Gestern war ich wieder Mal in meinem Stamm Wettbüro und sah mir das Match Ried gegen SK Rapid Wien an. Unter den Zusehern war ein Rapidfan und ich konnte seinen Worten kaum überraschter und geschockter folgen. Dieser Mensch sah ein völlig anderes Spiel. Er war wohl der Einzige, der das reguläre Tor des Rieders in den ersten Minuten als abseits deklarierte. Die gelbrote Karte gegen Ende des Spiels kommentierte er mit einem Lachen und meinte, der Rapidler könne sich ja nicht in Luft auflösen.
Schon oft sind mir solche Fußballfans begegnet. Ich bin der Ansicht, dass man doch zumindest ein bisschen einen Bezug zur Realität beibehalten sollte. Aber gerade bei Rapidfans vermisse ich das oft. Andererseits ist das auch logisch- Schließlich ist ja Rapid Wien eine Religion, und einer Religion folgt man blind. Da werden dann auch Äußerungen getätigt wie: Maierhofer ist besser als Janko und gehört immer in die Startelf des Nationalteams. Ich glaube, eine amateurhaftere Aussage kann es gar nicht geben.
Maierhofer ist fußballerisch dermaßen limitiert, dass er eigentlich bereits gegenwärtig mehr erreicht hat, als sein eigenes Spektrum ursprünglich zugelassen hätte. Regelmäßig stolpert er im Nationalteam über seine eigenen Beine, verliert Kopfballduelle und Zweikämpfe. Trotzdem er fast 30cm größer ist als Jimmy Hoffer, gewinnt dieser mehr Zweikampfduelle als er.
Und das lässt mich zurück kommen zu dem objektiven Rapidler im Wettbüro. Ich wünsche ihm baldigst eine Rückkehr der Ikone Hans Krankl. Denn Rapid hat sich Krankl als Trainer verdient.
Montag, 18. Mai 2009
Mittwoch, 6. Mai 2009
Die seltsame Medienwelt in Österreich
In Österreich ist ja die Medienlandschaft besonders interessant ausgeprägt. Es gibt nahezu eine Medienmonopolstellung in Form eines alten Mannes. Interessant ist an der Kronen Zeitung und Herrn Dichand, dass dieses Medienformat eine unglaubliche Wirkung auf die Menschen in Österreich hat.
Immer noch wird davon gesprochen, dass in Österreich niemand gegen den Willen von Dichand Bundeskanzler geworden ist, mit Ausnahme von Wolfgang Schüssel. Denn Dichand ist eigentlich immer gern für eine große Koalition, da man da besser eine Oppositionsstellung in Österreich formieren und konstruieren kann.
Insofern die Hasstreiber und destruktiven Kräfte in Österreich regieren, ist ja Oppositionspolitik und Kritik an der Regierung sozialdemokratisch, wie zum Beispiel im Falle der Phase schwarz- blau. Und Kritik die letztendlich eigentlich konstruktiv ist, lässt sich wesentlich schlechter verkaufen als destruktive, negative Opposition.
Menschen wie Jeannee, Wolf Martin und Staberl haben die politische Landschaft ernsthaft in der Hand. Ich bin der Ansicht, dass der Einfluss eines Jeannee generell unterschätzt wird. Nicht nur einmal habe ich bereits die Meinung von Jeannee am Markt, im Germeindebau usw. erneut gehört. Der Grund dafür ist klar.
Menschen wie Jeannee schreiben nicht von Politik oder Gesellschaft. Sie geben der Gesellschaft das, was die Gesellschaft, die Leser und Leserinnen von ihnen wollen. Sie bestätigen die Vorurteile, Klischees und Unwahrheiten und schaffen ein Weltbild, dass dem Erwarteten entspricht.
Dadurch schaffen es diese Menschen auch immer wieder, Unwahrheiten dermaßen häufig zu schreiben, bis sie Wahrheiten geworden sind. Mittlerweile gilt es als Wahrheit, dass Ausländer und Ausländerinnen schneller Gemeindewohnungen erhalten, als Inländer/Innen. Tatsächlich ist das natürlich totaler Humbug, aber die Menschen lesen es in den ausgesuchten Leserbriefen,sie lesen es bei Jeannee, Staberl und Wolf Martin. Herr Strudl dichtet dazu einen passenden Limerick und das Pseudonym Dichands, der so genannte Cato, gibt seinen Senf auch noch dazu.
Hinzu kommt noch, dass die Krone die Macht besitzt, negative Stimmung aufkommen zu lassen. Ironischerweise ist es nur die Krone, die das Thema EU über lange Zeit kritisch reflektiert hat. Das Thema Eu existiert ansonsten nur marginal. Selbst während der EU Wahl sind die Politiker und Politikerinnen selten in den Medien. Am 7. Juni sind EU Wahlen. Jetzt stelle dir vor, es wären an diesem Tag Nationalratswahlen. Jeden Tag würde man etwas lesen, Diskussionen usw.
Immer noch wird davon gesprochen, dass in Österreich niemand gegen den Willen von Dichand Bundeskanzler geworden ist, mit Ausnahme von Wolfgang Schüssel. Denn Dichand ist eigentlich immer gern für eine große Koalition, da man da besser eine Oppositionsstellung in Österreich formieren und konstruieren kann.
Insofern die Hasstreiber und destruktiven Kräfte in Österreich regieren, ist ja Oppositionspolitik und Kritik an der Regierung sozialdemokratisch, wie zum Beispiel im Falle der Phase schwarz- blau. Und Kritik die letztendlich eigentlich konstruktiv ist, lässt sich wesentlich schlechter verkaufen als destruktive, negative Opposition.
Menschen wie Jeannee, Wolf Martin und Staberl haben die politische Landschaft ernsthaft in der Hand. Ich bin der Ansicht, dass der Einfluss eines Jeannee generell unterschätzt wird. Nicht nur einmal habe ich bereits die Meinung von Jeannee am Markt, im Germeindebau usw. erneut gehört. Der Grund dafür ist klar.
Menschen wie Jeannee schreiben nicht von Politik oder Gesellschaft. Sie geben der Gesellschaft das, was die Gesellschaft, die Leser und Leserinnen von ihnen wollen. Sie bestätigen die Vorurteile, Klischees und Unwahrheiten und schaffen ein Weltbild, dass dem Erwarteten entspricht.
Dadurch schaffen es diese Menschen auch immer wieder, Unwahrheiten dermaßen häufig zu schreiben, bis sie Wahrheiten geworden sind. Mittlerweile gilt es als Wahrheit, dass Ausländer und Ausländerinnen schneller Gemeindewohnungen erhalten, als Inländer/Innen. Tatsächlich ist das natürlich totaler Humbug, aber die Menschen lesen es in den ausgesuchten Leserbriefen,sie lesen es bei Jeannee, Staberl und Wolf Martin. Herr Strudl dichtet dazu einen passenden Limerick und das Pseudonym Dichands, der so genannte Cato, gibt seinen Senf auch noch dazu.
Hinzu kommt noch, dass die Krone die Macht besitzt, negative Stimmung aufkommen zu lassen. Ironischerweise ist es nur die Krone, die das Thema EU über lange Zeit kritisch reflektiert hat. Das Thema Eu existiert ansonsten nur marginal. Selbst während der EU Wahl sind die Politiker und Politikerinnen selten in den Medien. Am 7. Juni sind EU Wahlen. Jetzt stelle dir vor, es wären an diesem Tag Nationalratswahlen. Jeden Tag würde man etwas lesen, Diskussionen usw.
Freitag, 24. April 2009
Schule - Neuanfang oder alte Last?
Gerade wird darüber diskutiert, inwiefern Einsparungen im österreichischen Bildungssystem umgesetzt werden können. Dabei muss vorweg gesagt werden, dass in erster Linie an schlechten, unmotivierten Lehrern und Lehrerinnen, an frustrierten weil nicht geförderten Schülern und Schülerinnen und an den verstaubten, bürokratischen Formen des unbeweglichen Frontalunterrichtes gespart werden sollte.
In Zukunft wird es in Österreich nicht mehr ständig nur still more of the same geben können und dürfen. Genau so wenig wie Feuer mit Feuer bekämpft werden kann, kann auch kein krankendes Schulsystem durch quantitative Erhöhung, egal ob mehr Stunden, mehr Lehrer/Innen usw. verbessert werden.
Aufgrund der wirtschaftlichen Problematik gegenwärtig und dem immer enger werdenden Budget der Bildungsministerin mag kurzfristig kostensparende Politik, bei gleich bleibender Qualität notwendig und wichtig sein, die Zukunft muss allerdings baldigst beginnen.
Wir brauchen nicht länger ein System, dass nur aussiebt und selektiert, statt individuell fördert und fordert. Außerdem wird kein System benötigt, dass schon im Vorhinein entscheidet, dass in einigen wenigen Fächern mehr, in anderen wiederum gar Nichts gefordert wird.
Gewissen Unterrichtsfächern wird strukturell dermaßen viel Macht eingeräumt, dass sie nahezu übermächtig wirken. Hätte Gott Kupfer in „Der Schüler Gerber“ dermaßen viel Macht ausüben können, wäre er Deutsch oder Geschichtslehrer gewesen?
Nahezu unvorstellbar ist die Geschichte eines gnadenlosen Zeichenlehrers, der seine Schüler und Schülerinnen terrorisiert und sitzen bleiben lässt.
Ich sage : Nein, liebe Lehrer und Lehrerinnen. Die Prioritäten möchte ich ab einem gewissen Alter selbst treffen und entscheiden können.
Selbst in neoliberaler Argumentation ist es kaum erklärbar, warum einerseits immer erklärt wird, man solle seine individuellen Stärken einsetzen, und andererseits jeder Schüler und jede Schülerin zum Zwölfkämpfer ausgebildet wird, der letztendlich höchstwahrscheinlich keine Sportart wirklich gut kann.
Sozialpolitisch und pädagogisch gibt es in diesem Bereich auch viele Argumentationen, die in der Diskussion um die dauerhafte Etablierung der Gesamtschule, Umstrukturierungen der Lehre und polytechnischen Schulen eingefügt werden müssen.
Die Schule muss den Menschen geöffnet, nicht versperrt werden. Des Weiteren muss Bildung außerhalb der Institutionen Schule und Universität leistbar, bzw. gratis werden. Es kann nicht sein, dass simple Kurse für Buchhaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Pädagogik usw. mehrere Tausend Euro kosten. Gerade in Zeiten der Arbeitslosigkeit muss Bildung gefördert, nicht versperrt werden.
Dabei müssen arbeitslose Menschen ihre Bildung selbst aussuchen können.
In Zukunft wird es in Österreich nicht mehr ständig nur still more of the same geben können und dürfen. Genau so wenig wie Feuer mit Feuer bekämpft werden kann, kann auch kein krankendes Schulsystem durch quantitative Erhöhung, egal ob mehr Stunden, mehr Lehrer/Innen usw. verbessert werden.
Aufgrund der wirtschaftlichen Problematik gegenwärtig und dem immer enger werdenden Budget der Bildungsministerin mag kurzfristig kostensparende Politik, bei gleich bleibender Qualität notwendig und wichtig sein, die Zukunft muss allerdings baldigst beginnen.
Wir brauchen nicht länger ein System, dass nur aussiebt und selektiert, statt individuell fördert und fordert. Außerdem wird kein System benötigt, dass schon im Vorhinein entscheidet, dass in einigen wenigen Fächern mehr, in anderen wiederum gar Nichts gefordert wird.
Gewissen Unterrichtsfächern wird strukturell dermaßen viel Macht eingeräumt, dass sie nahezu übermächtig wirken. Hätte Gott Kupfer in „Der Schüler Gerber“ dermaßen viel Macht ausüben können, wäre er Deutsch oder Geschichtslehrer gewesen?
Nahezu unvorstellbar ist die Geschichte eines gnadenlosen Zeichenlehrers, der seine Schüler und Schülerinnen terrorisiert und sitzen bleiben lässt.
Ich sage : Nein, liebe Lehrer und Lehrerinnen. Die Prioritäten möchte ich ab einem gewissen Alter selbst treffen und entscheiden können.
Selbst in neoliberaler Argumentation ist es kaum erklärbar, warum einerseits immer erklärt wird, man solle seine individuellen Stärken einsetzen, und andererseits jeder Schüler und jede Schülerin zum Zwölfkämpfer ausgebildet wird, der letztendlich höchstwahrscheinlich keine Sportart wirklich gut kann.
Sozialpolitisch und pädagogisch gibt es in diesem Bereich auch viele Argumentationen, die in der Diskussion um die dauerhafte Etablierung der Gesamtschule, Umstrukturierungen der Lehre und polytechnischen Schulen eingefügt werden müssen.
Die Schule muss den Menschen geöffnet, nicht versperrt werden. Des Weiteren muss Bildung außerhalb der Institutionen Schule und Universität leistbar, bzw. gratis werden. Es kann nicht sein, dass simple Kurse für Buchhaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Pädagogik usw. mehrere Tausend Euro kosten. Gerade in Zeiten der Arbeitslosigkeit muss Bildung gefördert, nicht versperrt werden.
Dabei müssen arbeitslose Menschen ihre Bildung selbst aussuchen können.
Dienstag, 7. April 2009
EU- Wahl
Am 7. Juni dieses Jahres werden die EU- Wahlen stattfinden und erneut wird sich die schwierige Frage aufkommen, inwieweit die Probleme der Wirtschaftskrise, des Sozialabbaus, usw. gelöst werden können. Gleichzeitig wird auch wieder aktuell, dass die Europäische Union eine stärkere, demokratische Legitimation benötigt. So wird es in Zukunft ratsam sein, dem Parlament mehr Einfluss zu geben, und nicht lediglich der nicht direkt gewählten Kommission das Initiativrecht zu belassen.
Vorweg muss erwähnt werden, dass ebenso wenig wie soziale Normen , Arbeitsrechte usw. jemals vereinheitlicht wurden. Die Europäische Union wurde in erster Linie als wirtschaftspolitische Innovation betrachtet und um in Zukunft keine Kriege mehr innerhalb Europas möglich zu machen. Aus diesem Grunde wurde auch die so genannte EGKS gegründet, die Union für Kohle und Stahl, um einen kriegerischen Alleingang auf ewig unmöglich zu machen.
Insbesondere gegenwärtig rückt allerdings der Fokus aus Sozialpolitik. Insofern der Reformvertrag von Lissabon nicht abgelehnt worden wäre, könnten gemeinschaftliche, europaweite, z.b. gewerkschaftliche Innovationen, Aktionen usw. Realität werden. Dies wäre politisch unheimlich wichtig. Sind doch die wirtschaftspolitischen Institutionen im Vereinheitlichen von Normen immer sehr schnell, während die Menschen und Staaten im Vereinheitlichen von sozialen Normen, bzw. Verbindungen zwischen sozialen und wirtschaftspolitischen Normen, wie Kollektivverträge, Mindestlöhne, vereinheitlichte Steuersätze usw. oftmals hinterher hinken.
