf europäischer Ebene einen enorm großen Einfluss auf ihr tägliches Leben haben können.
In den Augen vieler Menschen sind Brüssel und Straßburg oftmals nur weit entfernt klingende Namen, doch in Wahrheit sind sie maßgebliche, politische Faktoren.
Vorweg muss erwähnt werden, dass ebenso wenig wie soziale Normen , Arbeitsrechte usw. jemals vereinheitlicht wurden. Die Europäische Union wurde in erster Linie als wirtschaftspolitische Innovation betrachtet und um in Zukunft keine Kriege mehr innerhalb Europas möglich zu machen. Aus diesem Grunde wurde auch die so genannte EGKS gegründet, die Union für Kohle und Stahl, um einen kriegerischen Alleingang auf ewig unmöglich zu machen.
Insbesondere gegenwärtig rückt allerdings der Fokus aus Sozialpolitik. Insofern der Reformvertrag von Lissabon nicht abgelehnt worden wäre, könnten gemeinschaftliche, europaweite, z.b. gewerkschaftliche Innovationen, Aktionen usw. Realität werden. Dies wäre politisch unheimlich wichtig. Sind doch die wirtschaftspolitischen Institutionen im Vereinheitlichen von Normen immer sehr schnell, während die Menschen und Staaten im Vereinheitlichen von sozialen Normen, bzw. Verbindungen zwischen sozialen und wirtschaftspolitischen Normen, wie Kollektivverträge, Mindestlöhne, vereinheitlichte Steuersätze usw. oftmals hinterher hinken.
Am 7. Juni jedenfalls wird sich erneut die Frage nach der Sozialpolitik innerhalb Europas stellen. Gegenwärtig gibt es eine konservative Mehrheit im Parlament und dementsprechend ist auch die EU- Politik. Trotzdem zwar oftmals über die EU „gemeckert“ wird, kommt es oftmals zu einer sehr niedrigen Wahlbeteiligung. Den Menschen muss klar werden, dass die Wahlen auf europäischer Ebene einen enorm großen Einfluss auf ihr tägliches Leben haben können.
In den Augen vieler Menschen sind Brüssel und Straßburg oftmals nur weit entfernt klingende Namen, doch in Wahrheit sind sie maßgebliche, politische Faktoren.
Samstag, 28. März 2009
Die österreichische Verkrustung
Das politische Feld ist insbesondere in Österreich, aufgrund der jahrzehntelangen Sozialpartnerschaft total verkrustet. Die beiden Großparteien haben durch kontinuierliches Abblocken von neuen Ideen, Reformen usw. endgültig aus dem ehemaligen 2- Parteien- System ein 5- Parteien- System gemacht, dass den Ansprüchen der österreichischen Bevölkerung immer noch nicht gerecht wird.
In der SPÖ ist dabei eindeutig der innere Widerspruch zwischen Reform und Revolution zu einer Abkehr von Politik für Menschen in prekärer Situation, Arbeiter/Innen und Arbeitnehmer/Innen hingehend zu einer Staatspartei vollzogen worden.
Das führt natürlich einerseits dazu, dass die Sozialdemokratie bei Weitem nicht mehr so aneckt, wie das womöglich unter Otto Bauer und Konsorten war, andererseits geht der Partei auch der typische Prolet in Richtung FPÖ verloren.
Die ÖVP ihrerseits war ja in Wirklichkeit nie eine Partei mit dem Anspruch, dauerhaft mehrheitsfähig zu sein. Dennoch schaffte sie es immer wieder, trotzdem lediglich Politik für 5% der Bevölkerung beworben wurde, den Bundeskanzler zu stellen.
Junge und konstruktive Kräfte wurden lange Zeit komplett blockiert und wurden von Schüssel und Konsorten unterdrückt. Nun ist die Schüssel- Ära vorbei und Pröll versucht der Partei, ein neues
Gesicht zu verpassen. Damit einher geht natürlich immer noch der Umstand, dass ganz Österreich an den Altlasten der schwarz- blauen Regierungskatastrophe zu knabbern hat.
