Das politische Feld ist insbesondere in Österreich, aufgrund der jahrzehntelangen Sozialpartnerschaft total verkrustet. Die beiden Großparteien haben durch kontinuierliches Abblocken von neuen Ideen, Reformen usw. endgültig aus dem ehemaligen 2- Parteien- System ein 5- Parteien- System gemacht, dass den Ansprüchen der österreichischen Bevölkerung immer noch nicht gerecht wird.
In der SPÖ ist dabei eindeutig der innere Widerspruch zwischen Reform und Revolution zu einer Abkehr von Politik für Menschen in prekärer Situation, Arbeiter/Innen und Arbeitnehmer/Innen hingehend zu einer Staatspartei vollzogen worden.
Das führt natürlich einerseits dazu, dass die Sozialdemokratie bei Weitem nicht mehr so aneckt, wie das womöglich unter Otto Bauer und Konsorten war, andererseits geht der Partei auch der typische Prolet in Richtung FPÖ verloren.
Die ÖVP ihrerseits war ja in Wirklichkeit nie eine Partei mit dem Anspruch, dauerhaft mehrheitsfähig zu sein. Dennoch schaffte sie es immer wieder, trotzdem lediglich Politik für 5% der Bevölkerung beworben wurde, den Bundeskanzler zu stellen.
Junge und konstruktive Kräfte wurden lange Zeit komplett blockiert und wurden von Schüssel und Konsorten unterdrückt. Nun ist die Schüssel- Ära vorbei und Pröll versucht der Partei, ein neues
Gesicht zu verpassen. Damit einher geht natürlich immer noch der Umstand, dass ganz Österreich an den Altlasten der schwarz- blauen Regierungskatastrophe zu knabbern hat.
Pröll zeigt sich durchaus kooperativ und lässt ebenfalls mit sich reden. Dabei ist nicht nur innerparteilich gemeint, sondern auch extern.
Es scheint also der Versuch einer neuen Sozialpartnerschaft auf zu blühen. Nicht ohne Wehmut, hat doch die ÖVP unter Schüssel, teilweise bereits unter Busek diese Partnerschaft einseitig aufgekündigt.
In Wahrheit gilt es allerdings nicht nur, Wohlfühl- und Sonnenscheinpolitik an den Tag zu legen, sondern vielmehr auch die eigenen verkrusteten Parteistrukturen an die gegenwärtigen Anforderungen anzupassen.
Diese verkrusteten Strukturen sind nicht nur ein Phänomen der Politik, sondern betreffen in Österreich, insbesondere in Wien auch die staatliche Bürokratie.
In diesem Zusammenhang möchte ich jetzt keine Leistungs- und Ellbogengesellschaft einfordern.
Diese Zeiten sind hoffentlich endgültig vorbei, insbesondere insofern bedacht wird, wo sie uns sozial, menschlich, gesellschafts- und wirtschaftspolitisch hingeführt haben.
Vielmehr wünsche ich mir die notwendige Selbstreflexion, den nötigen Mumm, um institutionalisierte Missstände aus dem Weg zu räumen. Neue Ideen müssen endlich Einkehr in den politischen Raum Österreichs finden. Und dabei dürfen wir es nicht immer den rechtspopulistischen Parteien überlassen, die Menschen auf innovative Art und Weise abzuholen.
Ob alteingesessene Modelle wie wiedergekäute Sozialpartnerschaften usw. das richtige Mittel gegen Strache und Konsorten sind, kann zumindest angezweifelt werden.
Wir werden es erleben.
Samstag, 28. März 2009
Dienstag, 17. März 2009
Das Homofoul
Homophobie hat den nicht mehr so akzeptierten Rassismus am Fußballplatz endgültig ersetzt. Gut in Erinnerung ist der Fall eines Spielers, der mit 6 Spielen Sperre zu rechnen hatte, weil er einen Spieler als „schwarze Sau“ betitelt haben soll. Als er während der Einvernahme beteuerte, dass er lediglich „schwule Sau“ geschimpft habe, bekam er lediglich 3 Spiele Sperre.