Am 7. Juni jedenfalls wird sich erneut die Frage nach der Sozialpolitik innerhalb Europas stellen. Gegenwärtig gibt es eine konservative Mehrheit im Parlament und dementsprechend ist auch die EU- Politik. Trotzdem zwar oftmals über die EU „gemeckert“ wird, kommt es oftmals zu einer sehr niedrigen Wahlbeteiligung. Den Menschen muss klar werden, dass die Wahlen auf europäischer Ebene einen enorm großen Einfluss auf ihr tägliches Leben haben können.
In den Augen vieler Menschen sind Brüssel und Straßburg oftmals nur weit entfernt klingende Namen, doch in Wahrheit sind sie maßgebliche, politische Faktoren.
Vorweg muss erwähnt werden, dass ebenso wenig wie soziale Normen , Arbeitsrechte usw. jemals vereinheitlicht wurden. Die Europäische Union wurde in erster Linie als wirtschaftspolitische Innovation betrachtet und um in Zukunft keine Kriege mehr innerhalb Europas möglich zu machen. Aus diesem Grunde wurde auch die so genannte EGKS gegründet, die Union für Kohle und Stahl, um einen kriegerischen Alleingang auf ewig unmöglich zu machen.
Insbesondere gegenwärtig rückt allerdings der Fokus aus Sozialpolitik. Insofern der Reformvertrag von Lissabon nicht abgelehnt worden wäre, könnten gemeinschaftliche, europaweite, z.b. gewerkschaftliche Innovationen, Aktionen usw. Realität werden. Dies wäre politisch unheimlich wichtig. Sind doch die wirtschaftspolitischen Institutionen im Vereinheitlichen von Normen immer sehr schnell, während die Menschen und Staaten im Vereinheitlichen von sozialen Normen, bzw. Verbindungen zwischen sozialen und wirtschaftspolitischen Normen, wie Kollektivverträge, Mindestlöhne, vereinheitlichte Steuersätze usw. oftmals hinterher hinken.
Am 7. Juni jedenfalls wird sich erneut die Frage nach der Sozialpolitik innerhalb Europas stellen. Gegenwärtig gibt es eine konservative Mehrheit im Parlament und dementsprechend ist auch die EU- Politik. Trotzdem zwar oftmals über die EU „gemeckert“ wird, kommt es oftmals zu einer sehr niedrigen Wahlbeteiligung. Den Menschen muss klar werden, dass die Wahlen auf europäischer Ebene einen enorm großen Einfluss auf ihr tägliches Leben haben können.
In den Augen vieler Menschen sind Brüssel und Straßburg oftmals nur weit entfernt klingende Namen, doch in Wahrheit sind sie maßgebliche, politische Faktoren.
Samstag, 28. März 2009
Die österreichische Verkrustung
Das politische Feld ist insbesondere in Österreich, aufgrund der jahrzehntelangen Sozialpartnerschaft total verkrustet. Die beiden Großparteien haben durch kontinuierliches Abblocken von neuen Ideen, Reformen usw. endgültig aus dem ehemaligen 2- Parteien- System ein 5- Parteien- System gemacht, dass den Ansprüchen der österreichischen Bevölkerung immer noch nicht gerecht wird.
In der SPÖ ist dabei eindeutig der innere Widerspruch zwischen Reform und Revolution zu einer Abkehr von Politik für Menschen in prekärer Situation, Arbeiter/Innen und Arbeitnehmer/Innen hingehend zu einer Staatspartei vollzogen worden.
Das führt natürlich einerseits dazu, dass die Sozialdemokratie bei Weitem nicht mehr so aneckt, wie das womöglich unter Otto Bauer und Konsorten war, andererseits geht der Partei auch der typische Prolet in Richtung FPÖ verloren.
Die ÖVP ihrerseits war ja in Wirklichkeit nie eine Partei mit dem Anspruch, dauerhaft mehrheitsfähig zu sein. Dennoch schaffte sie es immer wieder, trotzdem lediglich Politik für 5% der Bevölkerung beworben wurde, den Bundeskanzler zu stellen.
Junge und konstruktive Kräfte wurden lange Zeit komplett blockiert und wurden von Schüssel und Konsorten unterdrückt. Nun ist die Schüssel- Ära vorbei und Pröll versucht der Partei, ein neues
Gesicht zu verpassen. Damit einher geht natürlich immer noch der Umstand, dass ganz Österreich an den Altlasten der schwarz- blauen Regierungskatastrophe zu knabbern hat.
Pröll zeigt sich durchaus kooperativ und lässt ebenfalls mit sich reden. Dabei ist nicht nur innerparteilich gemeint, sondern auch extern.
Es scheint also der Versuch einer neuen Sozialpartnerschaft auf zu blühen. Nicht ohne Wehmut, hat doch die ÖVP unter Schüssel, teilweise bereits unter Busek diese Partnerschaft einseitig aufgekündigt.
In Wahrheit gilt es allerdings nicht nur, Wohlfühl- und Sonnenscheinpolitik an den Tag zu legen, sondern vielmehr auch die eigenen verkrusteten Parteistrukturen an die gegenwärtigen Anforderungen anzupassen.
Diese verkrusteten Strukturen sind nicht nur ein Phänomen der Politik, sondern betreffen in Österreich, insbesondere in Wien auch die staatliche Bürokratie.
In diesem Zusammenhang möchte ich jetzt keine Leistungs- und Ellbogengesellschaft einfordern.
Diese Zeiten sind hoffentlich endgültig vorbei, insbesondere insofern bedacht wird, wo sie uns sozial, menschlich, gesellschafts- und wirtschaftspolitisch hingeführt haben.
Vielmehr wünsche ich mir die notwendige Selbstreflexion, den nötigen Mumm, um institutionalisierte Missstände aus dem Weg zu räumen. Neue Ideen müssen endlich Einkehr in den politischen Raum Österreichs finden. Und dabei dürfen wir es nicht immer den rechtspopulistischen Parteien überlassen, die Menschen auf innovative Art und Weise abzuholen.
Ob alteingesessene Modelle wie wiedergekäute Sozialpartnerschaften usw. das richtige Mittel gegen Strache und Konsorten sind, kann zumindest angezweifelt werden.
Wir werden es erleben.
In der SPÖ ist dabei eindeutig der innere Widerspruch zwischen Reform und Revolution zu einer Abkehr von Politik für Menschen in prekärer Situation, Arbeiter/Innen und Arbeitnehmer/Innen hingehend zu einer Staatspartei vollzogen worden.
Das führt natürlich einerseits dazu, dass die Sozialdemokratie bei Weitem nicht mehr so aneckt, wie das womöglich unter Otto Bauer und Konsorten war, andererseits geht der Partei auch der typische Prolet in Richtung FPÖ verloren.
Die ÖVP ihrerseits war ja in Wirklichkeit nie eine Partei mit dem Anspruch, dauerhaft mehrheitsfähig zu sein. Dennoch schaffte sie es immer wieder, trotzdem lediglich Politik für 5% der Bevölkerung beworben wurde, den Bundeskanzler zu stellen.
Junge und konstruktive Kräfte wurden lange Zeit komplett blockiert und wurden von Schüssel und Konsorten unterdrückt. Nun ist die Schüssel- Ära vorbei und Pröll versucht der Partei, ein neues
Gesicht zu verpassen. Damit einher geht natürlich immer noch der Umstand, dass ganz Österreich an den Altlasten der schwarz- blauen Regierungskatastrophe zu knabbern hat.
Pröll zeigt sich durchaus kooperativ und lässt ebenfalls mit sich reden. Dabei ist nicht nur innerparteilich gemeint, sondern auch extern.
Es scheint also der Versuch einer neuen Sozialpartnerschaft auf zu blühen. Nicht ohne Wehmut, hat doch die ÖVP unter Schüssel, teilweise bereits unter Busek diese Partnerschaft einseitig aufgekündigt.
In Wahrheit gilt es allerdings nicht nur, Wohlfühl- und Sonnenscheinpolitik an den Tag zu legen, sondern vielmehr auch die eigenen verkrusteten Parteistrukturen an die gegenwärtigen Anforderungen anzupassen.
Diese verkrusteten Strukturen sind nicht nur ein Phänomen der Politik, sondern betreffen in Österreich, insbesondere in Wien auch die staatliche Bürokratie.
In diesem Zusammenhang möchte ich jetzt keine Leistungs- und Ellbogengesellschaft einfordern.
Diese Zeiten sind hoffentlich endgültig vorbei, insbesondere insofern bedacht wird, wo sie uns sozial, menschlich, gesellschafts- und wirtschaftspolitisch hingeführt haben.
Vielmehr wünsche ich mir die notwendige Selbstreflexion, den nötigen Mumm, um institutionalisierte Missstände aus dem Weg zu räumen. Neue Ideen müssen endlich Einkehr in den politischen Raum Österreichs finden. Und dabei dürfen wir es nicht immer den rechtspopulistischen Parteien überlassen, die Menschen auf innovative Art und Weise abzuholen.
Ob alteingesessene Modelle wie wiedergekäute Sozialpartnerschaften usw. das richtige Mittel gegen Strache und Konsorten sind, kann zumindest angezweifelt werden.
Wir werden es erleben.
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Dienstag, 17. März 2009
Das Homofoul
Homophobie hat den nicht mehr so akzeptierten Rassismus am Fußballplatz endgültig ersetzt. Gut in Erinnerung ist der Fall eines Spielers, der mit 6 Spielen Sperre zu rechnen hatte, weil er einen Spieler als „schwarze Sau“ betitelt haben soll. Als er während der Einvernahme beteuerte, dass er lediglich „schwule Sau“ geschimpft habe, bekam er lediglich 3 Spiele Sperre.
Dies ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Schwul wird als Schimpfwort akzeptiert und damit ist der Homophobie Tür und Tor geöffnet.
Unlängst am Sportklubplatz wurde der linke Verein Wiener Sportklub mit Fangesängen der FAC- Fans „begrüßt“, die Homophobie pur darstellten. „Schwuler WSK“ wurde gesungen und die Fans der Friedhofstribüne handelten schnell und stimmten in die Gesänge mit ein. Sie betitelten sich selbst als schwul und in diesem Zusammenhang habe ich noch niemals eine schönere Geste gegen Homophobie erlebt, insbesondere an einer dermaßen männlich dominierten Stätte, dem Fußballplatz.
Homosexualität ist am Fußballplatz immer noch ein No- Go, wird verschwiegen und unterdrückt. Es ist unvorstellbar, dass es keine schwulen Fußballer gibt. Es haben sich lediglich noch nie welche geoutet.
Gegenwärtig werden Ermittlungen gegen Marko Arnatouvic, dem österreichischen Nationalteamspieler in den Diensten von Twente Enschede angestellt. Er habe einen Gegenspieler als Nigger beschimpft.
Bei Rassismus wird mittlerweile zumindest seitens der Spieler sehr schnell untersucht. In diesem Zusammenhang wird noch enorm unterschieden zwischen Fans und Spielern. Urwaldgeräusche, insofern ein schwarzer Spieler am Ball ist, 88- Transparente, die der geheime Code für den nationalsozialistischen Gruß im Wortlaut darstellen, usw. sind leider noch nicht aus den österreichischen Stadien verbannt.
Dennoch darf auch der Homophobie nicht länger mit verschlossenen Augen und Ohren begegnet werden. Was wäre passiert, insofern Arnatouvic als schwul definiert worden wäre? Gäbe es einen ähnlichen Aufschrei?
Es ist nur zu wünschen, insofern fair-play, Anti- Sexismus, Anti- Homophobie, Anti- Rassismus und Toleranz nicht nur als Ideal im Sport angekündigt, sondern auch in Zukunft tatsächlich gelebt wird. Dazu reichen nicht nur Aktionen von vereinzelten Initiativen, sondern insbesondere die Sensibilisierung der Spieler, Fans und Trainern.
Dies ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Schwul wird als Schimpfwort akzeptiert und damit ist der Homophobie Tür und Tor geöffnet.
Unlängst am Sportklubplatz wurde der linke Verein Wiener Sportklub mit Fangesängen der FAC- Fans „begrüßt“, die Homophobie pur darstellten. „Schwuler WSK“ wurde gesungen und die Fans der Friedhofstribüne handelten schnell und stimmten in die Gesänge mit ein. Sie betitelten sich selbst als schwul und in diesem Zusammenhang habe ich noch niemals eine schönere Geste gegen Homophobie erlebt, insbesondere an einer dermaßen männlich dominierten Stätte, dem Fußballplatz.
Homosexualität ist am Fußballplatz immer noch ein No- Go, wird verschwiegen und unterdrückt. Es ist unvorstellbar, dass es keine schwulen Fußballer gibt. Es haben sich lediglich noch nie welche geoutet.
Gegenwärtig werden Ermittlungen gegen Marko Arnatouvic, dem österreichischen Nationalteamspieler in den Diensten von Twente Enschede angestellt. Er habe einen Gegenspieler als Nigger beschimpft.
Bei Rassismus wird mittlerweile zumindest seitens der Spieler sehr schnell untersucht. In diesem Zusammenhang wird noch enorm unterschieden zwischen Fans und Spielern. Urwaldgeräusche, insofern ein schwarzer Spieler am Ball ist, 88- Transparente, die der geheime Code für den nationalsozialistischen Gruß im Wortlaut darstellen, usw. sind leider noch nicht aus den österreichischen Stadien verbannt.
Dennoch darf auch der Homophobie nicht länger mit verschlossenen Augen und Ohren begegnet werden. Was wäre passiert, insofern Arnatouvic als schwul definiert worden wäre? Gäbe es einen ähnlichen Aufschrei?
Es ist nur zu wünschen, insofern fair-play, Anti- Sexismus, Anti- Homophobie, Anti- Rassismus und Toleranz nicht nur als Ideal im Sport angekündigt, sondern auch in Zukunft tatsächlich gelebt wird. Dazu reichen nicht nur Aktionen von vereinzelten Initiativen, sondern insbesondere die Sensibilisierung der Spieler, Fans und Trainern.
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Donnerstag, 12. März 2009
Rache an den Gewinner/Innen
In den letzten Tagen wurde die Welt erneut durch Amokläufe schockiert. Insbesondere der Amoklauf in Deutschland schlägt hohe Wellen. Dabei besonders auffällig ist, dass die Diskussion nach dem ersten Schock zumeist sofort auf die Videospiele usw. der Täter gelenkt wird.