Pröll zeigt sich durchaus kooperativ und lässt ebenfalls mit sich reden. Dabei ist nicht nur innerparteilich gemeint, sondern auch extern.
Es scheint also der Versuch einer neuen Sozialpartnerschaft auf zu blühen. Nicht ohne Wehmut, hat doch die ÖVP unter Schüssel, teilweise bereits unter Busek diese Partnerschaft einseitig aufgekündigt.
In Wahrheit gilt es allerdings nicht nur, Wohlfühl- und Sonnenscheinpolitik an den Tag zu legen, sondern vielmehr auch die eigenen verkrusteten Parteistrukturen an die gegenwärtigen Anforderungen anzupassen.
Diese verkrusteten Strukturen sind nicht nur ein Phänomen der Politik, sondern betreffen in Österreich, insbesondere in Wien auch die staatliche Bürokratie.
In diesem Zusammenhang möchte ich jetzt keine Leistungs- und Ellbogengesellschaft einfordern.
Diese Zeiten sind hoffentlich endgültig vorbei, insbesondere insofern bedacht wird, wo sie uns sozial, menschlich, gesellschafts- und wirtschaftspolitisch hingeführt haben.
Vielmehr wünsche ich mir die notwendige Selbstreflexion, den nötigen Mumm, um institutionalisierte Missstände aus dem Weg zu räumen. Neue Ideen müssen endlich Einkehr in den politischen Raum Österreichs finden. Und dabei dürfen wir es nicht immer den rechtspopulistischen Parteien überlassen, die Menschen auf innovative Art und Weise abzuholen.
Ob alteingesessene Modelle wie wiedergekäute Sozialpartnerschaften usw. das richtige Mittel gegen Strache und Konsorten sind, kann zumindest angezweifelt werden.
Wir werden es erleben.
In der SPÖ ist dabei eindeutig der innere Widerspruch zwischen Reform und Revolution zu einer Abkehr von Politik für Menschen in prekärer Situation, Arbeiter/Innen und Arbeitnehmer/Innen hingehend zu einer Staatspartei vollzogen worden.
Das führt natürlich einerseits dazu, dass die Sozialdemokratie bei Weitem nicht mehr so aneckt, wie das womöglich unter Otto Bauer und Konsorten war, andererseits geht der Partei auch der typische Prolet in Richtung FPÖ verloren.
Die ÖVP ihrerseits war ja in Wirklichkeit nie eine Partei mit dem Anspruch, dauerhaft mehrheitsfähig zu sein. Dennoch schaffte sie es immer wieder, trotzdem lediglich Politik für 5% der Bevölkerung beworben wurde, den Bundeskanzler zu stellen.
Junge und konstruktive Kräfte wurden lange Zeit komplett blockiert und wurden von Schüssel und Konsorten unterdrückt. Nun ist die Schüssel- Ära vorbei und Pröll versucht der Partei, ein neues
Gesicht zu verpassen. Damit einher geht natürlich immer noch der Umstand, dass ganz Österreich an den Altlasten der schwarz- blauen Regierungskatastrophe zu knabbern hat.
Pröll zeigt sich durchaus kooperativ und lässt ebenfalls mit sich reden. Dabei ist nicht nur innerparteilich gemeint, sondern auch extern.
Es scheint also der Versuch einer neuen Sozialpartnerschaft auf zu blühen. Nicht ohne Wehmut, hat doch die ÖVP unter Schüssel, teilweise bereits unter Busek diese Partnerschaft einseitig aufgekündigt.
In Wahrheit gilt es allerdings nicht nur, Wohlfühl- und Sonnenscheinpolitik an den Tag zu legen, sondern vielmehr auch die eigenen verkrusteten Parteistrukturen an die gegenwärtigen Anforderungen anzupassen.