Dies ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Schwul wird als Schimpfwort akzeptiert und damit ist der Homophobie Tür und Tor geöffnet.
Unlängst am Sportklubplatz wurde der linke Verein Wiener Sportklub mit Fangesängen der FAC- Fans „begrüßt“, die Homophobie pur darstellten. „Schwuler WSK“ wurde gesungen und die Fans der Friedhofstribüne handelten schnell und stimmten in die Gesänge mit ein. Sie betitelten sich selbst als schwul und in diesem Zusammenhang habe ich noch niemals eine schönere Geste gegen Homophobie erlebt, insbesondere an einer dermaßen männlich dominierten Stätte, dem Fußballplatz.
Homosexualität ist am Fußballplatz immer noch ein No- Go, wird verschwiegen und unterdrückt. Es ist unvorstellbar, dass es keine schwulen Fußballer gibt. Es haben sich lediglich noch nie welche geoutet.
Gegenwärtig werden Ermittlungen gegen Marko Arnatouvic, dem österreichischen Nationalteamspieler in den Diensten von Twente Enschede angestellt. Er habe einen Gegenspieler als Nigger beschimpft.
Bei Rassismus wird mittlerweile zumindest seitens der Spieler sehr schnell untersucht. In diesem Zusammenhang wird noch enorm unterschieden zwischen Fans und Spielern. Urwaldgeräusche, insofern ein schwarzer Spieler am Ball ist, 88- Transparente, die der geheime Code für den nationalsozialistischen Gruß im Wortlaut darstellen, usw. sind leider noch nicht aus den österreichischen Stadien verbannt.
Dennoch darf auch der Homophobie nicht länger mit verschlossenen Augen und Ohren begegnet werden. Was wäre passiert, insofern Arnatouvic als schwul definiert worden wäre? Gäbe es einen ähnlichen Aufschrei?
Es ist nur zu wünschen, insofern fair-play, Anti- Sexismus, Anti- Homophobie, Anti- Rassismus und Toleranz nicht nur als Ideal im Sport angekündigt, sondern auch in Zukunft tatsächlich gelebt wird. Dazu reichen nicht nur Aktionen von vereinzelten Initiativen, sondern insbesondere die Sensibilisierung der Spieler, Fans und Trainern.
Dies ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Schwul wird als Schimpfwort akzeptiert und damit ist der Homophobie Tür und Tor geöffnet.
Unlängst am Sportklubplatz wurde der linke Verein Wiener Sportklub mit Fangesängen der FAC- Fans „begrüßt“, die Homophobie pur darstellten. „Schwuler WSK“ wurde gesungen und die Fans der Friedhofstribüne handelten schnell und stimmten in die Gesänge mit ein. Sie betitelten sich selbst als schwul und in diesem Zusammenhang habe ich noch niemals eine schönere Geste gegen Homophobie erlebt, insbesondere an einer dermaßen männlich dominierten Stätte, dem Fußballplatz.
Homosexualität ist am Fußballplatz immer noch ein No- Go, wird verschwiegen und unterdrückt. Es ist unvorstellbar, dass es keine schwulen Fußballer gibt. Es haben sich lediglich noch nie welche geoutet.
Gegenwärtig werden Ermittlungen gegen Marko Arnatouvic, dem österreichischen Nationalteamspieler in den Diensten von Twente Enschede angestellt. Er habe einen Gegenspieler als Nigger beschimpft.
Bei Rassismus wird mittlerweile zumindest seitens der Spieler sehr schnell untersucht. In diesem Zusammenhang wird noch enorm unterschieden zwischen Fans und Spielern. Urwaldgeräusche, insofern ein schwarzer Spieler am Ball ist, 88- Transparente, die der geheime Code für den nationalsozialistischen Gruß im Wortlaut darstellen, usw. sind leider noch nicht aus den österreichischen Stadien verbannt.