Dabei zumeist völlig ausgeblendet wird der offensichtlichste Zusammenhang zwischen Erfurt, Columbine oder der aktuelle Fall- die Institution Schule. In der Schule wird bereits das zukünftige Leben im Leistungsstaat suggeriert. Es gibt Gewinner und Verlierer.
Besonders schlimm ist in diesem Zusammenhang, dass die Verlierer im System der Schule nicht nur ihre gegenwärtigen, sondern auch ihre zukünftigen Perspektiven verlieren, sowie in vielen Fällen ihr soziales Umfeld.
Während erwachsene Menschen zumeist im Falle einer Kündigung ihr menschliches Umfeld nicht unmittelbar verlieren, da sie sich bereits im Privatleben mitunter festigen konnten und aufgefangen werden, geht es den Verlierern unter den Schülern nicht so.
Ein Schüler, der seine Ausbildung nicht abschließen kann, verliert in vielen Fällen Alles. Er fällt aus jedem sozialen Zusammenhalt heraus, hat keine Perspektiven mehr und das traurige daran: All das haben wenige, zumeist willkürliche Menschen in der Hand.
Ein Lehrer, ein Direktor usw. kann eine Existenz zerstören, bevor sie überhaupt in das Berufsleben einsteigt. Dabei denkt er oder sie sich zumeist gar Nichts.
Lehrer wie Professor Kupfer aus „Der Schüler Gerber“ sind Tatsache und immer wieder traurige Realität.
Teilweise hängen Existenzen an einem fehlenden Punkt auf eine Schularbeit oder eine unbedachte Äußerung, die zu einer Lawine an Gemeinheiten und Verbrechen an den Schüler, an dem Schüler, an der Schülerin führt.
Insofern analysiert werden soll, warum Amokläufe passieren muss die Gesellschaft herangezogen werden. Ein Mensch wird nicht als Verlierer, als Amokläufer geboren- zumeist gibt es zahlreiche Hinweise darauf, dass Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit vorherrscht, aber in Zeiten der Ellbogengesellschaft wurde uns gelehrt, dass wir nicht auf Andere, sondern nur auf Uns schauen dürfen.
Und so verhungern noch immer, tagtäglich unzählige Schüler und Schülerinnen emotional und sozial in den Klassen. Dabei wird noch immer nur hauptsächlich die Frage gestellt, inwiefern solche Verlierer in irgendeiner Form in ein Arbeitsverhältnis gebracht werden können, statt ihnen bei zu stehen und wirklich zu helfen. Das Alles in einer Gesellschaft, die immer noch in Gewinner und Verlierer aufteilt.
Dabei zumeist völlig ausgeblendet wird der offensichtlichste Zusammenhang zwischen Erfurt, Columbine oder der aktuelle Fall- die Institution Schule. In der Schule wird bereits das zukünftige Leben im Leistungsstaat suggeriert. Es gibt Gewinner und Verlierer.
Besonders schlimm ist in diesem Zusammenhang, dass die Verlierer im System der Schule nicht nur ihre gegenwärtigen, sondern auch ihre zukünftigen Perspektiven verlieren, sowie in vielen Fällen ihr soziales Umfeld.
Während erwachsene Menschen zumeist im Falle einer Kündigung ihr menschliches Umfeld nicht unmittelbar verlieren, da sie sich bereits im Privatleben mitunter festigen konnten und aufgefangen werden, geht es den Verlierern unter den Schülern nicht so.
Ein Schüler, der seine Ausbildung nicht abschließen kann, verliert in vielen Fällen Alles. Er fällt aus jedem sozialen Zusammenhalt heraus, hat keine Perspektiven mehr und das traurige daran: All das haben wenige, zumeist willkürliche Menschen in der Hand.
Ein Lehrer, ein Direktor usw. kann eine Existenz zerstören, bevor sie überhaupt in das Berufsleben einsteigt. Dabei denkt er oder sie sich zumeist gar Nichts.
Lehrer wie Professor Kupfer aus „Der Schüler Gerber“ sind Tatsache und immer wieder traurige Realität.
Teilweise hängen Existenzen an einem fehlenden Punkt auf eine Schularbeit oder eine unbedachte Äußerung, die zu einer Lawine an Gemeinheiten und Verbrechen an den Schüler, an dem Schüler, an der Schülerin führt.
Insofern analysiert werden soll, warum Amokläufe passieren muss die Gesellschaft herangezogen werden. Ein Mensch wird nicht als Verlierer, als Amokläufer geboren- zumeist gibt es zahlreiche Hinweise darauf, dass Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit vorherrscht, aber in Zeiten der Ellbogengesellschaft wurde uns gelehrt, dass wir nicht auf Andere, sondern nur auf Uns schauen dürfen.
Und so verhungern noch immer, tagtäglich unzählige Schüler und Schülerinnen emotional und sozial in den Klassen. Dabei wird noch immer nur hauptsächlich die Frage gestellt, inwiefern solche Verlierer in irgendeiner Form in ein Arbeitsverhältnis gebracht werden können, statt ihnen bei zu stehen und wirklich zu helfen. Das Alles in einer Gesellschaft, die immer noch in Gewinner und Verlierer aufteilt.
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Donnerstag, 5. März 2009
Auftakt zum Projekt: Rückkehr ins Profigeschäft

Morgen beginnt die Rückrunde der Regional Liga Ost und mit ihr die Hoffnung, dass der Wiener Sportklub endlich wieder aufsteigt.
Jahrzehntelang verfolge ich mittlerweile das Schicksal dieses Vereins. Dabei gab es viele Tiefpunkte, und mindestens ähnlich viele Höhepunkte. Zu meinen persönlichen Höhepunkten zähle ich den Sieg des Wiener Sportklub gegen den damaligen Meisterschaftskonkurrenten Kottingbrunn, in Kottingbrunn und hart erkämpft.
Das es danach trotzdem Nichts mit dem Aufstieg wurde, ist in weiterer Folge im Laufe der Jahre in der Erinnerung nahezu verschwunden.
Des Weiteren erlebte ich zwei wunderschöne Meistertitel, einen in der Wienerliga und in weiterer Folge einen in der Regionalliga.
Der Wiener Sportklub ist womöglich nicht die höchste fussballerische Qualität, aber menschlich gesehen, ist dieser Verein immer Champions Leauge. Um so unverständlicher ist für mich die Entscheidung von Halil Akaslan, den Sportklub in Richtung Floridsdorf zu verlassen.
Aber mittlerweile ist offensichtlich Vereinstreue immer seltener an zu treffen. Dabei wäre im Fall Akaslan sogar die sportliche Perspektive in Dornbach wesentlich besser gewesen.
Morgen jedenfalls trifft der WSK auf den FAC, allerdings ohne Akaslan, der gesperrt ist.
Insbesondere aufgrund der ab nächstem Jahr in Kraft tretenden Regelung, dass die Meister aus den Regionalligen nicht automatisch in die zweit höchste Spielklasse aufsteigen, ist diese Rückrunde besonders wichtig für meinen Lieblingsverein.
An dieser Stelle soll jetzt nicht die polemische Weisung „Jetzt oder nie“ zu strapaziert werden, denn in Wahrheit ist es für keinen Verein jemals zu spät, ja selbst dann nicht, insofern er sich neu gründen muss.
Aber diese eine Chance am Schopf zu packen und direkt aufzusteigen ist besonders anstrebenswert, und die Möglichkeit existiert für den Dornbacher Traditionsverein.
Jahrzehntelang verfolge ich mittlerweile das Schicksal dieses Vereins. Dabei gab es viele Tiefpunkte, und mindestens ähnlich viele Höhepunkte. Zu meinen persönlichen Höhepunkten zähle ich den Sieg des Wiener Sportklub gegen den damaligen Meisterschaftskonkurrenten Kottingbrunn, in Kottingbrunn und hart erkämpft.
Das es danach trotzdem Nichts mit dem Aufstieg wurde, ist in weiterer Folge im Laufe der Jahre in der Erinnerung nahezu verschwunden.
Des Weiteren erlebte ich zwei wunderschöne Meistertitel, einen in der Wienerliga und in weiterer Folge einen in der Regionalliga.
Der Wiener Sportklub ist womöglich nicht die höchste fussballerische Qualität, aber menschlich gesehen, ist dieser Verein immer Champions Leauge. Um so unverständlicher ist für mich die Entscheidung von Halil Akaslan, den Sportklub in Richtung Floridsdorf zu verlassen.
Aber mittlerweile ist offensichtlich Vereinstreue immer seltener an zu treffen. Dabei wäre im Fall Akaslan sogar die sportliche Perspektive in Dornbach wesentlich besser gewesen.
Morgen jedenfalls trifft der WSK auf den FAC, allerdings ohne Akaslan, der gesperrt ist.
Insbesondere aufgrund der ab nächstem Jahr in Kraft tretenden Regelung, dass die Meister aus den Regionalligen nicht automatisch in die zweit höchste Spielklasse aufsteigen, ist diese Rückrunde besonders wichtig für meinen Lieblingsverein.
An dieser Stelle soll jetzt nicht die polemische Weisung „Jetzt oder nie“ zu strapaziert werden, denn in Wahrheit ist es für keinen Verein jemals zu spät, ja selbst dann nicht, insofern er sich neu gründen muss.
Aber diese eine Chance am Schopf zu packen und direkt aufzusteigen ist besonders anstrebenswert, und die Möglichkeit existiert für den Dornbacher Traditionsverein.
Montag, 2. März 2009
Die Sonne geht in Kärnten wieder auf
Man braucht sich in Kärnten gar Nichts vormachen. In Wahrheit hat nahezu Niemand den aktuellen Landeshauptmann, sondern viel mehr den aus eigenem Verschulden verstorbenen Haider gewählt. Das BZÖ ist auch nicht davor zurück gewichen, den toten Haider als Wahlsiegmaschinerie zu instrumentalisieren.
Man muss sehr tief in die Seele der Kärntner und Kärntnerinnen blicken, um die Motive für die Wahl eines Toten aufzuzeigen. Die Kärntner/Innen sind in sich tief gespalten. Dazu trägt teilweise ein eigenes, tief sitzendes Minderwertigkeitsgefühl aufgrund etwaiger, slowenischer Wurzeln bei, sowie eine häufige Differenzierung zwischen „Wir Kärntnern“ und denen aus Wien.
Unvergessen sind den Kärntnern ihr langjähriger Landeshauptmann Haider, der Kärnten immer vor „Wien“ beschützt hat. Besonders interessant ist dabei auch die eigene Wahrnehmung von Kärnten. Während sich viele Menschen aus anderen Bundesländern wundern, wie ein Mensch wie Dörfler dermaßen viele Stimmen bekommen kann, der an politischer Ungeschicktheit nahezu an den ehemaligen Bundeskanzler Gusenbauer erinnert, ist in Kärnten offensichtlich Alles egal, so lange bloß kein sozialdemokratischer Mensch die Politik des Bundeslandes leitet.
Besonders auffällig ist auch, dass sich das BZÖ in Kärnten viele Stimmen aus dem Pool der SPÖ schnappte, während in den anderen Bundesländern die Partei hauptsächlich aus dem Wählerteich der ÖVP fischte.
Auf Dauer prognostiziere ich dem BZÖ allerdings keine Zukunft. Der Tod Jörg Haiders war noch zu intensiv in den Gedanken der Menschen eingegraben, doch in Zukunft wird das Bündnis ohne Führungspersönlichkeit bzw. ohne konkreten Inhalt in der harten, politischen Realität ankommen und höchstwahrscheinlich in der Bedeutungslosigkeit versinken.
In der harten Realität angekommen ist unterdessen die SPÖ. Gerade während der Weltwirtschaftskrise und der akuten Arbeitslosigkeit müsste die Arbeiterpartei besonders zu legen. Statt dessen legten insbesondere die rechten Parteien, zu denen ich auch die ÖVP zähle, zu. Offensichtlich hat die SPÖ ein Problem mit ihrem Klientel.
Man muss sehr tief in die Seele der Kärntner und Kärntnerinnen blicken, um die Motive für die Wahl eines Toten aufzuzeigen. Die Kärntner/Innen sind in sich tief gespalten. Dazu trägt teilweise ein eigenes, tief sitzendes Minderwertigkeitsgefühl aufgrund etwaiger, slowenischer Wurzeln bei, sowie eine häufige Differenzierung zwischen „Wir Kärntnern“ und denen aus Wien.
Unvergessen sind den Kärntnern ihr langjähriger Landeshauptmann Haider, der Kärnten immer vor „Wien“ beschützt hat. Besonders interessant ist dabei auch die eigene Wahrnehmung von Kärnten. Während sich viele Menschen aus anderen Bundesländern wundern, wie ein Mensch wie Dörfler dermaßen viele Stimmen bekommen kann, der an politischer Ungeschicktheit nahezu an den ehemaligen Bundeskanzler Gusenbauer erinnert, ist in Kärnten offensichtlich Alles egal, so lange bloß kein sozialdemokratischer Mensch die Politik des Bundeslandes leitet.
Besonders auffällig ist auch, dass sich das BZÖ in Kärnten viele Stimmen aus dem Pool der SPÖ schnappte, während in den anderen Bundesländern die Partei hauptsächlich aus dem Wählerteich der ÖVP fischte.
Auf Dauer prognostiziere ich dem BZÖ allerdings keine Zukunft. Der Tod Jörg Haiders war noch zu intensiv in den Gedanken der Menschen eingegraben, doch in Zukunft wird das Bündnis ohne Führungspersönlichkeit bzw. ohne konkreten Inhalt in der harten, politischen Realität ankommen und höchstwahrscheinlich in der Bedeutungslosigkeit versinken.
In der harten Realität angekommen ist unterdessen die SPÖ. Gerade während der Weltwirtschaftskrise und der akuten Arbeitslosigkeit müsste die Arbeiterpartei besonders zu legen. Statt dessen legten insbesondere die rechten Parteien, zu denen ich auch die ÖVP zähle, zu. Offensichtlich hat die SPÖ ein Problem mit ihrem Klientel.
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Mittwoch, 25. Februar 2009
Die Oskarverleihung 2009 und Jerry Lewis
Nach der Oskarverleihung 2009 bleibt ebenso wie der Opernball in Wien ein seltsamer Nachgeschmack. Im Zeichen der Weltwirtschaftskrise verzichteten die Stars auf ein wenig Prunk, ebenso wie die Politiker/Innen am Opernball auf zu hohe Ausgaben verzichteten.
Neben dem bereits erwarteten Oskar für den verstorbenen Heath Ledger, aufgrund seiner letzten Rolle als „Joker“. Persönlich empfand ich seine schauspielerische Leistung in Brokeback Mountain wesentlich beeindruckender, als in der Batman- Verfilmung.
