Dienstag, 9. Dezember 2008

Machtlücken und Multitasking


Ich bin wirklich überrascht von den ständigen Erneuerungen unserer Welt. Ständig werden Geräte entwickelt, ausgebaut und erweitert, die es ermöglichen, mobil zu arbeiten, zu schreiben, zu reproduzieren usw. Internetzugang gibt es mittlerweile im Kühlschrank, im Handy, zu Hause, unterwegs am Labtop, am so genannten PDA, Netbook usw. Telefonieren kann ich nahezu überall ohne Begrenzung und bekomme dabei noch ein Handy geschenkt. Demnach müsste es ja jetzt Unmengen von mehr Freizeit geben als es früher war, weil während in vergangenen Zeiten die Menschen wo hinfahren mussten und dabei sangen und tranken (etwa auf Kutschen usw.), so können sie jetzt konzentriert bereits arbeiten und sind womöglich schon weiter bei der Ankunft , als es die Menschen früher nach mehreren Tagen waren.

Dennoch gibt es immer mehr Arbeit, immer mehr Stress und immer mehr verschiedenste Aufgaben für den Einzelnen. Zumindest zum Schein- Denn so viel muss schon gesagt werden- Viele Leben nur davon, so zu tun als ob- im Übrigen: Das nicht nur in der Arbeit, sondern auch privat.
Die Auswirkungen der technischen Auskotzungen sind klar: Immer variablere, flexiblere Arbeitszeit, mehr Aufgaben, mehr grundsätzliche Anforderungen , die dann allerdings letztendlich aufgrund der Technisierung zumeist sogar weniger gebraucht werden.
Das ganze führt so weit, dass es sicherlich erwiesenermaßen Menschen gibt, die nicht mal genau über ihre Aufgaben im Detail Bescheid wissen und/oder Geschäftsmänner, die nicht ihren gesamten Besitz und ihre Investitionen kennen.

In all diesem Umfeld entstehen Lücken der Macht und der Arbeitswelt. Die Lücken der Arbeitswelt werden teilweise durch die Mitarbeiter/Innen für Sabotageakte gegen die eigene Firma genutzt. Die Lücken der Macht werden für Geldwäsche, Steuerbetrug oder der legale Weg des Steuerbetrugs, die Steueroasen genutzt und jeden Tag entstehen neue Löcher in der Grundstruktur der Macht.

Ich möchte sogar so weit gehen, und dem Ganzen den treffsicheren Namen „Machtvakuum“ geben. Denn tatsächlich gibt es ja rundherum Macht, und der Einflussbereich ist allerdings nicht groß genug, um Alles zu umfassen. Wirtschaftspolitik kritische und aufmerksame Menschen werden wohl anmerken, dass dieses Vakuum bewusst herbeigeführt wird, um die ganz großen Wirtschaftsindustrien durch Zuckerl zusätzlich zu entlasten.
Schließlich brauchen die es am aller Nötigsten.

Je kleiner und finanziell weniger lukrativ, desto kleiner und geringer das Machtvakuum.
Ganz selten gibt uns die Politik oder der so genannte „Staat“ ein kleines Häppchen Gerechtigkeit und verfolgt wie in Deutschland zum Beispiel Steuerbetrüger über Disketten und CDs nach Liechtenstein. Demonstrativ werden dann wenige Fälle bekannt und Steuern müssen nachbezahlt werden, doch verehrtes Publikum: Seien sie sich sicher: Hinter dem Vorhang ist eine elitäre Gruppe von Menschen, die sich ins Fäustchen lacht und weiter „arbeitet“.

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