Dennoch darf auch der Homophobie nicht länger mit verschlossenen Augen und Ohren begegnet werden. Was wäre passiert, insofern Arnatouvic als schwul definiert worden wäre? Gäbe es einen ähnlichen Aufschrei?
Es ist nur zu wünschen, insofern fair-play, Anti- Sexismus, Anti- Homophobie, Anti- Rassismus und Toleranz nicht nur als Ideal im Sport angekündigt, sondern auch in Zukunft tatsächlich gelebt wird. Dazu reichen nicht nur Aktionen von vereinzelten Initiativen, sondern insbesondere die Sensibilisierung der Spieler, Fans und Trainern.
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Donnerstag, 12. März 2009
Rache an den Gewinner/Innen
In den letzten Tagen wurde die Welt erneut durch Amokläufe schockiert. Insbesondere der Amoklauf in Deutschland schlägt hohe Wellen. Dabei besonders auffällig ist, dass die Diskussion nach dem ersten Schock zumeist sofort auf die Videospiele usw. der Täter gelenkt wird.
Dabei zumeist völlig ausgeblendet wird der offensichtlichste Zusammenhang zwischen Erfurt, Columbine oder der aktuelle Fall- die Institution Schule. In der Schule wird bereits das zukünftige Leben im Leistungsstaat suggeriert. Es gibt Gewinner und Verlierer.
Besonders schlimm ist in diesem Zusammenhang, dass die Verlierer im System der Schule nicht nur ihre gegenwärtigen, sondern auch ihre zukünftigen Perspektiven verlieren, sowie in vielen Fällen ihr soziales Umfeld.
Während erwachsene Menschen zumeist im Falle einer Kündigung ihr menschliches Umfeld nicht unmittelbar verlieren, da sie sich bereits im Privatleben mitunter festigen konnten und aufgefangen werden, geht es den Verlierern unter den Schülern nicht so.
Ein Schüler, der seine Ausbildung nicht abschließen kann, verliert in vielen Fällen Alles. Er fällt aus jedem sozialen Zusammenhalt heraus, hat keine Perspektiven mehr und das traurige daran: All das haben wenige, zumeist willkürliche Menschen in der Hand.
Ein Lehrer, ein Direktor usw. kann eine Existenz zerstören, bevor sie überhaupt in das Berufsleben einsteigt. Dabei denkt er oder sie sich zumeist gar Nichts.
Lehrer wie Professor Kupfer aus „Der Schüler Gerber“ sind Tatsache und immer wieder traurige Realität.
Teilweise hängen Existenzen an einem fehlenden Punkt auf eine Schularbeit oder eine unbedachte Äußerung, die zu einer Lawine an Gemeinheiten und Verbrechen an den Schüler, an dem Schüler, an der Schülerin führt.
Insofern analysiert werden soll, warum Amokläufe passieren muss die Gesellschaft herangezogen werden. Ein Mensch wird nicht als Verlierer, als Amokläufer geboren- zumeist gibt es zahlreiche Hinweise darauf, dass Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit vorherrscht, aber in Zeiten der Ellbogengesellschaft wurde uns gelehrt, dass wir nicht auf Andere, sondern nur auf Uns schauen dürfen.
Und so verhungern noch immer, tagtäglich unzählige Schüler und Schülerinnen emotional und sozial in den Klassen. Dabei wird noch immer nur hauptsächlich die Frage gestellt, inwiefern solche Verlierer in irgendeiner Form in ein Arbeitsverhältnis gebracht werden können, statt ihnen bei zu stehen und wirklich zu helfen. Das Alles in einer Gesellschaft, die immer noch in Gewinner und Verlierer aufteilt.
