
Noch sehr gut kann ich mich an das Fernsehen in meiner Kindheit erinnern. Kinderfernsehen war zum Beispiel nicht in die Zeit zwischen 5 Uhr früh und 10 Uhr vormittags verbannt, sondern reichte sogar bis in den frühen Nachmittag hinein. Bei einem großen, deutschen TV- Sender spielte es sogar Kinderserien und Zeichentrickserien bis ungefähr 17 Uhr.
Danach folgten Sitcoms und TV- Serien.
Einige Jahre später kam die große Talkshow- Welle. Es wirkte auf mich nahezu, als wäre es über Nacht passiert, dass plötzlich jeder private Sender mindestens 3 Talkshows anbot. Zumeist konnten Talkshows von ungefähr 10, 11 Uhr morgens bis um ca. 17 Uhr gesehen werden. Das Kinderprogramm verschwand vom Mittags- und Vormittagsfernsehen und wurde endgültig durch Talkshows ersetzt. Die Qualität wurde dadurch sicherlich nicht besser. Statt Fred Feuerstein in den frühen Abend begleiten zu können, konnte man Otto Jedermann und Mathilda Muster beobachten, in ihren Streitigkeiten rund um eine vermutliche Vaterschaft, ein Lügendetektortest oder eine Sexgeschichte.
Die Sitcoms verblieben an ihrem alten Platz und wurden nicht verdrängt. Endgültig Probleme kamen auf, als die Talkshows schon enorm ominöse Züge annahmen. Die Realität schien wohl zu langweilig zu sein und deshalb begann man ernsthaft, Talkshows zu „schauspielern“.
Obskure Shows mit schlechten Darstellern, die wohl endgültig aus Realität ein reality- Format machten.
Zu meiner Auffassung des Wortes „reality- Fernsehen“ werde ich noch abschließend kommen. Für lange Zeit vom Bildschirm verbannt wurden die TV- Serien, als die so genannten Richtershows anfingen. Die Talkshows zogen sich immer mehr zurück und wurden durch unzählige Richtershows ersetzt. Zuerst noch realistischen Fällen nachempfunden, mutierten sie binnen kürzester Zeit ebenfalls zur schlechten Kopie der realen Lebenswelt.
Mittlerweile sind „reality- Formate“ endgültig zur Farce verkommen, da sie zu einer unwahrscheinlich schlechten Kopie der Realität verkommen sind. Konkret gibt es sogar Formate wie „Flavor of Love“, „I love New York“ oder „Made“. Die ersten beiden Formate wurden dem Konzept der im deutschen Sprachraum schlecht gelaufenen Bachelor- Reihe nachempfunden. Ehemalige, in der Versenkung verschwundene, oder unbedingt Marketing benötigende Menschen können sich unter vielen Kandidaten und/oder Kandidat/Innen ihren Traumpartner herauspicken. Dabei entscheiden natürlich hauptsächlich schlecht gespielte „Gefühle“, sexuelle Anreize die einem schlecht gemachten Porno entsprungen sein könnten und Intrigen.
Die Serie „made“ verkörpert grundsätzlich die Kommerzialisierung der Gesellschaft. Unbeliebte Schüler, Student/Innen, Menschen versuchen Alles, um von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Dicke versuchen auf Teufel komm raus abzunehmen, um dann in weiterer Folge auf ihr Aussehen reduziert werden zu können, Schüchterne versuchen künstlich Selbstvertrauen auftanken zu können, indem sie sich der Mehrheit anpassen und sich im Sumpf der Konsumgesellschaft etablieren zu dürfen und schwerfällige, ungeschickte Menschen versuchen Beliebtheit zu erlangen, indem sie ihre Fähigkeiten trainieren.
Diese reality- Formate haben schon jegliche Form von Realität verloren. Mittlerweile versuchen die teilweise der Realität entsprungenen Kandidat/Innen lediglich der von Massenmedien suggerierten Idealen zu entsprechen. Und letztendlich sind sie Alle zufrieden, wenn sie Sex haben wie Tila Tequila, geschminkt sind wie New York und sich kommerziell an die Massen anpassen, um letztendlich Frisuren wie Flav zu tragen und die Frauen aufgrund der Körbchengröße auszuwählen.