Der berühmte Alt- Komiker Jerry Lewis erhielt bei der Oskar- Verleihung einen Ehrenpreis für seine humanitären Verdienste. Im Zeichen seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Schauspieler und Komiker sammelte Lewis mehr als 2 Milliarden Dollar für Menschen mit Muskelschwund. In diesem Zusammenhang war er bereits für den Friedensnobelpreis nominiert, den er letztendlich nicht erhielt.
Dabei ist es sensationell, dass der jahrelange Wegbegleiter von Dean Martin überhaupt noch die Auszeichnung lebend mit bekommt. Lewis litt bereits an Prostatakrebs, einer Magenblutung, zwei Herzinfarkten, einer schweren Lungenkrankheit, war bereits im Jahre 1982 für 17 Sekunden klinisch tot und aufgrund eines Unfalls während Dreharbeiten an schweren, chronischen Rückenschmerzen, die ihn mehrfach an Selbstmord denken ließen. Des Weiteren war Lewis lange Zeit tablettensüchtig.
Lewis scheint demzufolge nicht nur auf der Bühne mehr als zwei Leben zu haben.
Neben dem bereits erwarteten Oskar für den verstorbenen Heath Ledger, aufgrund seiner letzten Rolle als „Joker“. Persönlich empfand ich seine schauspielerische Leistung in Brokeback Mountain wesentlich beeindruckender, als in der Batman- Verfilmung.
Der berühmte Alt- Komiker Jerry Lewis erhielt bei der Oskar- Verleihung einen Ehrenpreis für seine humanitären Verdienste. Im Zeichen seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Schauspieler und Komiker sammelte Lewis mehr als 2 Milliarden Dollar für Menschen mit Muskelschwund. In diesem Zusammenhang war er bereits für den Friedensnobelpreis nominiert, den er letztendlich nicht erhielt.
Dabei ist es sensationell, dass der jahrelange Wegbegleiter von Dean Martin überhaupt noch die Auszeichnung lebend mit bekommt. Lewis litt bereits an Prostatakrebs, einer Magenblutung, zwei Herzinfarkten, einer schweren Lungenkrankheit, war bereits im Jahre 1982 für 17 Sekunden klinisch tot und aufgrund eines Unfalls während Dreharbeiten an schweren, chronischen Rückenschmerzen, die ihn mehrfach an Selbstmord denken ließen. Des Weiteren war Lewis lange Zeit tablettensüchtig.
Lewis scheint demzufolge nicht nur auf der Bühne mehr als zwei Leben zu haben.
Dienstag, 24. Februar 2009
Heinz Erhardt

Am 20. Februar dieses Jahres wäre der Humorist, Dichter, Musiker und Schauspieler Heinz Erhardt 100 Jahre alt geworden. Tatsächlich verstarb Erhardt bereits vor nahezu 30 Jahren, am 5. Juni 1979. Zuvor litt er bereits über 8 Jahre an den Nachwehen eines Schlaganfalls, der sein Sprachzentrum unwiederbringlich geschädigt und ihn halbseitig gelähmt hatte.
Insbesondere für Erhardt, der durch seinen Wortwitz und seine Gestik eine einzigartige Bühnen- und Filmpräsenz an den Tag legte, war der Verlust der Stimme ein schwer verdaulicher Schicksalsschlag.
Auch Erhardt hat mit vielen anderen Künstlern und Künstlerinnen gemeinsam, dass er niemals Abitur machte und seine Schule abbrach. Allerdings kam er aus bürgerlichem Hause, und konnte seine berufliche Laufbahn im Musikgeschäft des Großvaters beginnen. Trotzdem war es im eigentlichen Sinne die Musik, die Oper, die Dichtkunst und die humoristischen Einlagen, die es ihm angetan hatten.
Geboren wurde Erhardt in Riga, der gegenwärtigen Hauptstadt von Lettland. Endgültig verschlug es dem deutschen Komiker nach Deutschland, nachdem er 19jährig das Gymnasium endgültig schmiss, und das bereits erwähnte Musikgeschäft des Großvaters in Leipzig aufsuchte, um dort eine Lehre zu starten.
Unvergesslich bleiben die Lieder von Erhardt. Besonders wach ist die Erinnerung, insofern an das Lied gedacht wird, dass Erhardt am Klavier sitzend trällert, in einem seiner bekannten und lustigen Filme. Es geht in etwa so: „…und wenn ich dann noch traurig bin, trink ich noch ein Korn, und wenn ich dann noch traurig bin, fang ich an von vorn.“
Leider konnte er dieses Lied für seine eigene Lebensphilosophie im Winter seines Daseins nicht anwenden. Dennoch arbeitete er auch nach seinem Schlaganfall Anfang der 70er Jahre an der Oper „Noch ne Oper“.
Einen Tag nach Erhardts 70. Geburtstag, wurde diese Oper im ZDF ausgestrahlt.
Die Humoristik, der Stil der Erhardt- Komödien und die Ausstrahlung des Protagonisten sind einzigartig und sind trotzdem, oder womöglich gerade aufgrund dessen, unvergessen und werden auch heutzutage immer noch gezeigt und gern gesehen.
Das gelegentliche Spießbürgertum, das Erhardt zumeist entweder in seiner eigenen Person, oder zumindest durch seine Familie, verkörperte, konnte durchaus als übertriebene Darstellung der Wirklichkeit gedeutet werden.
Schließlich beendete Erhardt seine filmische Karriere auch nach seinem Schlaganfall Anfang der 70er Jahre, dem Beginn der 1968er und sozialrevolutionären Aufruhr auf den Universitäten und den verschiedensten Straßen dieser Erde.
Als ein ebenso charismatischer, wortgewandter und dichterisch begabter Mensch, und dementsprechend durchaus als Nachfolger betrachtet werden kann der Mann, der mit Künstlernamen Loriot heißt. Trotzdem natürlich die Komödien in einer anderen Zeit angesiedelt, und die Pointen in den Gedichten einen eigenen Stempel aufweisen, setzte Loriot durchaus die Tradition auf leicht transformierte Art und Weise fort. Gut möglich, dass dem Künstler Loriot auf diesem Blog ebenfalls ein Eintrag gewidmet werden wird.
Insbesondere für Erhardt, der durch seinen Wortwitz und seine Gestik eine einzigartige Bühnen- und Filmpräsenz an den Tag legte, war der Verlust der Stimme ein schwer verdaulicher Schicksalsschlag.
Auch Erhardt hat mit vielen anderen Künstlern und Künstlerinnen gemeinsam, dass er niemals Abitur machte und seine Schule abbrach. Allerdings kam er aus bürgerlichem Hause, und konnte seine berufliche Laufbahn im Musikgeschäft des Großvaters beginnen. Trotzdem war es im eigentlichen Sinne die Musik, die Oper, die Dichtkunst und die humoristischen Einlagen, die es ihm angetan hatten.
Geboren wurde Erhardt in Riga, der gegenwärtigen Hauptstadt von Lettland. Endgültig verschlug es dem deutschen Komiker nach Deutschland, nachdem er 19jährig das Gymnasium endgültig schmiss, und das bereits erwähnte Musikgeschäft des Großvaters in Leipzig aufsuchte, um dort eine Lehre zu starten.
Unvergesslich bleiben die Lieder von Erhardt. Besonders wach ist die Erinnerung, insofern an das Lied gedacht wird, dass Erhardt am Klavier sitzend trällert, in einem seiner bekannten und lustigen Filme. Es geht in etwa so: „…und wenn ich dann noch traurig bin, trink ich noch ein Korn, und wenn ich dann noch traurig bin, fang ich an von vorn.“
Leider konnte er dieses Lied für seine eigene Lebensphilosophie im Winter seines Daseins nicht anwenden. Dennoch arbeitete er auch nach seinem Schlaganfall Anfang der 70er Jahre an der Oper „Noch ne Oper“.
Einen Tag nach Erhardts 70. Geburtstag, wurde diese Oper im ZDF ausgestrahlt.
Die Humoristik, der Stil der Erhardt- Komödien und die Ausstrahlung des Protagonisten sind einzigartig und sind trotzdem, oder womöglich gerade aufgrund dessen, unvergessen und werden auch heutzutage immer noch gezeigt und gern gesehen.
Das gelegentliche Spießbürgertum, das Erhardt zumeist entweder in seiner eigenen Person, oder zumindest durch seine Familie, verkörperte, konnte durchaus als übertriebene Darstellung der Wirklichkeit gedeutet werden.
Schließlich beendete Erhardt seine filmische Karriere auch nach seinem Schlaganfall Anfang der 70er Jahre, dem Beginn der 1968er und sozialrevolutionären Aufruhr auf den Universitäten und den verschiedensten Straßen dieser Erde.
Als ein ebenso charismatischer, wortgewandter und dichterisch begabter Mensch, und dementsprechend durchaus als Nachfolger betrachtet werden kann der Mann, der mit Künstlernamen Loriot heißt. Trotzdem natürlich die Komödien in einer anderen Zeit angesiedelt, und die Pointen in den Gedichten einen eigenen Stempel aufweisen, setzte Loriot durchaus die Tradition auf leicht transformierte Art und Weise fort. Gut möglich, dass dem Künstler Loriot auf diesem Blog ebenfalls ein Eintrag gewidmet werden wird.
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Donnerstag, 19. Februar 2009
Sozial Is MUSS
In den letzten Tagen kam es zu einem zweiten Anlauf in Venezuela, die Gesetzeslage so zu ändern, dass der Präsident Hugo Chavez unbegrenzt wählbar ist. Ein Umstand, den konservative und rechtspolitisch orientierte Menschen als gefährlich für die Demokratie halten, ist in Wahrheit im eigentlichen Sinne lediglich eine Annäherung an europäische Verhältnisse im lateinamerikanischen Lande Venezuela. Schließlich sind in Österreich Kanzler auch nicht auf ein oder zwei Legislaturperioden begrenzt.
Selbstverständlich ist Vielfalt und die Möglichkeit zur Umorientierung ein wichtiges Kriterium für eine funktionierende Demokratie. Chavez machte sich in dem Referendum, dem 54% der Bevölkerung zustimmten nicht zu einem endgültigen, unabwählbaren maximo lider, sondern lediglich auf unbegrenzte Zeit wählbar.
Und tatsächlich ist mit Venezuela ein neues sozialistisches System aufgebaut worden, dass selbst Putschisten im Militärstreik 2002 und in Generalstreiks nicht brechen konnten. In diesem Zusammenhang kann Chavez insbesondere auf die ärmeren Bevölkerungsteile zählen, die auf einzigartige Art und Weise den bereits erwähnten Militärputsch, inklusive illegaler Verhaftung des Präsidenten ein Bein stellten und ihren Präsidenten zurück zur Macht führten.
Nachdem durch den Zusammenbruch des Realsozialismus Kuba der geeignete, starke Partner gegen die aggressive Politik der USA abhanden gekommen war, fand der bereits stark gealterte Castro in Venezuela einen neuen starken Partner.
Die gegenseitigen Kooperationen belaufen sich zum Beispiel im Tauschhandel Kubanische Ärzte gegen finanzielle Unterstützung seitens Venezuela.
Es lässt sich nicht verleugnen, dass es den Menschen in den sozialistisch geführten Ländern in Lateinamerika definitiv am Besten geht. So hat Kuba zum Beispiel eine wesentlich bessere Gesundheitspolitik als die USA und demzufolge eine niedrigere Kindersterblichkeitsrate, sowie billigere Medizin. Dies trotzdem Kuba ein Dritte- Welt- Land ist und seit der kubanischen Revolution von Castro und Che Guevara unter Isolation leidet, da die USA Kooperation mit Kuba wirtschaftlich sanktioniert, sowie grundsätzlich Embargos verhängt wurden.
Dies hängt Alles zusammen mit dem fehlgeschlagenen Eroberungsversuch der USA in der Schweinebucht, sowie der ungewollten Absetzung des faschistischen Diktators Batista durch die Bewegung Castros.
Um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen: Gegenwärtig stellen die Hochburgen des Sozialismus Venezuela, Kuba , sowie Evo Morales in Bolivien dar. Das korrumpierte China hat schon die Grundfesten des Sozialismus, insbesondere durch die letzten Schritte der Kulturrevolution, verloren und um am Futtertrog der Macht zu bleiben wurden von der Einheitspartei ohnehin bereits vor langer Zeit jede Form von Idealismus verraten.
Daneben gibt es noch ein Regime in Nordkorea, dass allein aufgrund der Definition „Regime“ bezüglich der Qualität der ideologischen Ausrichtung bereits unmissverständlich eingeordnet werden kann.
Mit wachsender Aufmerksamkeit gilt es, die Entwicklungen in Venezuela zu beobachten. Die Beziehungen zwischen Venezuela und den USA dürften sich wohl kaum verbessern. Anders soll es sich in diesem Zusammenhang mit den Beziehungen zwischen den USA und Kuba verhalten. Nachdem es seit dem Tod von Kennedy unter Einbeziehung kurzer Ruhepausen immer nur noch zu größeren Schikanen der USA gegen Kuba gekommen war, deutete der neue US Präsident Obama Annäherungen an.
Sobald es Entwicklungen in dieser Thematik zu berichten gibt,wird sich dieser Blog erneut damit befassen.
Selbstverständlich ist Vielfalt und die Möglichkeit zur Umorientierung ein wichtiges Kriterium für eine funktionierende Demokratie. Chavez machte sich in dem Referendum, dem 54% der Bevölkerung zustimmten nicht zu einem endgültigen, unabwählbaren maximo lider, sondern lediglich auf unbegrenzte Zeit wählbar.
Und tatsächlich ist mit Venezuela ein neues sozialistisches System aufgebaut worden, dass selbst Putschisten im Militärstreik 2002 und in Generalstreiks nicht brechen konnten. In diesem Zusammenhang kann Chavez insbesondere auf die ärmeren Bevölkerungsteile zählen, die auf einzigartige Art und Weise den bereits erwähnten Militärputsch, inklusive illegaler Verhaftung des Präsidenten ein Bein stellten und ihren Präsidenten zurück zur Macht führten.
Nachdem durch den Zusammenbruch des Realsozialismus Kuba der geeignete, starke Partner gegen die aggressive Politik der USA abhanden gekommen war, fand der bereits stark gealterte Castro in Venezuela einen neuen starken Partner.
Die gegenseitigen Kooperationen belaufen sich zum Beispiel im Tauschhandel Kubanische Ärzte gegen finanzielle Unterstützung seitens Venezuela.
Es lässt sich nicht verleugnen, dass es den Menschen in den sozialistisch geführten Ländern in Lateinamerika definitiv am Besten geht. So hat Kuba zum Beispiel eine wesentlich bessere Gesundheitspolitik als die USA und demzufolge eine niedrigere Kindersterblichkeitsrate, sowie billigere Medizin. Dies trotzdem Kuba ein Dritte- Welt- Land ist und seit der kubanischen Revolution von Castro und Che Guevara unter Isolation leidet, da die USA Kooperation mit Kuba wirtschaftlich sanktioniert, sowie grundsätzlich Embargos verhängt wurden.