Dabei zumeist völlig ausgeblendet wird der offensichtlichste Zusammenhang zwischen Erfurt, Columbine oder der aktuelle Fall- die Institution Schule. In der Schule wird bereits das zukünftige Leben im Leistungsstaat suggeriert. Es gibt Gewinner und Verlierer.
Besonders schlimm ist in diesem Zusammenhang, dass die Verlierer im System der Schule nicht nur ihre gegenwärtigen, sondern auch ihre zukünftigen Perspektiven verlieren, sowie in vielen Fällen ihr soziales Umfeld.
Während erwachsene Menschen zumeist im Falle einer Kündigung ihr menschliches Umfeld nicht unmittelbar verlieren, da sie sich bereits im Privatleben mitunter festigen konnten und aufgefangen werden, geht es den Verlierern unter den Schülern nicht so.
Ein Schüler, der seine Ausbildung nicht abschließen kann, verliert in vielen Fällen Alles. Er fällt aus jedem sozialen Zusammenhalt heraus, hat keine Perspektiven mehr und das traurige daran: All das haben wenige, zumeist willkürliche Menschen in der Hand.
Ein Lehrer, ein Direktor usw. kann eine Existenz zerstören, bevor sie überhaupt in das Berufsleben einsteigt. Dabei denkt er oder sie sich zumeist gar Nichts.
Lehrer wie Professor Kupfer aus „Der Schüler Gerber“ sind Tatsache und immer wieder traurige Realität.
Teilweise hängen Existenzen an einem fehlenden Punkt auf eine Schularbeit oder eine unbedachte Äußerung, die zu einer Lawine an Gemeinheiten und Verbrechen an den Schüler, an dem Schüler, an der Schülerin führt.
Insofern analysiert werden soll, warum Amokläufe passieren muss die Gesellschaft herangezogen werden. Ein Mensch wird nicht als Verlierer, als Amokläufer geboren- zumeist gibt es zahlreiche Hinweise darauf, dass Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit vorherrscht, aber in Zeiten der Ellbogengesellschaft wurde uns gelehrt, dass wir nicht auf Andere, sondern nur auf Uns schauen dürfen.
Und so verhungern noch immer, tagtäglich unzählige Schüler und Schülerinnen emotional und sozial in den Klassen. Dabei wird noch immer nur hauptsächlich die Frage gestellt, inwiefern solche Verlierer in irgendeiner Form in ein Arbeitsverhältnis gebracht werden können, statt ihnen bei zu stehen und wirklich zu helfen. Das Alles in einer Gesellschaft, die immer noch in Gewinner und Verlierer aufteilt.
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Donnerstag, 5. März 2009
Auftakt zum Projekt: Rückkehr ins Profigeschäft

Morgen beginnt die Rückrunde der Regional Liga Ost und mit ihr die Hoffnung, dass der Wiener Sportklub endlich wieder aufsteigt.
Jahrzehntelang verfolge ich mittlerweile das Schicksal dieses Vereins. Dabei gab es viele Tiefpunkte, und mindestens ähnlich viele Höhepunkte. Zu meinen persönlichen Höhepunkten zähle ich den Sieg des Wiener Sportklub gegen den damaligen Meisterschaftskonkurrenten Kottingbrunn, in Kottingbrunn und hart erkämpft.
Das es danach trotzdem Nichts mit dem Aufstieg wurde, ist in weiterer Folge im Laufe der Jahre in der Erinnerung nahezu verschwunden.
Des Weiteren erlebte ich zwei wunderschöne Meistertitel, einen in der Wienerliga und in weiterer Folge einen in der Regionalliga.
Der Wiener Sportklub ist womöglich nicht die höchste fussballerische Qualität, aber menschlich gesehen, ist dieser Verein immer Champions Leauge. Um so unverständlicher ist für mich die Entscheidung von Halil Akaslan, den Sportklub in Richtung Floridsdorf zu verlassen.
