Meinen heutigen Fußballnachmittag verbrachte ich im Wettbüro auf der Favoritenstraße.
Dabei konnte ich Menschen mit Bier und andere Personen mit Wettscheinen sehen. Was ich nicht sehen konnte, war das Fußballmatch, denn es gab keine Bilder der Begegnung.
Vielleicht war es letztendlich auch besser, dass ich nur dem Moderator lauschen konnte, denn die Partie ging ernsthaft nur 1:1 aus.
Insbesondere in der ersten Halbzeit schien das Team mehr als drückend überlegen, verzeichnete mehrere Stangenschüsse und erzielte zwei irreguläre Tore. Letztendlich ging das Spiel 1:1 aus und damit hat sich das österreichische Nationalteam erneut blamiert.
Die Faröer Inseln sind offensichtlich kein guter Boden für österreichische Fußballer.
Bereits vor 18 Jahren verlor das Team in einem unglaublichen Spiel mit 1:0.
Mein Bruder erklärt mir in diesem Zusammenhang immer wieder sein Erlebnis. Er kam nach dem Match nach Hause und fragte unseren Vater nach dem Ergebnis. Nachdem dieser mit 1:0 antwortete, schien er enttäuscht, da er an einen knappen Sieg der Österreicher gedacht hatte.
Damals wie heute ist das Trauma offensichtlich immer noch akut.
Doch viele Nationen haben ein „Faröer“. England konnte zum Beispiel über Ewigkeiten nicht gegen Schweden gewinnen.
Der Wiener Sportklub hatte mit Baumgarten in der Ostliga über Jahre einen akuten Angstgegner, gegen den sie nahezu nie gewannen. Ebenso sieht es mit der Vienna aus, die über lange Zeit nie einen Heimsieg gegen den Sportklub erkämpfen konnten.
Fußball ist eben doch mehr, als bloß 22 Spieler/Innen und ein Schiedsrichter. Fußball hat auch gewisse soziale Regeln, die empirisch belegbar sind und verwundern. Wie kommt es, das es Mannschaften gibt, die NIE Elfmeterschießen gewinnen und andere, die nahezu und/oder gar Keines verlieren?
Bei all dem Geplaudere über das österreichische Team muss vor allem eins gesagt werden. Es muss nun kommenden Mittwoch gegen Serbien ein Sieg her. Alles andere als ein Sieg wäre im Grunde bereits der Beginn einer aussichtslosen Situation. Im Normalfall verdient man sich auch gar keine Teilnahme bei einer WM, insofern nicht gegen dieses Insel- Nationalteam gewonnen werden kann.
Womöglich kann allerdings Österreich diesen Ausrutscher durch Siege z.b in Serbien und/oder Frankreich, Rumänien wieder ausgleichen. Es wäre auf jeden Fall den Spielern von Brückner zu empfehlen, insofern sie noch nach Südafrika reisen wollen.
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