Die Qualität des Fernsehens ist wohl nicht gestiegen...
Danach folgten Sitcoms und TV- Serien.
Einige Jahre später kam die große Talkshow- Welle. Es wirkte auf mich nahezu, als wäre es über Nacht passiert, dass plötzlich jeder private Sender mindestens 3 Talkshows anbot. Zumeist konnten Talkshows von ungefähr 10, 11 Uhr morgens bis um ca. 17 Uhr gesehen werden. Das Kinderprogramm verschwand vom Mittags- und Vormittagsfernsehen und wurde endgültig durch Talkshows ersetzt. Die Qualität wurde dadurch sicherlich nicht besser. Statt Fred Feuerstein in den frühen Abend begleiten zu können, konnte man Otto Jedermann und Mathilda Muster beobachten, in ihren Streitigkeiten rund um eine vermutliche Vaterschaft, ein Lügendetektortest oder eine Sexgeschichte.
Die Sitcoms verblieben an ihrem alten Platz und wurden nicht verdrängt. Endgültig Probleme kamen auf, als die Talkshows schon enorm ominöse Züge annahmen. Die Realität schien wohl zu langweilig zu sein und deshalb begann man ernsthaft, Talkshows zu „schauspielern“.
Obskure Shows mit schlechten Darstellern, die wohl endgültig aus Realität ein reality- Format machten.
Zu meiner Auffassung des Wortes „reality- Fernsehen“ werde ich noch abschließend kommen. Für lange Zeit vom Bildschirm verbannt wurden die TV- Serien, als die so genannten Richtershows anfingen. Die Talkshows zogen sich immer mehr zurück und wurden durch unzählige Richtershows ersetzt. Zuerst noch realistischen Fällen nachempfunden, mutierten sie binnen kürzester Zeit ebenfalls zur schlechten Kopie der realen Lebenswelt.
Mittlerweile sind „reality- Formate“ endgültig zur Farce verkommen, da sie zu einer unwahrscheinlich schlechten Kopie der Realität verkommen sind. Konkret gibt es sogar Formate wie „Flavor of Love“, „I love New York“ oder „Made“. Die ersten beiden Formate wurden dem Konzept der im deutschen Sprachraum schlecht gelaufenen Bachelor- Reihe nachempfunden. Ehemalige, in der Versenkung verschwundene, oder unbedingt Marketing benötigende Menschen können sich unter vielen Kandidaten und/oder Kandidat/Innen ihren Traumpartner herauspicken. Dabei entscheiden natürlich hauptsächlich schlecht gespielte „Gefühle“, sexuelle Anreize die einem schlecht gemachten Porno entsprungen sein könnten und Intrigen.
Die Serie „made“ verkörpert grundsätzlich die Kommerzialisierung der Gesellschaft. Unbeliebte Schüler, Student/Innen, Menschen versuchen Alles, um von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Dicke versuchen auf Teufel komm raus abzunehmen, um dann in weiterer Folge auf ihr Aussehen reduziert werden zu können, Schüchterne versuchen künstlich Selbstvertrauen auftanken zu können, indem sie sich der Mehrheit anpassen und sich im Sumpf der Konsumgesellschaft etablieren zu dürfen und schwerfällige, ungeschickte Menschen versuchen Beliebtheit zu erlangen, indem sie ihre Fähigkeiten trainieren.
Diese reality- Formate haben schon jegliche Form von Realität verloren. Mittlerweile versuchen die teilweise der Realität entsprungenen Kandidat/Innen lediglich der von Massenmedien suggerierten Idealen zu entsprechen. Und letztendlich sind sie Alle zufrieden, wenn sie Sex haben wie Tila Tequila, geschminkt sind wie New York und sich kommerziell an die Massen anpassen, um letztendlich Frisuren wie Flav zu tragen und die Frauen aufgrund der Körbchengröße auszuwählen.
Die Qualität des Fernsehens ist wohl nicht gestiegen...