Aber mittlerweile ist offensichtlich Vereinstreue immer seltener an zu treffen. Dabei wäre im Fall Akaslan sogar die sportliche Perspektive in Dornbach wesentlich besser gewesen.
Morgen jedenfalls trifft der WSK auf den FAC, allerdings ohne Akaslan, der gesperrt ist.
Insbesondere aufgrund der ab nächstem Jahr in Kraft tretenden Regelung, dass die Meister aus den Regionalligen nicht automatisch in die zweit höchste Spielklasse aufsteigen, ist diese Rückrunde besonders wichtig für meinen Lieblingsverein.
An dieser Stelle soll jetzt nicht die polemische Weisung „Jetzt oder nie“ zu strapaziert werden, denn in Wahrheit ist es für keinen Verein jemals zu spät, ja selbst dann nicht, insofern er sich neu gründen muss.
Aber diese eine Chance am Schopf zu packen und direkt aufzusteigen ist besonders anstrebenswert, und die Möglichkeit existiert für den Dornbacher Traditionsverein.
Jahrzehntelang verfolge ich mittlerweile das Schicksal dieses Vereins. Dabei gab es viele Tiefpunkte, und mindestens ähnlich viele Höhepunkte. Zu meinen persönlichen Höhepunkten zähle ich den Sieg des Wiener Sportklub gegen den damaligen Meisterschaftskonkurrenten Kottingbrunn, in Kottingbrunn und hart erkämpft.
Das es danach trotzdem Nichts mit dem Aufstieg wurde, ist in weiterer Folge im Laufe der Jahre in der Erinnerung nahezu verschwunden.
Des Weiteren erlebte ich zwei wunderschöne Meistertitel, einen in der Wienerliga und in weiterer Folge einen in der Regionalliga.
Der Wiener Sportklub ist womöglich nicht die höchste fussballerische Qualität, aber menschlich gesehen, ist dieser Verein immer Champions Leauge. Um so unverständlicher ist für mich die Entscheidung von Halil Akaslan, den Sportklub in Richtung Floridsdorf zu verlassen.
Aber mittlerweile ist offensichtlich Vereinstreue immer seltener an zu treffen. Dabei wäre im Fall Akaslan sogar die sportliche Perspektive in Dornbach wesentlich besser gewesen.
Morgen jedenfalls trifft der WSK auf den FAC, allerdings ohne Akaslan, der gesperrt ist.
Insbesondere aufgrund der ab nächstem Jahr in Kraft tretenden Regelung, dass die Meister aus den Regionalligen nicht automatisch in die zweit höchste Spielklasse aufsteigen, ist diese Rückrunde besonders wichtig für meinen Lieblingsverein.
An dieser Stelle soll jetzt nicht die polemische Weisung „Jetzt oder nie“ zu strapaziert werden, denn in Wahrheit ist es für keinen Verein jemals zu spät, ja selbst dann nicht, insofern er sich neu gründen muss.
Aber diese eine Chance am Schopf zu packen und direkt aufzusteigen ist besonders anstrebenswert, und die Möglichkeit existiert für den Dornbacher Traditionsverein.
Montag, 2. März 2009
Die Sonne geht in Kärnten wieder auf
Man braucht sich in Kärnten gar Nichts vormachen. In Wahrheit hat nahezu Niemand den aktuellen Landeshauptmann, sondern viel mehr den aus eigenem Verschulden verstorbenen Haider gewählt. Das BZÖ ist auch nicht davor zurück gewichen, den toten Haider als Wahlsiegmaschinerie zu instrumentalisieren.
Man muss sehr tief in die Seele der Kärntner und Kärntnerinnen blicken, um die Motive für die Wahl eines Toten aufzuzeigen. Die Kärntner/Innen sind in sich tief gespalten. Dazu trägt teilweise ein eigenes, tief sitzendes Minderwertigkeitsgefühl aufgrund etwaiger, slowenischer Wurzeln bei, sowie eine häufige Differenzierung zwischen „Wir Kärntnern“ und denen aus Wien.