Dies hängt Alles zusammen mit dem fehlgeschlagenen Eroberungsversuch der USA in der Schweinebucht, sowie der ungewollten Absetzung des faschistischen Diktators Batista durch die Bewegung Castros.
Um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen: Gegenwärtig stellen die Hochburgen des Sozialismus Venezuela, Kuba , sowie Evo Morales in Bolivien dar. Das korrumpierte China hat schon die Grundfesten des Sozialismus, insbesondere durch die letzten Schritte der Kulturrevolution, verloren und um am Futtertrog der Macht zu bleiben wurden von der Einheitspartei ohnehin bereits vor langer Zeit jede Form von Idealismus verraten.
Daneben gibt es noch ein Regime in Nordkorea, dass allein aufgrund der Definition „Regime“ bezüglich der Qualität der ideologischen Ausrichtung bereits unmissverständlich eingeordnet werden kann.
Mit wachsender Aufmerksamkeit gilt es, die Entwicklungen in Venezuela zu beobachten. Die Beziehungen zwischen Venezuela und den USA dürften sich wohl kaum verbessern. Anders soll es sich in diesem Zusammenhang mit den Beziehungen zwischen den USA und Kuba verhalten. Nachdem es seit dem Tod von Kennedy unter Einbeziehung kurzer Ruhepausen immer nur noch zu größeren Schikanen der USA gegen Kuba gekommen war, deutete der neue US Präsident Obama Annäherungen an.
Sobald es Entwicklungen in dieser Thematik zu berichten gibt,wird sich dieser Blog erneut damit befassen.
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Samstag, 14. Februar 2009
Der grüne Weg ins Ungewisse

Ursprünglich sind die Grünen gegründet worden, Umweltpolitik und gesellschaftspolitisch liberale und freie Ideen zu vertreten. Unter ihnen waren und sind immer noch viele Umweltaktivist/Innen, Frauen die Gender- Politik betreiben, Menschen die gegen die häufig noch auftretende, österreichische Homophobie auftreten usw.
Im Laufe der Zeit bildete sich unter den langjährigen Parteiobmann van der Bellen ein gut zusammengestelltes Team, das achtbare Erfolge bei Nationalratswahlen und Landtagswahlen erzielen konnte.
Mittlerweile ist von dem Team nicht mehr viel übrig. Voggenhuber wurde abmontiert und harkte noch nachträglich in die Wunden seiner Partei ein, die gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Orientierungsschwierigkeiten zu haben scheint, insbesondere seit dem Abgang des großen Alexander.
Die Fragen, die sich offensichtlich die Aktivist/Innen und Politiker/Innen der Grünen stellen bezieht sich auf ihre eigene Identität und ihre Zielgruppe. Wollen sie eine Partei der intellektuellen, wirtschaftlich unabhängigen Menschen bleiben, und dementsprechend die gläserne Decke von maximal 10,11 Prozent Zustimmung der Wähler/Innen niemals überschreiten, oder will sie massentauglich werden, und insofern auch unangenehme Wahrheiten anpacken und aussprechen.
Zum Beispiel insofern Integrationspolitik versagt und dementsprechend auch festgehalten werden muss, dass Integration nicht nur ein Nehmen ist, sondern auch ein Geben und aktives Teilnehmen der ausländischen Menschen.
Insofern die Grünen gesellschaftspolitisch diese Problematik aufgreifen würden, könnten sie sich als ernsthafte, massentaugliche und linkspolitisch orientierte Partei etablieren. So lange die Grünen diesen gegenwärtigen, separierten Weg weiter gehen, werden sie wohl über kurz oder lang endgültig in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, und mit dem BZÖ um den Einzug in das Parlament rittern.
Des Weiteren ist es wohl an der Zeit für diese Partei, auch die Probleme der breiten Masse anzusprechen. Es ist nicht ausreichend, immer für Toleranz gegenüber Minderheiten einzutreten, und dabei die Interessen der breiten Masse lediglich anzustreifen.
Auch bezüglich der EU muss mehr Kritik kommen. Ansonsten droht den Grünen Hand in Hand mit der ÖVP, die ebenfalls lediglich unkritische Berührungspunkte mit der EU leben, der Weg in die Bedeutungslosigkeit.
Dabei wären gerade die Grünen bestens geeignet dafür, endlich einen eindeutigen, linkspolitischen Weg einzuschlagen. In Frankreich gibt es bereits erste Ansätze für das Aufkommen einer linkspopulistischen Partei, die in vereinfachter Form die Probleme des Kapitalismus und der Großindustriellen aufzeigt. Insbesondere aufgrund der Weltwirtschaftskrise wäre es ein Leichtes, viele Prozentpunkte aufzustocken, insofern die Grünen ihren bürgerlichen, schwarzen Wirtschaftspolitik Weg abstreifen, und den Erwartungen insbesondere ihrer jungen Wähler/Innen endlich gerecht werden könnten.
Die SPÖ ist aufgrund ihrer realpolitischen Verantwortung gegenüber den Menschen nicht in der Lage, linkspopulistische Arbeiter/Innen und Arbeitnehmer/Innenpolitik zu betreiben, da sie einerseits ihren Partner mit der ÖVP hat, und andererseits auch eine Massenpartei bleiben muss und wird- dieser Verpflichtung den Menschen gegenüber und insbesondere aus Selbsterhaltungstrieb, kann die Sozialdemokratie nicht überwinden. Insbesondere wenn der gegenwärtige politische Wind und die Stimmung in Österreich mit einbezogen wird.
Im Rahmen ihrer Möglichkeiten und trotz Zusammenarbeit mit der ÖVP hat die SPÖ jedoch dennoch bereits einige gute Ansatzpunkte verwirklicht. Insofern die Spitze der Sozialdemokratie wieder näher an ihre Basis rückt, kann das generell nur positiv für die linkspolitischen Bewegungen in Österreich sein.
Die Grünen müssen und werden sich auch endlich entscheiden müssen- Sind sie eine Partei der Elite, die in ihrem Reichtum auch ein bisschen etwas für ihre Umwelt tun, im eigentlichen Sinne aber von Problemen mit Proleten und sozialen Brennherden maximal im Standard lesen möchten, oder wollen sie eine linkspolitische Partei werden, die sich weiterhin aktiv gegen die Diskriminierung der Frauen, der Immigranten, der homosexuellen Menschen einsetzt, für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und die breite Masse der Menschen kämpft?!?
Im Laufe der Zeit bildete sich unter den langjährigen Parteiobmann van der Bellen ein gut zusammengestelltes Team, das achtbare Erfolge bei Nationalratswahlen und Landtagswahlen erzielen konnte.
Mittlerweile ist von dem Team nicht mehr viel übrig. Voggenhuber wurde abmontiert und harkte noch nachträglich in die Wunden seiner Partei ein, die gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Orientierungsschwierigkeiten zu haben scheint, insbesondere seit dem Abgang des großen Alexander.
Die Fragen, die sich offensichtlich die Aktivist/Innen und Politiker/Innen der Grünen stellen bezieht sich auf ihre eigene Identität und ihre Zielgruppe. Wollen sie eine Partei der intellektuellen, wirtschaftlich unabhängigen Menschen bleiben, und dementsprechend die gläserne Decke von maximal 10,11 Prozent Zustimmung der Wähler/Innen niemals überschreiten, oder will sie massentauglich werden, und insofern auch unangenehme Wahrheiten anpacken und aussprechen.
Zum Beispiel insofern Integrationspolitik versagt und dementsprechend auch festgehalten werden muss, dass Integration nicht nur ein Nehmen ist, sondern auch ein Geben und aktives Teilnehmen der ausländischen Menschen.
Insofern die Grünen gesellschaftspolitisch diese Problematik aufgreifen würden, könnten sie sich als ernsthafte, massentaugliche und linkspolitisch orientierte Partei etablieren. So lange die Grünen diesen gegenwärtigen, separierten Weg weiter gehen, werden sie wohl über kurz oder lang endgültig in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, und mit dem BZÖ um den Einzug in das Parlament rittern.
Des Weiteren ist es wohl an der Zeit für diese Partei, auch die Probleme der breiten Masse anzusprechen. Es ist nicht ausreichend, immer für Toleranz gegenüber Minderheiten einzutreten, und dabei die Interessen der breiten Masse lediglich anzustreifen.
Auch bezüglich der EU muss mehr Kritik kommen. Ansonsten droht den Grünen Hand in Hand mit der ÖVP, die ebenfalls lediglich unkritische Berührungspunkte mit der EU leben, der Weg in die Bedeutungslosigkeit.
Dabei wären gerade die Grünen bestens geeignet dafür, endlich einen eindeutigen, linkspolitischen Weg einzuschlagen. In Frankreich gibt es bereits erste Ansätze für das Aufkommen einer linkspopulistischen Partei, die in vereinfachter Form die Probleme des Kapitalismus und der Großindustriellen aufzeigt. Insbesondere aufgrund der Weltwirtschaftskrise wäre es ein Leichtes, viele Prozentpunkte aufzustocken, insofern die Grünen ihren bürgerlichen, schwarzen Wirtschaftspolitik Weg abstreifen, und den Erwartungen insbesondere ihrer jungen Wähler/Innen endlich gerecht werden könnten.
Die SPÖ ist aufgrund ihrer realpolitischen Verantwortung gegenüber den Menschen nicht in der Lage, linkspopulistische Arbeiter/Innen und Arbeitnehmer/Innenpolitik zu betreiben, da sie einerseits ihren Partner mit der ÖVP hat, und andererseits auch eine Massenpartei bleiben muss und wird- dieser Verpflichtung den Menschen gegenüber und insbesondere aus Selbsterhaltungstrieb, kann die Sozialdemokratie nicht überwinden. Insbesondere wenn der gegenwärtige politische Wind und die Stimmung in Österreich mit einbezogen wird.
Im Rahmen ihrer Möglichkeiten und trotz Zusammenarbeit mit der ÖVP hat die SPÖ jedoch dennoch bereits einige gute Ansatzpunkte verwirklicht. Insofern die Spitze der Sozialdemokratie wieder näher an ihre Basis rückt, kann das generell nur positiv für die linkspolitischen Bewegungen in Österreich sein.
Die Grünen müssen und werden sich auch endlich entscheiden müssen- Sind sie eine Partei der Elite, die in ihrem Reichtum auch ein bisschen etwas für ihre Umwelt tun, im eigentlichen Sinne aber von Problemen mit Proleten und sozialen Brennherden maximal im Standard lesen möchten, oder wollen sie eine linkspolitische Partei werden, die sich weiterhin aktiv gegen die Diskriminierung der Frauen, der Immigranten, der homosexuellen Menschen einsetzt, für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und die breite Masse der Menschen kämpft?!?
Dienstag, 10. Februar 2009
12. Februar 1989
Am 12. Februar jährt sich der Tod von Thomas Bernhard bereits zum zwanzigsten Male. Der geniale Autor und Künstler fiel während seines Lebens immer wieder durch Provokation und seinem angespannten Verhältnis zu seiner Heimat, zu Österreich auf. Rechtspolitisch und/oder nationalistisch eingestellte Menschen aus Österreich warfen und werfen dem Autoren „Nestbeschmutzung“ vor, in dem Sinne, dass man keine öffentliche Kritik gegen sein Heimatland publizieren dürfe, da man ja ansonsten nicht den Attributen eines „richtigen“ Österreichers entsprechen würde.
Dabei wäre grundsätzlich jedem Österreicher und jeder Österreicherin eine grundsätzliche Beschäftigung mit der Geschichte des Landes zu empfehlen und da ist eine kritische Betrachtungsweise selbstverständlich immer förderlich und erweitert den Horizont.
Bernhard beschrieb die Menschen zumeist aus distanzierter Art und Weise, in dem Sinne, dass er sie kategorisierte und zumeist keine gute Meinung von ihnen hatte- und dieser Umstand war auch kein Wunder, da ihm selten Menschen gut gesinnt bzw. auf Dauer gut gesinnt waren.
Seine veröffentlichten, autobiographischen Werke „Ein Kind“, „Die Kälte“, „Der Keller“ „Die Ursache“ „Der Atem“ veranschaulichen die vielen Hindernisse und Hürden, die Thomas durchleben musste. Geboren in Holland, aufgewachsen in Österreich und eine Zeit lang in Deutschland lebend, erhält er von seinem zur Heimat erwähltem Österreich erst nach seinem Tode die richtige Anerkennung. Tatsächlich hatte Bernhard sogar verfügt, dass seine Stücke nach seinem Tode nie wieder in Österreich gespielt werden sollten.
Bernhards Stil ist unverwechselbar und ein Unikat. In seinen Werken sind es zumeist die Gedanken des Protagonisten, die die Hauptrolle spielen- aus dessen Sicht wird Alles geschildert und oftmals finden Teile aus seinem realen Leben Einzug in die Literatur. So ist dies zum Beispiel gut zu sehen an „Holzfällen“.
Darin geht es um einen Menschen, der nach vielen Jahren wieder ein Pärchen sieht, dass ihn vor vielen Jahren „gefördert“ hat, und statt Dankbarkeit ist es eigentlich eher Verachtung, die existiert und zentral ist. Im eigentlichen Sinne hätte er sich gar nicht mit diesen Menschen noch mal treffen wollen, doch in dem plötzlichen Moment des Wiedersehens, mitten in Wien, hatte er zu gesagt.
Bernhard hatte auch im wahren Leben Förderer, insbesondere ein Pärchen scheint auch in seinem wahren Leben eine wichtige Rolle gespielt zu haben, die auch andere Künstler/Innen subventionierten.
Die Beziehungen zu Frauen werden in Verbindung mit dem Menschen Bernhard kaum detailliert angegeben, einzig sein Schwärmen für eine viel ältere Frau war bekannt, die nur ein wenig früher als der Künstler selbst starb.
Zeit seines Lebens kämpfte Bernhard mit einer schweren Lungenerkrankung und bekam bereits mit 18 Jahren seine letzte Ölung. Des Weiteren verbrachte er bereits in jungen Jahren viele Jahre in einer Lungenheilstätte, die ihn letztendlich erst wahrhaftig krank machte.
Aufgrund des zwanzigsten Todestages gibt es jede Menge Veranstaltungen, Theateraufführungen usw. von und teilweise auch mit dem Thema Thomas Bernhard.
Insofern es mir zeitlich möglich ist, werde ich sicherlich die eine oder andere Veranstaltung besuchen. Auch literarisch wird es etwas Neues zu lesen geben. Näheres könnt ihr der Homepage www.residenzverlag.at , bzw. www.thomasbernhard.at entnehmen.
