
Aus meiner Sicht war das Duell FPÖ gegen van der Bellen in Vorhinein entschieden. Auf der einen Seite der Polit- Rambo und Neuling Strache gegen den arrivierten und routinierten van der Bellen. Junge, rechtspopulistische Unbekümmertheit gegen alte, langsame Taktik und Strategie.
Ich war anfangs von der Besonnenheit und Ruhe des HC Strache überrascht. Im Gegensatz zu vorigen TV Duellen gab er sich durchaus verbessert und seriöser. Mitte der Diskussion begann er einen regelrechten Feldzug gegen den Universitäts Professor und punktete mit üblichen Klischees. Die Grünen würden nur „die Tore für alle Ausländer“ aufmachen und in ihren Reihen wären die Tiere wichtiger als der Mensch. Einzig und allein das Thema der Autofahrer/Innen , die von den Grünen geforderte City- Maut blieb überraschend auf der Strecke. Außerdem punktete Strache durch die Visualisierung der Aktionen der Grünen Alternativen Jugend und kriminalisierte den überraschenden Kandidaten der Grünen, ein bis vor kurzem in Untersuchungshaft gesessenen Aktivisten.
Im Vergleich zum Duell Haider gegen van der Bellen, wollte (und konnte natürlich auch nicht) Strache es zu keiner politisch und ideologisch höheren Diskussion kommen lassen und punktete durch Populismus, christliches Abendland und Ablehnung des Islamismus.
Strache scheint mittlerweile klar erkannt zu haben, dass er auf der Politbühne mit sachlichen Argumenten nicht punkten kann. Dazu ist er politisch zu beschränkt und ideologisch offensichtlich selbst in den „rechten“ Kreisen zu wenig belesen. Daher beschränkt er sich auf Getöse, Offensive und Verlagerung der Themen in Richtung Rechts der Mitte.
Während van der Bellen gegen Faymann und Haider sehr gute Figur gemacht hat, schien er gestern oftmals gelangweilt. Natürlich verfügen die beiden Politiker über zwei verschiedene Ebenen bezüglich des politischen Denkens und der Philosophie, die keinerlei Schnittpunkte aufweisen und dementsprechend auch leicht angreifbar machen. Umgekehrt hätte van der Bellen durchaus mehr im Bezug auf Straches Vergangenheit unternehmen können und seine extremistischen Aktionen besser durchbringen. Ansatzweise gelang dies ganz gut. In diesen Momenten erinnerte van der Bellen die Zuseher an Straches Nähe zu populären, europäischen Rechtsextremisten.
Insgesamt wirkte Strache im Vergleich zu den ersten Diskussionen wesentlich besser informiert, gecoacht und besser vorbereitet. In solchen TV Diskussionen wird hauptsächlich analysiert, ob und inwieweit die jeweiligen Politiker/Innen ihr Stammklientel ansprechen konnten. Demzufolge bin ich der Meinung, dass es zu einem Unentschieden der beiden Politiker gekommen ist. Aufgrund der offensiven Ausrichtung Straches und der oftmaligen Angriffe gegen van der Bellen, die teilweise bereits knapp an der Gürtellinie von statten gegangen sind, konnte der Demagoge und knapp an der Legalität (und teilweise in der Illegalität) balancierende Strache seine Themen besser in Szene setzen.
Interessant vor allem, dass er den Tierschützer/Innen Militanz vorwirft und im gleichen Atemzug dabei wohl an seine Paintball- Zeit zurückerinnert wird und wer weiß, womöglich darin heute den Junior Straches Unterricht gibt…
Ich war anfangs von der Besonnenheit und Ruhe des HC Strache überrascht. Im Gegensatz zu vorigen TV Duellen gab er sich durchaus verbessert und seriöser. Mitte der Diskussion begann er einen regelrechten Feldzug gegen den Universitäts Professor und punktete mit üblichen Klischees. Die Grünen würden nur „die Tore für alle Ausländer“ aufmachen und in ihren Reihen wären die Tiere wichtiger als der Mensch. Einzig und allein das Thema der Autofahrer/Innen , die von den Grünen geforderte City- Maut blieb überraschend auf der Strecke. Außerdem punktete Strache durch die Visualisierung der Aktionen der Grünen Alternativen Jugend und kriminalisierte den überraschenden Kandidaten der Grünen, ein bis vor kurzem in Untersuchungshaft gesessenen Aktivisten.
Im Vergleich zum Duell Haider gegen van der Bellen, wollte (und konnte natürlich auch nicht) Strache es zu keiner politisch und ideologisch höheren Diskussion kommen lassen und punktete durch Populismus, christliches Abendland und Ablehnung des Islamismus.
Strache scheint mittlerweile klar erkannt zu haben, dass er auf der Politbühne mit sachlichen Argumenten nicht punkten kann. Dazu ist er politisch zu beschränkt und ideologisch offensichtlich selbst in den „rechten“ Kreisen zu wenig belesen. Daher beschränkt er sich auf Getöse, Offensive und Verlagerung der Themen in Richtung Rechts der Mitte.
Während van der Bellen gegen Faymann und Haider sehr gute Figur gemacht hat, schien er gestern oftmals gelangweilt. Natürlich verfügen die beiden Politiker über zwei verschiedene Ebenen bezüglich des politischen Denkens und der Philosophie, die keinerlei Schnittpunkte aufweisen und dementsprechend auch leicht angreifbar machen. Umgekehrt hätte van der Bellen durchaus mehr im Bezug auf Straches Vergangenheit unternehmen können und seine extremistischen Aktionen besser durchbringen. Ansatzweise gelang dies ganz gut. In diesen Momenten erinnerte van der Bellen die Zuseher an Straches Nähe zu populären, europäischen Rechtsextremisten.
Insgesamt wirkte Strache im Vergleich zu den ersten Diskussionen wesentlich besser informiert, gecoacht und besser vorbereitet. In solchen TV Diskussionen wird hauptsächlich analysiert, ob und inwieweit die jeweiligen Politiker/Innen ihr Stammklientel ansprechen konnten. Demzufolge bin ich der Meinung, dass es zu einem Unentschieden der beiden Politiker gekommen ist. Aufgrund der offensiven Ausrichtung Straches und der oftmaligen Angriffe gegen van der Bellen, die teilweise bereits knapp an der Gürtellinie von statten gegangen sind, konnte der Demagoge und knapp an der Legalität (und teilweise in der Illegalität) balancierende Strache seine Themen besser in Szene setzen.
Interessant vor allem, dass er den Tierschützer/Innen Militanz vorwirft und im gleichen Atemzug dabei wohl an seine Paintball- Zeit zurückerinnert wird und wer weiß, womöglich darin heute den Junior Straches Unterricht gibt…
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