Unvergessen sind den Kärntnern ihr langjähriger Landeshauptmann Haider, der Kärnten immer vor „Wien“ beschützt hat. Besonders interessant ist dabei auch die eigene Wahrnehmung von Kärnten. Während sich viele Menschen aus anderen Bundesländern wundern, wie ein Mensch wie Dörfler dermaßen viele Stimmen bekommen kann, der an politischer Ungeschicktheit nahezu an den ehemaligen Bundeskanzler Gusenbauer erinnert, ist in Kärnten offensichtlich Alles egal, so lange bloß kein sozialdemokratischer Mensch die Politik des Bundeslandes leitet.
Besonders auffällig ist auch, dass sich das BZÖ in Kärnten viele Stimmen aus dem Pool der SPÖ schnappte, während in den anderen Bundesländern die Partei hauptsächlich aus dem Wählerteich der ÖVP fischte.
Auf Dauer prognostiziere ich dem BZÖ allerdings keine Zukunft. Der Tod Jörg Haiders war noch zu intensiv in den Gedanken der Menschen eingegraben, doch in Zukunft wird das Bündnis ohne Führungspersönlichkeit bzw. ohne konkreten Inhalt in der harten, politischen Realität ankommen und höchstwahrscheinlich in der Bedeutungslosigkeit versinken.
In der harten Realität angekommen ist unterdessen die SPÖ. Gerade während der Weltwirtschaftskrise und der akuten Arbeitslosigkeit müsste die Arbeiterpartei besonders zu legen. Statt dessen legten insbesondere die rechten Parteien, zu denen ich auch die ÖVP zähle, zu. Offensichtlich hat die SPÖ ein Problem mit ihrem Klientel.
Man muss sehr tief in die Seele der Kärntner und Kärntnerinnen blicken, um die Motive für die Wahl eines Toten aufzuzeigen. Die Kärntner/Innen sind in sich tief gespalten. Dazu trägt teilweise ein eigenes, tief sitzendes Minderwertigkeitsgefühl aufgrund etwaiger, slowenischer Wurzeln bei, sowie eine häufige Differenzierung zwischen „Wir Kärntnern“ und denen aus Wien.
Unvergessen sind den Kärntnern ihr langjähriger Landeshauptmann Haider, der Kärnten immer vor „Wien“ beschützt hat. Besonders interessant ist dabei auch die eigene Wahrnehmung von Kärnten. Während sich viele Menschen aus anderen Bundesländern wundern, wie ein Mensch wie Dörfler dermaßen viele Stimmen bekommen kann, der an politischer Ungeschicktheit nahezu an den ehemaligen Bundeskanzler Gusenbauer erinnert, ist in Kärnten offensichtlich Alles egal, so lange bloß kein sozialdemokratischer Mensch die Politik des Bundeslandes leitet.
Besonders auffällig ist auch, dass sich das BZÖ in Kärnten viele Stimmen aus dem Pool der SPÖ schnappte, während in den anderen Bundesländern die Partei hauptsächlich aus dem Wählerteich der ÖVP fischte.
Auf Dauer prognostiziere ich dem BZÖ allerdings keine Zukunft. Der Tod Jörg Haiders war noch zu intensiv in den Gedanken der Menschen eingegraben, doch in Zukunft wird das Bündnis ohne Führungspersönlichkeit bzw. ohne konkreten Inhalt in der harten, politischen Realität ankommen und höchstwahrscheinlich in der Bedeutungslosigkeit versinken.
In der harten Realität angekommen ist unterdessen die SPÖ. Gerade während der Weltwirtschaftskrise und der akuten Arbeitslosigkeit müsste die Arbeiterpartei besonders zu legen. Statt dessen legten insbesondere die rechten Parteien, zu denen ich auch die ÖVP zähle, zu. Offensichtlich hat die SPÖ ein Problem mit ihrem Klientel.
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