Dabei wäre grundsätzlich jedem Österreicher und jeder Österreicherin eine grundsätzliche Beschäftigung mit der Geschichte des Landes zu empfehlen und da ist eine kritische Betrachtungsweise selbstverständlich immer förderlich und erweitert den Horizont.
Bernhard beschrieb die Menschen zumeist aus distanzierter Art und Weise, in dem Sinne, dass er sie kategorisierte und zumeist keine gute Meinung von ihnen hatte- und dieser Umstand war auch kein Wunder, da ihm selten Menschen gut gesinnt bzw. auf Dauer gut gesinnt waren.
Seine veröffentlichten, autobiographischen Werke „Ein Kind“, „Die Kälte“, „Der Keller“ „Die Ursache“ „Der Atem“ veranschaulichen die vielen Hindernisse und Hürden, die Thomas durchleben musste. Geboren in Holland, aufgewachsen in Österreich und eine Zeit lang in Deutschland lebend, erhält er von seinem zur Heimat erwähltem Österreich erst nach seinem Tode die richtige Anerkennung. Tatsächlich hatte Bernhard sogar verfügt, dass seine Stücke nach seinem Tode nie wieder in Österreich gespielt werden sollten.
Bernhards Stil ist unverwechselbar und ein Unikat. In seinen Werken sind es zumeist die Gedanken des Protagonisten, die die Hauptrolle spielen- aus dessen Sicht wird Alles geschildert und oftmals finden Teile aus seinem realen Leben Einzug in die Literatur. So ist dies zum Beispiel gut zu sehen an „Holzfällen“.
Darin geht es um einen Menschen, der nach vielen Jahren wieder ein Pärchen sieht, dass ihn vor vielen Jahren „gefördert“ hat, und statt Dankbarkeit ist es eigentlich eher Verachtung, die existiert und zentral ist. Im eigentlichen Sinne hätte er sich gar nicht mit diesen Menschen noch mal treffen wollen, doch in dem plötzlichen Moment des Wiedersehens, mitten in Wien, hatte er zu gesagt.
Bernhard hatte auch im wahren Leben Förderer, insbesondere ein Pärchen scheint auch in seinem wahren Leben eine wichtige Rolle gespielt zu haben, die auch andere Künstler/Innen subventionierten.
Die Beziehungen zu Frauen werden in Verbindung mit dem Menschen Bernhard kaum detailliert angegeben, einzig sein Schwärmen für eine viel ältere Frau war bekannt, die nur ein wenig früher als der Künstler selbst starb.
Zeit seines Lebens kämpfte Bernhard mit einer schweren Lungenerkrankung und bekam bereits mit 18 Jahren seine letzte Ölung. Des Weiteren verbrachte er bereits in jungen Jahren viele Jahre in einer Lungenheilstätte, die ihn letztendlich erst wahrhaftig krank machte.
Aufgrund des zwanzigsten Todestages gibt es jede Menge Veranstaltungen, Theateraufführungen usw. von und teilweise auch mit dem Thema Thomas Bernhard.
Insofern es mir zeitlich möglich ist, werde ich sicherlich die eine oder andere Veranstaltung besuchen. Auch literarisch wird es etwas Neues zu lesen geben. Näheres könnt ihr der Homepage www.residenzverlag.at , bzw. www.thomasbernhard.at entnehmen.
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Donnerstag, 5. Februar 2009
Die negativen Auswirkungen des kommerziellen Sports
Der Sport ist die Kultur der ungebildeten Menschen! So und so ähnlich bezeichnete der bereits vor 20 Jahren gestorbene Thomas Bernhard einst die Mentalität rund um den kommerziellen Sport. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Bernhard selbst regelmäßig Sport im Fernsehen gesehen hat.
Das faszinierende am Sport ist die Identitätsbildung. Es ist einerseits der faszinierende, andererseits der gefährliche Aspekt, denn innerhalb des Konkurrenzdenkens bleibt nicht viel Platz für Toleranz oder Freundschaft. Insbesondere beim Profi- Fußball gibt es mittlerweile regelmäßig Ausschreitungen.
„Traditionsvereine“ wie Rapid Wien, Austria Wien usw. liefern sich mittlerweile regelmäßige Schlachten rund um die so genannte „dritte Halbzeit“.
Diesen Menschen geht es nicht wirklich um den Sport sondern lediglich um ein Ventil, um den Frust und die Wut abbauen zu können.
Immer wieder erfreulich sind Fangemeinschaften wie die des Wiener Sportklub oder FC St. Pauli, bei denen es friedlich zu geht und die Atmosphäre am Fußballplatz wichtiger ist, als der kommerzielle und/ oder sportliche Erfolg.
Es ist noch nicht lange her, da wurde ich auf dem Heimweg von einem Sportklubmatch von herumpöbelnden Jugendlichen als „Zecke“ beschimpft, aufgrund meines Fanschales.
Ich dachte in diesem Zusammenhang bei mir, dass dieser Fußballverein Vieles sehr richtig machen muss, insofern gewaltbereite Jugendliche Menschen mit schwarz- weißen Fanschals als „Zecken“ betiteln.
Diese Definition kommt aus dem rechtspopulistischen Milieu und verunglimpft linkspolitisch positionierte Menschen. Es versucht insbesondere aufgrund des Klischees, dass linkspolitische Personen nicht arbeiten auf einem Vergleich mit blutsaugenden Lebewesen hinzuweisen.
Offensichtlich ist die Friedlichkeit, nette Sprechchöre, Fanfreundschaften und unüberbietbarer Rückhalt der Mannschaft des WSK bis in die Zimmer der sozial benachteiligten Jugendlichen vorgedrungen. Höchstwahrscheinlich aufgrund der regelmäßigen, ausgezeichneten Leistungen beim Wiener Stadthallenturnier wird der WSK Aufmerksamkeit über die Ostliga hinaus erwecken.
Es ist nur zu wünschen, dass dieser Traditionsverein eine gute Rückrunde 2009 spielt, um auch sportlich nach langer Zeit wieder in die zweithöchste Spielklasse aufzusteigen.
Gegenwärtig macht der WSK durch Spielertransfere auf sich aufmerksam. Der alte Spieler Sertan Günes wechselt mit sofortiger Wirkung von Austria Lustenau zurück zum Wiener Sportklub.
Im Gegenzug dazu wechselt der kurzfristige Heimkehrer Halil Akaslan zurück zum FAC.
Inwiefern dies eine Verstärkung sein wird, bleibt noch abzuwarten. Schade, dass es nicht zu einem Sturmduo Akaslan – Günes gekommen ist.
Das faszinierende am Sport ist die Identitätsbildung. Es ist einerseits der faszinierende, andererseits der gefährliche Aspekt, denn innerhalb des Konkurrenzdenkens bleibt nicht viel Platz für Toleranz oder Freundschaft. Insbesondere beim Profi- Fußball gibt es mittlerweile regelmäßig Ausschreitungen.
„Traditionsvereine“ wie Rapid Wien, Austria Wien usw. liefern sich mittlerweile regelmäßige Schlachten rund um die so genannte „dritte Halbzeit“.
Diesen Menschen geht es nicht wirklich um den Sport sondern lediglich um ein Ventil, um den Frust und die Wut abbauen zu können.
Immer wieder erfreulich sind Fangemeinschaften wie die des Wiener Sportklub oder FC St. Pauli, bei denen es friedlich zu geht und die Atmosphäre am Fußballplatz wichtiger ist, als der kommerzielle und/ oder sportliche Erfolg.
Es ist noch nicht lange her, da wurde ich auf dem Heimweg von einem Sportklubmatch von herumpöbelnden Jugendlichen als „Zecke“ beschimpft, aufgrund meines Fanschales.
Ich dachte in diesem Zusammenhang bei mir, dass dieser Fußballverein Vieles sehr richtig machen muss, insofern gewaltbereite Jugendliche Menschen mit schwarz- weißen Fanschals als „Zecken“ betiteln.
Diese Definition kommt aus dem rechtspopulistischen Milieu und verunglimpft linkspolitisch positionierte Menschen. Es versucht insbesondere aufgrund des Klischees, dass linkspolitische Personen nicht arbeiten auf einem Vergleich mit blutsaugenden Lebewesen hinzuweisen.
Offensichtlich ist die Friedlichkeit, nette Sprechchöre, Fanfreundschaften und unüberbietbarer Rückhalt der Mannschaft des WSK bis in die Zimmer der sozial benachteiligten Jugendlichen vorgedrungen. Höchstwahrscheinlich aufgrund der regelmäßigen, ausgezeichneten Leistungen beim Wiener Stadthallenturnier wird der WSK Aufmerksamkeit über die Ostliga hinaus erwecken.
Es ist nur zu wünschen, dass dieser Traditionsverein eine gute Rückrunde 2009 spielt, um auch sportlich nach langer Zeit wieder in die zweithöchste Spielklasse aufzusteigen.
Gegenwärtig macht der WSK durch Spielertransfere auf sich aufmerksam. Der alte Spieler Sertan Günes wechselt mit sofortiger Wirkung von Austria Lustenau zurück zum Wiener Sportklub.
Im Gegenzug dazu wechselt der kurzfristige Heimkehrer Halil Akaslan zurück zum FAC.
Inwiefern dies eine Verstärkung sein wird, bleibt noch abzuwarten. Schade, dass es nicht zu einem Sturmduo Akaslan – Günes gekommen ist.
Freitag, 30. Januar 2009
Warum Realität, wenn wir reality TV haben?

Noch sehr gut kann ich mich an das Fernsehen in meiner Kindheit erinnern. Kinderfernsehen war zum Beispiel nicht in die Zeit zwischen 5 Uhr früh und 10 Uhr vormittags verbannt, sondern reichte sogar bis in den frühen Nachmittag hinein. Bei einem großen, deutschen TV- Sender spielte es sogar Kinderserien und Zeichentrickserien bis ungefähr 17 Uhr.
Danach folgten Sitcoms und TV- Serien.
Einige Jahre später kam die große Talkshow- Welle. Es wirkte auf mich nahezu, als wäre es über Nacht passiert, dass plötzlich jeder private Sender mindestens 3 Talkshows anbot. Zumeist konnten Talkshows von ungefähr 10, 11 Uhr morgens bis um ca. 17 Uhr gesehen werden. Das Kinderprogramm verschwand vom Mittags- und Vormittagsfernsehen und wurde endgültig durch Talkshows ersetzt. Die Qualität wurde dadurch sicherlich nicht besser. Statt Fred Feuerstein in den frühen Abend begleiten zu können, konnte man Otto Jedermann und Mathilda Muster beobachten, in ihren Streitigkeiten rund um eine vermutliche Vaterschaft, ein Lügendetektortest oder eine Sexgeschichte.
Die Sitcoms verblieben an ihrem alten Platz und wurden nicht verdrängt. Endgültig Probleme kamen auf, als die Talkshows schon enorm ominöse Züge annahmen. Die Realität schien wohl zu langweilig zu sein und deshalb begann man ernsthaft, Talkshows zu „schauspielern“.
Obskure Shows mit schlechten Darstellern, die wohl endgültig aus Realität ein reality- Format machten.
Zu meiner Auffassung des Wortes „reality- Fernsehen“ werde ich noch abschließend kommen. Für lange Zeit vom Bildschirm verbannt wurden die TV- Serien, als die so genannten Richtershows anfingen. Die Talkshows zogen sich immer mehr zurück und wurden durch unzählige Richtershows ersetzt. Zuerst noch realistischen Fällen nachempfunden, mutierten sie binnen kürzester Zeit ebenfalls zur schlechten Kopie der realen Lebenswelt.
Mittlerweile sind „reality- Formate“ endgültig zur Farce verkommen, da sie zu einer unwahrscheinlich schlechten Kopie der Realität verkommen sind. Konkret gibt es sogar Formate wie „Flavor of Love“, „I love New York“ oder „Made“. Die ersten beiden Formate wurden dem Konzept der im deutschen Sprachraum schlecht gelaufenen Bachelor- Reihe nachempfunden. Ehemalige, in der Versenkung verschwundene, oder unbedingt Marketing benötigende Menschen können sich unter vielen Kandidaten und/oder Kandidat/Innen ihren Traumpartner herauspicken. Dabei entscheiden natürlich hauptsächlich schlecht gespielte „Gefühle“, sexuelle Anreize die einem schlecht gemachten Porno entsprungen sein könnten und Intrigen.
Die Serie „made“ verkörpert grundsätzlich die Kommerzialisierung der Gesellschaft. Unbeliebte Schüler, Student/Innen, Menschen versuchen Alles, um von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Dicke versuchen auf Teufel komm raus abzunehmen, um dann in weiterer Folge auf ihr Aussehen reduziert werden zu können, Schüchterne versuchen künstlich Selbstvertrauen auftanken zu können, indem sie sich der Mehrheit anpassen und sich im Sumpf der Konsumgesellschaft etablieren zu dürfen und schwerfällige, ungeschickte Menschen versuchen Beliebtheit zu erlangen, indem sie ihre Fähigkeiten trainieren.
Diese reality- Formate haben schon jegliche Form von Realität verloren. Mittlerweile versuchen die teilweise der Realität entsprungenen Kandidat/Innen lediglich der von Massenmedien suggerierten Idealen zu entsprechen. Und letztendlich sind sie Alle zufrieden, wenn sie Sex haben wie Tila Tequila, geschminkt sind wie New York und sich kommerziell an die Massen anpassen, um letztendlich Frisuren wie Flav zu tragen und die Frauen aufgrund der Körbchengröße auszuwählen.
Die Qualität des Fernsehens ist wohl nicht gestiegen...
Danach folgten Sitcoms und TV- Serien.
Einige Jahre später kam die große Talkshow- Welle. Es wirkte auf mich nahezu, als wäre es über Nacht passiert, dass plötzlich jeder private Sender mindestens 3 Talkshows anbot. Zumeist konnten Talkshows von ungefähr 10, 11 Uhr morgens bis um ca. 17 Uhr gesehen werden. Das Kinderprogramm verschwand vom Mittags- und Vormittagsfernsehen und wurde endgültig durch Talkshows ersetzt. Die Qualität wurde dadurch sicherlich nicht besser. Statt Fred Feuerstein in den frühen Abend begleiten zu können, konnte man Otto Jedermann und Mathilda Muster beobachten, in ihren Streitigkeiten rund um eine vermutliche Vaterschaft, ein Lügendetektortest oder eine Sexgeschichte.
Die Sitcoms verblieben an ihrem alten Platz und wurden nicht verdrängt. Endgültig Probleme kamen auf, als die Talkshows schon enorm ominöse Züge annahmen. Die Realität schien wohl zu langweilig zu sein und deshalb begann man ernsthaft, Talkshows zu „schauspielern“.
Obskure Shows mit schlechten Darstellern, die wohl endgültig aus Realität ein reality- Format machten.
