In den letzten Tagen kam es zu einem zweiten Anlauf in Venezuela, die Gesetzeslage so zu ändern, dass der Präsident Hugo Chavez unbegrenzt wählbar ist. Ein Umstand, den konservative und rechtspolitisch orientierte Menschen als gefährlich für die Demokratie halten, ist in Wahrheit im eigentlichen Sinne lediglich eine Annäherung an europäische Verhältnisse im lateinamerikanischen Lande Venezuela. Schließlich sind in Österreich Kanzler auch nicht auf ein oder zwei Legislaturperioden begrenzt.
Selbstverständlich ist Vielfalt und die Möglichkeit zur Umorientierung ein wichtiges Kriterium für eine funktionierende Demokratie. Chavez machte sich in dem Referendum, dem 54% der Bevölkerung zustimmten nicht zu einem endgültigen, unabwählbaren maximo lider, sondern lediglich auf unbegrenzte Zeit wählbar.
Und tatsächlich ist mit Venezuela ein neues sozialistisches System aufgebaut worden, dass selbst Putschisten im Militärstreik 2002 und in Generalstreiks nicht brechen konnten. In diesem Zusammenhang kann Chavez insbesondere auf die ärmeren Bevölkerungsteile zählen, die auf einzigartige Art und Weise den bereits erwähnten Militärputsch, inklusive illegaler Verhaftung des Präsidenten ein Bein stellten und ihren Präsidenten zurück zur Macht führten.
Nachdem durch den Zusammenbruch des Realsozialismus Kuba der geeignete, starke Partner gegen die aggressive Politik der USA abhanden gekommen war, fand der bereits stark gealterte Castro in Venezuela einen neuen starken Partner.
Die gegenseitigen Kooperationen belaufen sich zum Beispiel im Tauschhandel Kubanische Ärzte gegen finanzielle Unterstützung seitens Venezuela.
Es lässt sich nicht verleugnen, dass es den Menschen in den sozialistisch geführten Ländern in Lateinamerika definitiv am Besten geht. So hat Kuba zum Beispiel eine wesentlich bessere Gesundheitspolitik als die USA und demzufolge eine niedrigere Kindersterblichkeitsrate, sowie billigere Medizin. Dies trotzdem Kuba ein Dritte- Welt- Land ist und seit der kubanischen Revolution von Castro und Che Guevara unter Isolation leidet, da die USA Kooperation mit Kuba wirtschaftlich sanktioniert, sowie grundsätzlich Embargos verhängt wurden.
Dies hängt Alles zusammen mit dem fehlgeschlagenen Eroberungsversuch der USA in der Schweinebucht, sowie der ungewollten Absetzung des faschistischen Diktators Batista durch die Bewegung Castros.
Um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen: Gegenwärtig stellen die Hochburgen des Sozialismus Venezuela, Kuba , sowie Evo Morales in Bolivien dar. Das korrumpierte China hat schon die Grundfesten des Sozialismus, insbesondere durch die letzten Schritte der Kulturrevolution, verloren und um am Futtertrog der Macht zu bleiben wurden von der Einheitspartei ohnehin bereits vor langer Zeit jede Form von Idealismus verraten.
Daneben gibt es noch ein Regime in Nordkorea, dass allein aufgrund der Definition „Regime“ bezüglich der Qualität der ideologischen Ausrichtung bereits unmissverständlich eingeordnet werden kann.
Mit wachsender Aufmerksamkeit gilt es, die Entwicklungen in Venezuela zu beobachten. Die Beziehungen zwischen Venezuela und den USA dürften sich wohl kaum verbessern. Anders soll es sich in diesem Zusammenhang mit den Beziehungen zwischen den USA und Kuba verhalten. Nachdem es seit dem Tod von Kennedy unter Einbeziehung kurzer Ruhepausen immer nur noch zu größeren Schikanen der USA gegen Kuba gekommen war, deutete der neue US Präsident Obama Annäherungen an.
Sobald es Entwicklungen in dieser Thematik zu berichten gibt,wird sich dieser Blog erneut damit befassen.
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