
Seit dem Wintersemester 2001/ 2002 waren Studiengebühren in der Höhe von 363, 36 Euro zu entrichten. Gleichzeitig wurde das Budget der Unis dementsprechend gekürzt, sodass die zusätzlichen Einnahmen letztendlich die Kürzungen des Etats nur ausglichen.
Ähnliches geschah im Übrigen in Deutschland mit der Einführung von Hartz IV, nachdem gleichzeitig eine Steuererleichterung für Unternehmen und Großverdiener zu einem größeren Loch im Staatshaushalt geführt hatte, dass durch die Kürzungen bei den Sozialleistungen ausgeglichen wurde.
Bei dem Thema der Studiengebühren kommt es unwiderruflich zu zwei komplett diametralen Ideologien. Die eine Ansicht lautet, dass Bildung grundsätzlich kostenlos sein muss. „Etwas das nichts kostet, ist Nichts wert.“lautet die andere Meinung, die aus meiner Sicht unverständlich ist.
Nach dem Motto der Wertlosigkeit müsste man auch generell Schule, Ausbildung usw. grundsätzlich nur gegen Bezahlung anbieten. Jeder Mensch hat allerdings Menschenrechte, nach dem er ein Anrecht auf Ausübung eines Berufes, Verwirklichung seiner Träume usw. hat. Es ist ohnehin bekannt, dass Menschen aus reichen Familien dieses Recht bis ins unerträgliche strapazieren können.
Da gibt es Personen, die zwei, drei und mehr Ausbildungen anfangen und abbrechen, die verschiedenste Volkshochschulkurse, sündhaft teure Maturaschulen usw. besuchen und letztendlich irgendeine Bildungsform beenden. In dem Kreis der Maturaschulen, der Volkshochschulkurse usw. haben wir bereits ein System, dass die Reichen bevorzugt.
Reiche Menschen absolvieren Volkshochschulkurse, arme Menschen werden in AMS- und Wifikurse gesteckt, bekommen dafür zwischen 150 und 400 Euro und werden aus der Arbeitslosigkeit in eine „Zwischenform“ zwischen Arbeit und Arbeitssuche verbannt.
Menschen die aus ärmeren Familien stammen haben zumeist ohnehin nur eine Chance. Sie müssen ihre Tagesschule abschließen und oftmals können sie danach nicht weiter studieren, da ihre Eltern einem weiteren Studium aufgrund der weiteren finanziellen Belastung skeptisch gegenüber stehen. Selbst wenn das Studium dann beginnt, so sind finanzielle Nachteile den Menschen aus ärmeren Familien immer allgegenwärtig.
Studiengebühren machten jetzt in diesem Zusammenhang das Kraut nicht wirklich fett. Jemand der ohnehin Arbeiten musste, wurde durch diese Gebühren zusätzlich belastet. Personen, die nicht arbeiten müssen und/oder lediglich zur Finanzierung ihres Privatvergnügens arbeiten, sahen keine Veränderung ihres unmittelbaren Umfeldes gegeben.
Die Botschaft hinter den Studiengebühren lautete aber, dass Bildung etwas „kosten“ müsse. Wer sich bilden, ein Universitätsstudium abschließen und beruflich seine Chance haben möchte, musste zahlen.
Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass Bildung ein Recht ist. Des Weiteren soll der, die Student/In nicht als Belastung des Staatshaushaltes, sondern als Investition angesehen werden. Aufgrund der überfüllten Lehrsäle und der enormen Anzahl an Student/Innen müssen natürlich Reglementierungen initiiert werden. Ich bin der Ansicht, dass jede/r österreichische Staatsbürger/In ein Recht auf einen Studienplatz in Österreich hat. Die etwaigen zusätzlichen Ressourcen sind aufzuteilen für EU- Bürger/Innen und Drittstaatsangehörige. Da laut geltendem EU- Recht EU- Bürger/Innen gleichbehandelt werden müssen, könnten eventuell Probleme entstehen. Die finanziellen und insbesondere die räumlichen Ressourcen werden auf den Hochschulen, Universitäten usw. ausgebaut werden müssen.
In der gegenwärtigen Form würde eine universitäre Lehre unmöglich werden.
Auf jeden Fall wurde gestern Nacht die Beendigung der Studiengebühren beschlossen. Ein Meilenstein und Erfolg für die vielen Student/Innen, die jahrelang für diesen Tag gekämpft hatten.
Zugegeben: Ironischerweise sind es höchstwahrscheinlich gerade diese Student/Innen, die aufgrund wohlhabender Herkunft die Möglichkeit hatten, sich jahrelang ehrenamtlich zur Abschaffung der Studiengebühren zu engagieren, während die „wirklich“ betroffenen Menschen arbeiten mussten. Doch gerade im Kampf gegen die Studiengebühren ist feststellbar, inwiefern Solidarität zur Verbesserung der menschlichen Lage führen kann.