Zu meiner Auffassung des Wortes „reality- Fernsehen“ werde ich noch abschließend kommen. Für lange Zeit vom Bildschirm verbannt wurden die TV- Serien, als die so genannten Richtershows anfingen. Die Talkshows zogen sich immer mehr zurück und wurden durch unzählige Richtershows ersetzt. Zuerst noch realistischen Fällen nachempfunden, mutierten sie binnen kürzester Zeit ebenfalls zur schlechten Kopie der realen Lebenswelt.
Mittlerweile sind „reality- Formate“ endgültig zur Farce verkommen, da sie zu einer unwahrscheinlich schlechten Kopie der Realität verkommen sind. Konkret gibt es sogar Formate wie „Flavor of Love“, „I love New York“ oder „Made“. Die ersten beiden Formate wurden dem Konzept der im deutschen Sprachraum schlecht gelaufenen Bachelor- Reihe nachempfunden. Ehemalige, in der Versenkung verschwundene, oder unbedingt Marketing benötigende Menschen können sich unter vielen Kandidaten und/oder Kandidat/Innen ihren Traumpartner herauspicken. Dabei entscheiden natürlich hauptsächlich schlecht gespielte „Gefühle“, sexuelle Anreize die einem schlecht gemachten Porno entsprungen sein könnten und Intrigen.
Die Serie „made“ verkörpert grundsätzlich die Kommerzialisierung der Gesellschaft. Unbeliebte Schüler, Student/Innen, Menschen versuchen Alles, um von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Dicke versuchen auf Teufel komm raus abzunehmen, um dann in weiterer Folge auf ihr Aussehen reduziert werden zu können, Schüchterne versuchen künstlich Selbstvertrauen auftanken zu können, indem sie sich der Mehrheit anpassen und sich im Sumpf der Konsumgesellschaft etablieren zu dürfen und schwerfällige, ungeschickte Menschen versuchen Beliebtheit zu erlangen, indem sie ihre Fähigkeiten trainieren.
Diese reality- Formate haben schon jegliche Form von Realität verloren. Mittlerweile versuchen die teilweise der Realität entsprungenen Kandidat/Innen lediglich der von Massenmedien suggerierten Idealen zu entsprechen. Und letztendlich sind sie Alle zufrieden, wenn sie Sex haben wie Tila Tequila, geschminkt sind wie New York und sich kommerziell an die Massen anpassen, um letztendlich Frisuren wie Flav zu tragen und die Frauen aufgrund der Körbchengröße auszuwählen.
Die Qualität des Fernsehens ist wohl nicht gestiegen...
Donnerstag, 29. Januar 2009
Brief an EUCH
Warum ich blogge und warum generell gebloggt wird
Meinen Lesern und Leserinnen wird es nicht entgangen sein, dass sie sich in diesem Falle auf meinem so genannten Blog befinden.
Es gibt auch die Möglichkeit, über meinen Blog auf andere Blogs wahllos zurückzugreifen und sich ein wenig um zu schauen, im Dschungel des world wide web letztendlich sicherlich eine Möglichkeit, in der sich auch verirrt werden kann.
Denn tatsächlich findet man nur wenige, qualitativ gut gemachte blogs. Es ist sogar vielmehr so, dass die Meisten unter blog ihre persönliche Homepage begreifen und sich hauptsächlich damit beschäftigen, Fotos von ihrer letzten Party, ihren neuen Schuhen oder ihrem Ausschnitt zu veröffentlichen.
Dahinter steckt der Trend, sich ständig immer mehr und mehr in der Öffentlichkeit des Internets zu präsentieren und darzustellen.
Darunter verstehen die Meisten hauptsächlich Oberflächlichkeit, Besitz, Aussehen und Partys zu dokumentieren.
Ursprünglich ist der blog meiner Ansicht nach als individuelle, politische Partizipationsmöglichkeit initiiert und auch benutzt worden.
Durch diesen blog bin ich ein Teil der Internet- Öffentlichkeit. Zugegebenermaßen werden blogs von privaten Personen zumeist selten gelesen. Mein persönlicher blog scheint eine überschaubare, feste Fangemeinde von ungefähr 4 bis 5 Personen aufzuweisen, sowie weitere 3 bis 5 Personen, die gelegentlich meine Kommentare lesen.
Ich biete den Lesern und Leserinnen keinen Seelenstriptease, keine Veröffentlichung von persönlichen Schicksalen usw. Tatsächlich offenbare ich der Öffentlichkeit meine Gedanken zu Alltagsproblemen, politischen Gedanken, Ideen,Theorien und sportliche Präferenzen, insbesondere Fußball.
Ich kann auch nicht konkret nachvollziehen, wieso die breite Öffentlichkeit immer mehr Angst vor Videoüberwachungen im öffentlichen Raum und Datenschutzmissbrauch aufzeigt- zumindest meiner Meinung nach, und gleichzeitig die Menschen in ihrer Privatsphäre immer mehr dazu neigen, ihre Psyche in der Öffentlichkeit zu denunzieren.
Selbstverständlich finden meine Leser/innen auch private Fotos von mir. Ich bin der Auffassung, dass jeder blog einen persönlichen Touch benötigt, um interessant und „sympathisch“ zu wirken. Dementsprechend ist es notwendig, das benötigte Gleichgewicht zwischen der Übertretung persönlicher Interessen und dem Recht der Leser/Innen auf nähere Informationen zu den Schreiber/Innen zu finden.
Ich würde mich in Zukunft auch sehr darüber freuen, Kommentare über meine blogeintragungen lesen zu können.
Meinen Lesern und Leserinnen wird es nicht entgangen sein, dass sie sich in diesem Falle auf meinem so genannten Blog befinden.
Es gibt auch die Möglichkeit, über meinen Blog auf andere Blogs wahllos zurückzugreifen und sich ein wenig um zu schauen, im Dschungel des world wide web letztendlich sicherlich eine Möglichkeit, in der sich auch verirrt werden kann.
Denn tatsächlich findet man nur wenige, qualitativ gut gemachte blogs. Es ist sogar vielmehr so, dass die Meisten unter blog ihre persönliche Homepage begreifen und sich hauptsächlich damit beschäftigen, Fotos von ihrer letzten Party, ihren neuen Schuhen oder ihrem Ausschnitt zu veröffentlichen.
Dahinter steckt der Trend, sich ständig immer mehr und mehr in der Öffentlichkeit des Internets zu präsentieren und darzustellen.
Darunter verstehen die Meisten hauptsächlich Oberflächlichkeit, Besitz, Aussehen und Partys zu dokumentieren.
Ursprünglich ist der blog meiner Ansicht nach als individuelle, politische Partizipationsmöglichkeit initiiert und auch benutzt worden.
Durch diesen blog bin ich ein Teil der Internet- Öffentlichkeit. Zugegebenermaßen werden blogs von privaten Personen zumeist selten gelesen. Mein persönlicher blog scheint eine überschaubare, feste Fangemeinde von ungefähr 4 bis 5 Personen aufzuweisen, sowie weitere 3 bis 5 Personen, die gelegentlich meine Kommentare lesen.
Ich biete den Lesern und Leserinnen keinen Seelenstriptease, keine Veröffentlichung von persönlichen Schicksalen usw. Tatsächlich offenbare ich der Öffentlichkeit meine Gedanken zu Alltagsproblemen, politischen Gedanken, Ideen,Theorien und sportliche Präferenzen, insbesondere Fußball.
Ich kann auch nicht konkret nachvollziehen, wieso die breite Öffentlichkeit immer mehr Angst vor Videoüberwachungen im öffentlichen Raum und Datenschutzmissbrauch aufzeigt- zumindest meiner Meinung nach, und gleichzeitig die Menschen in ihrer Privatsphäre immer mehr dazu neigen, ihre Psyche in der Öffentlichkeit zu denunzieren.
Selbstverständlich finden meine Leser/innen auch private Fotos von mir. Ich bin der Auffassung, dass jeder blog einen persönlichen Touch benötigt, um interessant und „sympathisch“ zu wirken. Dementsprechend ist es notwendig, das benötigte Gleichgewicht zwischen der Übertretung persönlicher Interessen und dem Recht der Leser/Innen auf nähere Informationen zu den Schreiber/Innen zu finden.
Ich würde mich in Zukunft auch sehr darüber freuen, Kommentare über meine blogeintragungen lesen zu können.
Sonntag, 25. Januar 2009
Die Weltwirtschaftskrise

Unzählige Beispiele haben bereits mehrere Male die inneren Widersprüche des kapitalistischen Systems belegt. Das System funktioniert aufgrund der gewaltfreien Produktion von Mehrwert, der veräußert wird. Dabei ist von einer liberalen Definition von Gewaltfreiheit zu sprechen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen haben konkret nämlich im eigentlichen Sinne lediglich die Wahl zwischen Arbeit und dem Hungertod. In den Ländern der Westindustriestaaten ist es noch anders. Gegenwärtig gibt es noch Arbeitslosengelder, Sozialhilfe usw. Liberale Wirtschaftskräfte sehen gerade in diesen staatlichen Hilfsgeldern die Problematik der Stagnation der Wirtschaft.
Es wird argumentiert, dass die Menschen nicht zu viel Geld erhalten dürfen, ohne Leistungen zu erbringen. Kürzungen der Sozialleistungen werden in diesen Zusammenhängen ebenso gefordert, wie teilweise Zwangsrekrutierungen in sozial wertvolle Arbeitstätigkeiten (Zwangsarbeit um Sozialhilfe beziehen zu können).
Das eigentliche Problem ist allerdings ein anderes. Erstens müssen wir wegkommen von dem Trugbild, dass Arbeit Alles ist. Arbeit ist nur in dem Zusammenhang Alles, in dem es Leben und Zivilisation garantiert. Niedrige Arbeitslosenraten nutzen Nichts, insofern die arbeitende Bevölkerung hungert.
Zweitens ist die Wirtschaftskrise keine Frage der Regulation und Problem der „Wetten“ auf den Börsen. Die Wirtschaftskrise ist die Wiederkehr des immer gleichen Phänomens. Das kapitalistische System kann auf Dauer nicht funktionieren. Mit regulativen Eingriffen können die inneren Widersprüche verlangsamt und die konkreten Folgen abgeschwächt werden, das eigentliche Problem bleibt allerdings das Gleiche.
Das kapitalistische System machte der Menschheit den industriellen und technischen Fortschritt möglich. Insbesondere im Bezug auf der Schnelligkeit des Fortschritts, konnte der Realsozialismus der UDSSR spätestens ab den 80er Jahren nicht mehr richtig mithalten.
Der eigentliche Vorteil des Kapitalismus gegenüber dem Realsozialismus war die Dynamik des Individualismus. Kollektive Ziele zu erreichen und kollektive Maßnahmen durchzusetzen sind immer wesentlich schwieriger, als einfach einen Menschen gewissermaßen als „Fürst“ seiner Firma auf diktatorische Art und Weise Fortschritt in Produktion, Leistung und Qualität der Produkte werken zu lassen.
Im Kapitalismus wird natürlich auch immer die Souveränität des Staates ein Problem. Insofern hinter den Interessen von Konzernen mehr Geld und mehr Interessensgruppen stehen, als hinter staatlichen Institutionen, bekommt das staatliche System ein Legitimationsproblem.
Daher wäre gerade die gegenwärtige Wirtschaftskrise eine Möglichkeit, die regulativen Möglichkeiten des Staates zurück zu erhalten und effektiv in die Wirtschaft eingreifen zu können. Realpolitisch ist dies wohl auf kurze Sicht die einzige attraktive Perspektive.
Ideologisch betrachtet ist allerdings festzuhalten, dass lediglich eine Umstrukturierung der Verhältnisse, eine Neuformierung des wirtschaftlichen Systems und eine Veränderung der politischen Bedingungen zum Ziel führen kann.
Ja und man muss sich endgültig darauf einigen, was denn eigentlich das Ziel ist. Ist es denn, die negativen Auswirkungen der Globalisierung und des Neoliberalismus zu verlangsamen? Oder ist es vielmehr die Schaffung und Etablierung eines homogenen Systems, dass Wohlstand, technischen Fortschritt und menschliche Solidarität garantieren kann?
Es wird argumentiert, dass die Menschen nicht zu viel Geld erhalten dürfen, ohne Leistungen zu erbringen. Kürzungen der Sozialleistungen werden in diesen Zusammenhängen ebenso gefordert, wie teilweise Zwangsrekrutierungen in sozial wertvolle Arbeitstätigkeiten (Zwangsarbeit um Sozialhilfe beziehen zu können).
Das eigentliche Problem ist allerdings ein anderes. Erstens müssen wir wegkommen von dem Trugbild, dass Arbeit Alles ist. Arbeit ist nur in dem Zusammenhang Alles, in dem es Leben und Zivilisation garantiert. Niedrige Arbeitslosenraten nutzen Nichts, insofern die arbeitende Bevölkerung hungert.
Zweitens ist die Wirtschaftskrise keine Frage der Regulation und Problem der „Wetten“ auf den Börsen. Die Wirtschaftskrise ist die Wiederkehr des immer gleichen Phänomens. Das kapitalistische System kann auf Dauer nicht funktionieren. Mit regulativen Eingriffen können die inneren Widersprüche verlangsamt und die konkreten Folgen abgeschwächt werden, das eigentliche Problem bleibt allerdings das Gleiche.
Das kapitalistische System machte der Menschheit den industriellen und technischen Fortschritt möglich. Insbesondere im Bezug auf der Schnelligkeit des Fortschritts, konnte der Realsozialismus der UDSSR spätestens ab den 80er Jahren nicht mehr richtig mithalten.
Der eigentliche Vorteil des Kapitalismus gegenüber dem Realsozialismus war die Dynamik des Individualismus. Kollektive Ziele zu erreichen und kollektive Maßnahmen durchzusetzen sind immer wesentlich schwieriger, als einfach einen Menschen gewissermaßen als „Fürst“ seiner Firma auf diktatorische Art und Weise Fortschritt in Produktion, Leistung und Qualität der Produkte werken zu lassen.
Im Kapitalismus wird natürlich auch immer die Souveränität des Staates ein Problem. Insofern hinter den Interessen von Konzernen mehr Geld und mehr Interessensgruppen stehen, als hinter staatlichen Institutionen, bekommt das staatliche System ein Legitimationsproblem.
Daher wäre gerade die gegenwärtige Wirtschaftskrise eine Möglichkeit, die regulativen Möglichkeiten des Staates zurück zu erhalten und effektiv in die Wirtschaft eingreifen zu können. Realpolitisch ist dies wohl auf kurze Sicht die einzige attraktive Perspektive.