Diese verkrusteten Strukturen sind nicht nur ein Phänomen der Politik, sondern betreffen in Österreich, insbesondere in Wien auch die staatliche Bürokratie.
In diesem Zusammenhang möchte ich jetzt keine Leistungs- und Ellbogengesellschaft einfordern.
Diese Zeiten sind hoffentlich endgültig vorbei, insbesondere insofern bedacht wird, wo sie uns sozial, menschlich, gesellschafts- und wirtschaftspolitisch hingeführt haben.
Vielmehr wünsche ich mir die notwendige Selbstreflexion, den nötigen Mumm, um institutionalisierte Missstände aus dem Weg zu räumen. Neue Ideen müssen endlich Einkehr in den politischen Raum Österreichs finden. Und dabei dürfen wir es nicht immer den rechtspopulistischen Parteien überlassen, die Menschen auf innovative Art und Weise abzuholen.
Ob alteingesessene Modelle wie wiedergekäute Sozialpartnerschaften usw. das richtige Mittel gegen Strache und Konsorten sind, kann zumindest angezweifelt werden.
Wir werden es erleben.
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Dienstag, 17. März 2009
Das Homofoul
Homophobie hat den nicht mehr so akzeptierten Rassismus am Fußballplatz endgültig ersetzt. Gut in Erinnerung ist der Fall eines Spielers, der mit 6 Spielen Sperre zu rechnen hatte, weil er einen Spieler als „schwarze Sau“ betitelt haben soll. Als er während der Einvernahme beteuerte, dass er lediglich „schwule Sau“ geschimpft habe, bekam er lediglich 3 Spiele Sperre.
Dies ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Schwul wird als Schimpfwort akzeptiert und damit ist der Homophobie Tür und Tor geöffnet.
Unlängst am Sportklubplatz wurde der linke Verein Wiener Sportklub mit Fangesängen der FAC- Fans „begrüßt“, die Homophobie pur darstellten. „Schwuler WSK“ wurde gesungen und die Fans der Friedhofstribüne handelten schnell und stimmten in die Gesänge mit ein. Sie betitelten sich selbst als schwul und in diesem Zusammenhang habe ich noch niemals eine schönere Geste gegen Homophobie erlebt, insbesondere an einer dermaßen männlich dominierten Stätte, dem Fußballplatz.
Homosexualität ist am Fußballplatz immer noch ein No- Go, wird verschwiegen und unterdrückt. Es ist unvorstellbar, dass es keine schwulen Fußballer gibt. Es haben sich lediglich noch nie welche geoutet.
Gegenwärtig werden Ermittlungen gegen Marko Arnatouvic, dem österreichischen Nationalteamspieler in den Diensten von Twente Enschede angestellt. Er habe einen Gegenspieler als Nigger beschimpft.
Bei Rassismus wird mittlerweile zumindest seitens der Spieler sehr schnell untersucht. In diesem Zusammenhang wird noch enorm unterschieden zwischen Fans und Spielern. Urwaldgeräusche, insofern ein schwarzer Spieler am Ball ist, 88- Transparente, die der geheime Code für den nationalsozialistischen Gruß im Wortlaut darstellen, usw. sind leider noch nicht aus den österreichischen Stadien verbannt.
Dennoch darf auch der Homophobie nicht länger mit verschlossenen Augen und Ohren begegnet werden. Was wäre passiert, insofern Arnatouvic als schwul definiert worden wäre? Gäbe es einen ähnlichen Aufschrei?
Es ist nur zu wünschen, insofern fair-play, Anti- Sexismus, Anti- Homophobie, Anti- Rassismus und Toleranz nicht nur als Ideal im Sport angekündigt, sondern auch in Zukunft tatsächlich gelebt wird. Dazu reichen nicht nur Aktionen von vereinzelten Initiativen, sondern insbesondere die Sensibilisierung der Spieler, Fans und Trainern.