Jetzt gilt es, dass die SPÖ die Wahlen gewinnt. Denn eine Bundesregierung unter einem schwarzen Bundeskanzler würde höchstwahrscheinlich die Errungenschaft des freien universitären Zugangs erneut zerstören. Dementsprechend wissen wohl auch alle solidarischen Student/Innen, welcher Partei sie ihre Stimme am Sonntag geben müssen
Ähnliches geschah im Übrigen in Deutschland mit der Einführung von Hartz IV, nachdem gleichzeitig eine Steuererleichterung für Unternehmen und Großverdiener zu einem größeren Loch im Staatshaushalt geführt hatte, dass durch die Kürzungen bei den Sozialleistungen ausgeglichen wurde.
Bei dem Thema der Studiengebühren kommt es unwiderruflich zu zwei komplett diametralen Ideologien. Die eine Ansicht lautet, dass Bildung grundsätzlich kostenlos sein muss. „Etwas das nichts kostet, ist Nichts wert.“lautet die andere Meinung, die aus meiner Sicht unverständlich ist.
Nach dem Motto der Wertlosigkeit müsste man auch generell Schule, Ausbildung usw. grundsätzlich nur gegen Bezahlung anbieten. Jeder Mensch hat allerdings Menschenrechte, nach dem er ein Anrecht auf Ausübung eines Berufes, Verwirklichung seiner Träume usw. hat. Es ist ohnehin bekannt, dass Menschen aus reichen Familien dieses Recht bis ins unerträgliche strapazieren können.
Da gibt es Personen, die zwei, drei und mehr Ausbildungen anfangen und abbrechen, die verschiedenste Volkshochschulkurse, sündhaft teure Maturaschulen usw. besuchen und letztendlich irgendeine Bildungsform beenden. In dem Kreis der Maturaschulen, der Volkshochschulkurse usw. haben wir bereits ein System, dass die Reichen bevorzugt.
Reiche Menschen absolvieren Volkshochschulkurse, arme Menschen werden in AMS- und Wifikurse gesteckt, bekommen dafür zwischen 150 und 400 Euro und werden aus der Arbeitslosigkeit in eine „Zwischenform“ zwischen Arbeit und Arbeitssuche verbannt.
Menschen die aus ärmeren Familien stammen haben zumeist ohnehin nur eine Chance. Sie müssen ihre Tagesschule abschließen und oftmals können sie danach nicht weiter studieren, da ihre Eltern einem weiteren Studium aufgrund der weiteren finanziellen Belastung skeptisch gegenüber stehen. Selbst wenn das Studium dann beginnt, so sind finanzielle Nachteile den Menschen aus ärmeren Familien immer allgegenwärtig.
Studiengebühren machten jetzt in diesem Zusammenhang das Kraut nicht wirklich fett. Jemand der ohnehin Arbeiten musste, wurde durch diese Gebühren zusätzlich belastet. Personen, die nicht arbeiten müssen und/oder lediglich zur Finanzierung ihres Privatvergnügens arbeiten, sahen keine Veränderung ihres unmittelbaren Umfeldes gegeben.
Die Botschaft hinter den Studiengebühren lautete aber, dass Bildung etwas „kosten“ müsse. Wer sich bilden, ein Universitätsstudium abschließen und beruflich seine Chance haben möchte, musste zahlen.
Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass Bildung ein Recht ist. Des Weiteren soll der, die Student/In nicht als Belastung des Staatshaushaltes, sondern als Investition angesehen werden. Aufgrund der überfüllten Lehrsäle und der enormen Anzahl an Student/Innen müssen natürlich Reglementierungen initiiert werden. Ich bin der Ansicht, dass jede/r österreichische Staatsbürger/In ein Recht auf einen Studienplatz in Österreich hat. Die etwaigen zusätzlichen Ressourcen sind aufzuteilen für EU- Bürger/Innen und Drittstaatsangehörige. Da laut geltendem EU- Recht EU- Bürger/Innen gleichbehandelt werden müssen, könnten eventuell Probleme entstehen. Die finanziellen und insbesondere die räumlichen Ressourcen werden auf den Hochschulen, Universitäten usw. ausgebaut werden müssen.
In der gegenwärtigen Form würde eine universitäre Lehre unmöglich werden.
Auf jeden Fall wurde gestern Nacht die Beendigung der Studiengebühren beschlossen. Ein Meilenstein und Erfolg für die vielen Student/Innen, die jahrelang für diesen Tag gekämpft hatten.
Zugegeben: Ironischerweise sind es höchstwahrscheinlich gerade diese Student/Innen, die aufgrund wohlhabender Herkunft die Möglichkeit hatten, sich jahrelang ehrenamtlich zur Abschaffung der Studiengebühren zu engagieren, während die „wirklich“ betroffenen Menschen arbeiten mussten. Doch gerade im Kampf gegen die Studiengebühren ist feststellbar, inwiefern Solidarität zur Verbesserung der menschlichen Lage führen kann.
Jetzt gilt es, dass die SPÖ die Wahlen gewinnt. Denn eine Bundesregierung unter einem schwarzen Bundeskanzler würde höchstwahrscheinlich die Errungenschaft des freien universitären Zugangs erneut zerstören. Dementsprechend wissen wohl auch alle solidarischen Student/Innen, welcher Partei sie ihre Stimme am Sonntag geben müssen
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