Dies ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Schwul wird als Schimpfwort akzeptiert und damit ist der Homophobie Tür und Tor geöffnet.
Unlängst am Sportklubplatz wurde der linke Verein Wiener Sportklub mit Fangesängen der FAC- Fans „begrüßt“, die Homophobie pur darstellten. „Schwuler WSK“ wurde gesungen und die Fans der Friedhofstribüne handelten schnell und stimmten in die Gesänge mit ein. Sie betitelten sich selbst als schwul und in diesem Zusammenhang habe ich noch niemals eine schönere Geste gegen Homophobie erlebt, insbesondere an einer dermaßen männlich dominierten Stätte, dem Fußballplatz.
Homosexualität ist am Fußballplatz immer noch ein No- Go, wird verschwiegen und unterdrückt. Es ist unvorstellbar, dass es keine schwulen Fußballer gibt. Es haben sich lediglich noch nie welche geoutet.
Gegenwärtig werden Ermittlungen gegen Marko Arnatouvic, dem österreichischen Nationalteamspieler in den Diensten von Twente Enschede angestellt. Er habe einen Gegenspieler als Nigger beschimpft.
Bei Rassismus wird mittlerweile zumindest seitens der Spieler sehr schnell untersucht. In diesem Zusammenhang wird noch enorm unterschieden zwischen Fans und Spielern. Urwaldgeräusche, insofern ein schwarzer Spieler am Ball ist, 88- Transparente, die der geheime Code für den nationalsozialistischen Gruß im Wortlaut darstellen, usw. sind leider noch nicht aus den österreichischen Stadien verbannt.
Dennoch darf auch der Homophobie nicht länger mit verschlossenen Augen und Ohren begegnet werden. Was wäre passiert, insofern Arnatouvic als schwul definiert worden wäre? Gäbe es einen ähnlichen Aufschrei?
Es ist nur zu wünschen, insofern fair-play, Anti- Sexismus, Anti- Homophobie, Anti- Rassismus und Toleranz nicht nur als Ideal im Sport angekündigt, sondern auch in Zukunft tatsächlich gelebt wird. Dazu reichen nicht nur Aktionen von vereinzelten Initiativen, sondern insbesondere die Sensibilisierung der Spieler, Fans und Trainern.
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Donnerstag, 12. März 2009
Rache an den Gewinner/Innen
In den letzten Tagen wurde die Welt erneut durch Amokläufe schockiert. Insbesondere der Amoklauf in Deutschland schlägt hohe Wellen. Dabei besonders auffällig ist, dass die Diskussion nach dem ersten Schock zumeist sofort auf die Videospiele usw. der Täter gelenkt wird.
Dabei zumeist völlig ausgeblendet wird der offensichtlichste Zusammenhang zwischen Erfurt, Columbine oder der aktuelle Fall- die Institution Schule. In der Schule wird bereits das zukünftige Leben im Leistungsstaat suggeriert. Es gibt Gewinner und Verlierer.
Besonders schlimm ist in diesem Zusammenhang, dass die Verlierer im System der Schule nicht nur ihre gegenwärtigen, sondern auch ihre zukünftigen Perspektiven verlieren, sowie in vielen Fällen ihr soziales Umfeld.
Während erwachsene Menschen zumeist im Falle einer Kündigung ihr menschliches Umfeld nicht unmittelbar verlieren, da sie sich bereits im Privatleben mitunter festigen konnten und aufgefangen werden, geht es den Verlierern unter den Schülern nicht so.
Ein Schüler, der seine Ausbildung nicht abschließen kann, verliert in vielen Fällen Alles. Er fällt aus jedem sozialen Zusammenhalt heraus, hat keine Perspektiven mehr und das traurige daran: All das haben wenige, zumeist willkürliche Menschen in der Hand.
Ein Lehrer, ein Direktor usw. kann eine Existenz zerstören, bevor sie überhaupt in das Berufsleben einsteigt. Dabei denkt er oder sie sich zumeist gar Nichts.
Lehrer wie Professor Kupfer aus „Der Schüler Gerber“ sind Tatsache und immer wieder traurige Realität.
Teilweise hängen Existenzen an einem fehlenden Punkt auf eine Schularbeit oder eine unbedachte Äußerung, die zu einer Lawine an Gemeinheiten und Verbrechen an den Schüler, an dem Schüler, an der Schülerin führt.
Insofern analysiert werden soll, warum Amokläufe passieren muss die Gesellschaft herangezogen werden. Ein Mensch wird nicht als Verlierer, als Amokläufer geboren- zumeist gibt es zahlreiche Hinweise darauf, dass Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit vorherrscht, aber in Zeiten der Ellbogengesellschaft wurde uns gelehrt, dass wir nicht auf Andere, sondern nur auf Uns schauen dürfen.
Und so verhungern noch immer, tagtäglich unzählige Schüler und Schülerinnen emotional und sozial in den Klassen. Dabei wird noch immer nur hauptsächlich die Frage gestellt, inwiefern solche Verlierer in irgendeiner Form in ein Arbeitsverhältnis gebracht werden können, statt ihnen bei zu stehen und wirklich zu helfen. Das Alles in einer Gesellschaft, die immer noch in Gewinner und Verlierer aufteilt.
Dabei zumeist völlig ausgeblendet wird der offensichtlichste Zusammenhang zwischen Erfurt, Columbine oder der aktuelle Fall- die Institution Schule. In der Schule wird bereits das zukünftige Leben im Leistungsstaat suggeriert. Es gibt Gewinner und Verlierer.
Besonders schlimm ist in diesem Zusammenhang, dass die Verlierer im System der Schule nicht nur ihre gegenwärtigen, sondern auch ihre zukünftigen Perspektiven verlieren, sowie in vielen Fällen ihr soziales Umfeld.
Während erwachsene Menschen zumeist im Falle einer Kündigung ihr menschliches Umfeld nicht unmittelbar verlieren, da sie sich bereits im Privatleben mitunter festigen konnten und aufgefangen werden, geht es den Verlierern unter den Schülern nicht so.
Ein Schüler, der seine Ausbildung nicht abschließen kann, verliert in vielen Fällen Alles. Er fällt aus jedem sozialen Zusammenhalt heraus, hat keine Perspektiven mehr und das traurige daran: All das haben wenige, zumeist willkürliche Menschen in der Hand.
Ein Lehrer, ein Direktor usw. kann eine Existenz zerstören, bevor sie überhaupt in das Berufsleben einsteigt. Dabei denkt er oder sie sich zumeist gar Nichts.
Lehrer wie Professor Kupfer aus „Der Schüler Gerber“ sind Tatsache und immer wieder traurige Realität.
Teilweise hängen Existenzen an einem fehlenden Punkt auf eine Schularbeit oder eine unbedachte Äußerung, die zu einer Lawine an Gemeinheiten und Verbrechen an den Schüler, an dem Schüler, an der Schülerin führt.
Insofern analysiert werden soll, warum Amokläufe passieren muss die Gesellschaft herangezogen werden. Ein Mensch wird nicht als Verlierer, als Amokläufer geboren- zumeist gibt es zahlreiche Hinweise darauf, dass Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit vorherrscht, aber in Zeiten der Ellbogengesellschaft wurde uns gelehrt, dass wir nicht auf Andere, sondern nur auf Uns schauen dürfen.
Und so verhungern noch immer, tagtäglich unzählige Schüler und Schülerinnen emotional und sozial in den Klassen. Dabei wird noch immer nur hauptsächlich die Frage gestellt, inwiefern solche Verlierer in irgendeiner Form in ein Arbeitsverhältnis gebracht werden können, statt ihnen bei zu stehen und wirklich zu helfen. Das Alles in einer Gesellschaft, die immer noch in Gewinner und Verlierer aufteilt.
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Gewinner,
System der Schule,
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