Ideologisch betrachtet ist allerdings festzuhalten, dass lediglich eine Umstrukturierung der Verhältnisse, eine Neuformierung des wirtschaftlichen Systems und eine Veränderung der politischen Bedingungen zum Ziel führen kann.
Ja und man muss sich endgültig darauf einigen, was denn eigentlich das Ziel ist. Ist es denn, die negativen Auswirkungen der Globalisierung und des Neoliberalismus zu verlangsamen? Oder ist es vielmehr die Schaffung und Etablierung eines homogenen Systems, dass Wohlstand, technischen Fortschritt und menschliche Solidarität garantieren kann?
Donnerstag, 22. Januar 2009
Die Zentralmatura

In den letzten Tagen war öfters die Rede von der Etablierung der so genannten „Zentralmatura“ in Österreich. Ich bin dieser Auffassung von Bildung persönlich sehr aufgeschlossen. Aus eigener Erfahrung erinnere ich mit Schaudern an die verschiedensten Ansprüche und Prioritäten der Lehrer/Innen.
Es ist tatsächlich so, dass es nicht nur eine Frage des Schultyps ist, inwiefern die Matura geschafft, beziehungsweise überhaupt in die höchste Klasse aufgestiegen wird.
In Wien haben viele Gymnasien nicht mal das Niveau von Hauptschulen am Land. Umgekehrt wiederum herrscht in berufsbildenden Schulen ein Betrieb, der häufig bis zu doppelt so viel Zeit täglich verschlingt, als es die Gymnasien tun.
Während wir oftmals noch von Ganztagsschulen reden und darüber diskutieren, gibt es diese Modelle schon mehrfach. Selbstverständlich ist dies ironisch gemeint, denn statt die Zeit am Nachmittag mit Lernen verbringen zu können, müssen in höheren berufsbildenden Schulen die Schüler/Innen bis teilweise 20 Uhr abends den Unterricht ertragen.
Die Zentralmatura würde wenigstens bis zu einem gewissen Grad die gleichen Anforderungen zum Erreichen der Matura garantieren. Gegenwärtig verhält es sich so, dass die Noten der Schüler/Innen kommen und gehen mit ihren Lehrer/Innen. Dabei gibt es nicht nur unwahrscheinlich große Unterschiede zwischen den Schulen, sondern auch innerhalb der Institutionen zwischen den Klassen.
Die Schulen in Österreich sind Talentvernichtungsmaschinerien und werden nur noch durch die Amateurhaftigkeit der Universitäten überboten.
Das Gegenargument konservativer Kräfte ist immer das Unwort „Gleichmacherei“. Schon als Kampfbegriff gegen den Sozialimus und Kommunismus verwendet, fällt er gegenwärtig immer im Zusammenhang mit Gerechtigkeit und Fairness. Wann immer es etwas zu relativieren, Missstände zu verbessern oder Bedingungen an die Bedürfnisse der Mehrheit anzupassen gilt, wird das Wort „Gleichmacherei“ in die Schlacht geworfen.
Insofern das Schaffen von gleichen und fairen Bedingungen für Alle Gleichmacherei ist, so bin ich gerne ein Gleichmacher.
Es ist tatsächlich so, dass es nicht nur eine Frage des Schultyps ist, inwiefern die Matura geschafft, beziehungsweise überhaupt in die höchste Klasse aufgestiegen wird.
In Wien haben viele Gymnasien nicht mal das Niveau von Hauptschulen am Land. Umgekehrt wiederum herrscht in berufsbildenden Schulen ein Betrieb, der häufig bis zu doppelt so viel Zeit täglich verschlingt, als es die Gymnasien tun.
Während wir oftmals noch von Ganztagsschulen reden und darüber diskutieren, gibt es diese Modelle schon mehrfach. Selbstverständlich ist dies ironisch gemeint, denn statt die Zeit am Nachmittag mit Lernen verbringen zu können, müssen in höheren berufsbildenden Schulen die Schüler/Innen bis teilweise 20 Uhr abends den Unterricht ertragen.
Die Zentralmatura würde wenigstens bis zu einem gewissen Grad die gleichen Anforderungen zum Erreichen der Matura garantieren. Gegenwärtig verhält es sich so, dass die Noten der Schüler/Innen kommen und gehen mit ihren Lehrer/Innen. Dabei gibt es nicht nur unwahrscheinlich große Unterschiede zwischen den Schulen, sondern auch innerhalb der Institutionen zwischen den Klassen.
Die Schulen in Österreich sind Talentvernichtungsmaschinerien und werden nur noch durch die Amateurhaftigkeit der Universitäten überboten.
Das Gegenargument konservativer Kräfte ist immer das Unwort „Gleichmacherei“. Schon als Kampfbegriff gegen den Sozialimus und Kommunismus verwendet, fällt er gegenwärtig immer im Zusammenhang mit Gerechtigkeit und Fairness. Wann immer es etwas zu relativieren, Missstände zu verbessern oder Bedingungen an die Bedürfnisse der Mehrheit anzupassen gilt, wird das Wort „Gleichmacherei“ in die Schlacht geworfen.
Insofern das Schaffen von gleichen und fairen Bedingungen für Alle Gleichmacherei ist, so bin ich gerne ein Gleichmacher.
W- Doubleyou

Unlängst sah ich die Premiere des biographischen Films „W“. Es beinhaltete kurze Einblicke in das Leben des ehemaligen US- Präsidenten George W. Bush jr.
Realpolitisch gibt es keinen Zweifel an der Fehlerhaftigkeit, den konservativen Denkstrukturen und der Cowboy- Kompromisshaftigkeit des Sohnes von George Bush sr.
Oftmals konnte jeder Mensch beobachten, inwieweit der ehemalige US- Präsident die Probleme rund um Kain und Abel, Gut und Böse zu lösen bereit war. Insofern das Gute das Böse umbringt, bleibt letztendlich nur das Gute auf der Welt. So ähnlich schien wohl die Grundauffassung von Politik in den letzten Jahren im Weißen Haus ausgesehen zu haben.
Oliver Stone blieb in der Biographie „W“ durchaus im realistischen Zusammenhang zwischen Fiktion des dümmsten Präsidenten aller Zeiten und dem in der Zivilgesellschaft gescheiterten Sohnes einer großen Familie.
„W“ sagt in dem Film einen gut ausformulierten Satz: „..die Menschen glauben, ich sei mit einem silbernen Löffel aufgewachsen, dabei wissen sie nicht, wie schwierig es ist, ein Bush zu sein.“
In dieser Aussage steckt die gesamte Problematik der Kinder berühmter Elternteile. Es ist tatsächlich so, dass die Kinder zumeist mit einem „silbernen“ Löffel aufwachsen. Gleichzeitig ist dieser Löffel allerdings auch Verpflichtung und Erwartungshaltung in die Zukunft. Der Sohn eines Bush wird mit anderen Augen gesehen, als es der Sohn von „Joe, the plumber“ wird.
Es ist völlig klar, dass der Vorteil eines Nachfahren berühmter Menschen ist, zumeist im Reichtum und finanzieller Absicherung aufzuwachsen. Im konkreten Fall konnte Bush mehrmals zivilgesellschaftlich und privat scheitern. Aufgrund seiner Abstammung bekam er immer wieder Chancen und Möglichkeiten. Höchstwahrscheinlich ist es für den Sohn des ehemaligen Präsidenten im Regelfall leichter, einen Job als Senator oder Gouvaneur zu erhalten, als für Andere eine Beschäftigung bei Aldi oder Spar zu ergattern.
Der Vorgänger von Barack Obama jedenfalls brauchte jede Menge Chancen, um sich in der Erwachsenenwelt etablieren zu können. Er scheiterte nicht nur geschäftlich, sondern hätte höchstwahrscheinlich nicht einmal studieren können, ohne Hilfe seines Daddys. Des Weiteren war er dem Alkohol und der Lasterhaftigkeit verfallen und zelebrierte immer wieder Selbstzerstörung.
Sehr markant für den Präsidenten ist auch seine Vorstellung internationaler Beziehungen. Bald machte er klar, dass man in Europa entweder für die U.S.A, oder für die Terroristen sein konnte. Bald wurde die Einteilung in das „alte“ und neue Europa modern.
Bush betrieb Kommunikation mit dem Revolver.
Dabei ist immer zu sagen, dass er persönlich im Rahmen seiner Möglichkeiten sicherlich das Optimum, höchstwahrscheinlich sogar mehr als das Optimum erreicht hat. Ein Mensch vom Typ des George Walker Bush jr. würde wohl im Normalfall Pakete austragen, Rinder züchten oder Ähnliches.
Im Zusammenhang mit seiner berühmten Familie und unter mehrfacher Mithilfe seines Vaters konnte er sich letztendlich sogar zum Präsidenten der USA machen. Dahinter stecken natürlich immer breite, konservative Interessen und Machtgefüge. Wer einen derartig unbelesenen, der Reflexion nicht möglichen und „einfach“ gestrickten Menschen zum Präsidenten machen möchte, verfolgt damit eigene Interessen.
In der Ära Bush war der Vizepräsident so mächtig wie niemals zuvor. Des Weiteren bin ich davon überzeugt, dass so intensiv wie niemals zuvor die Rüstungsindustrie und Ölindustrie Einfluss in die Politik des Weißen Hauses genommen hat.
Der Film „W“ handelt hauptsächlich von seinem Werdegang und seiner neuen Identitätsfindung. Konkret wendet sich „W“ ab vom Alkohol und sucht Rat in der Religion. Des Weiteren zeigt er das simple Politikverständnis und Auffassungsvermögen des Kriegspräsidenten.
Im Sinne von „Wer Wind sät, wird Sturm ernten.“ hat er nun endgültig das Oval Office verlassen und hinterlässt dem neuen Präsidenten Obama einen Scherbenhaufen. Niemals zuvor gab es eine dermaßen hohe Verschuldung, zwei Kriegsschauplätze und ungelöste soziale, sowie wirtschaftliche Probleme.
Realpolitisch gibt es keinen Zweifel an der Fehlerhaftigkeit, den konservativen Denkstrukturen und der Cowboy- Kompromisshaftigkeit des Sohnes von George Bush sr.
Oftmals konnte jeder Mensch beobachten, inwieweit der ehemalige US- Präsident die Probleme rund um Kain und Abel, Gut und Böse zu lösen bereit war. Insofern das Gute das Böse umbringt, bleibt letztendlich nur das Gute auf der Welt. So ähnlich schien wohl die Grundauffassung von Politik in den letzten Jahren im Weißen Haus ausgesehen zu haben.
Oliver Stone blieb in der Biographie „W“ durchaus im realistischen Zusammenhang zwischen Fiktion des dümmsten Präsidenten aller Zeiten und dem in der Zivilgesellschaft gescheiterten Sohnes einer großen Familie.
„W“ sagt in dem Film einen gut ausformulierten Satz: „..die Menschen glauben, ich sei mit einem silbernen Löffel aufgewachsen, dabei wissen sie nicht, wie schwierig es ist, ein Bush zu sein.“
In dieser Aussage steckt die gesamte Problematik der Kinder berühmter Elternteile. Es ist tatsächlich so, dass die Kinder zumeist mit einem „silbernen“ Löffel aufwachsen. Gleichzeitig ist dieser Löffel allerdings auch Verpflichtung und Erwartungshaltung in die Zukunft. Der Sohn eines Bush wird mit anderen Augen gesehen, als es der Sohn von „Joe, the plumber“ wird.
Es ist völlig klar, dass der Vorteil eines Nachfahren berühmter Menschen ist, zumeist im Reichtum und finanzieller Absicherung aufzuwachsen. Im konkreten Fall konnte Bush mehrmals zivilgesellschaftlich und privat scheitern. Aufgrund seiner Abstammung bekam er immer wieder Chancen und Möglichkeiten. Höchstwahrscheinlich ist es für den Sohn des ehemaligen Präsidenten im Regelfall leichter, einen Job als Senator oder Gouvaneur zu erhalten, als für Andere eine Beschäftigung bei Aldi oder Spar zu ergattern.
Der Vorgänger von Barack Obama jedenfalls brauchte jede Menge Chancen, um sich in der Erwachsenenwelt etablieren zu können. Er scheiterte nicht nur geschäftlich, sondern hätte höchstwahrscheinlich nicht einmal studieren können, ohne Hilfe seines Daddys. Des Weiteren war er dem Alkohol und der Lasterhaftigkeit verfallen und zelebrierte immer wieder Selbstzerstörung.
Sehr markant für den Präsidenten ist auch seine Vorstellung internationaler Beziehungen. Bald machte er klar, dass man in Europa entweder für die U.S.A, oder für die Terroristen sein konnte. Bald wurde die Einteilung in das „alte“ und neue Europa modern.
Bush betrieb Kommunikation mit dem Revolver.
Dabei ist immer zu sagen, dass er persönlich im Rahmen seiner Möglichkeiten sicherlich das Optimum, höchstwahrscheinlich sogar mehr als das Optimum erreicht hat. Ein Mensch vom Typ des George Walker Bush jr. würde wohl im Normalfall Pakete austragen, Rinder züchten oder Ähnliches.
Im Zusammenhang mit seiner berühmten Familie und unter mehrfacher Mithilfe seines Vaters konnte er sich letztendlich sogar zum Präsidenten der USA machen. Dahinter stecken natürlich immer breite, konservative Interessen und Machtgefüge. Wer einen derartig unbelesenen, der Reflexion nicht möglichen und „einfach“ gestrickten Menschen zum Präsidenten machen möchte, verfolgt damit eigene Interessen.
In der Ära Bush war der Vizepräsident so mächtig wie niemals zuvor. Des Weiteren bin ich davon überzeugt, dass so intensiv wie niemals zuvor die Rüstungsindustrie und Ölindustrie Einfluss in die Politik des Weißen Hauses genommen hat.
Der Film „W“ handelt hauptsächlich von seinem Werdegang und seiner neuen Identitätsfindung. Konkret wendet sich „W“ ab vom Alkohol und sucht Rat in der Religion. Des Weiteren zeigt er das simple Politikverständnis und Auffassungsvermögen des Kriegspräsidenten.
Im Sinne von „Wer Wind sät, wird Sturm ernten.“ hat er nun endgültig das Oval Office verlassen und hinterlässt dem neuen Präsidenten Obama einen Scherbenhaufen. Niemals zuvor gab es eine dermaßen hohe Verschuldung, zwei Kriegsschauplätze und ungelöste soziale, sowie wirtschaftliche Probleme.
Samstag, 10. Januar 2009
In der Disko

In den letzten Tagen habe ich mir das neueste Album von den „Toten Hosen“ gekauft und es bereits unzählige Male abgespielt. Auch die vorangegangenen Alben waren grandios und auch dieses Werk enthält viele ausgezeichnete Lieder.
Gegenwärtig gefällt mir ihr Song „Disko“ am Besten. Er behandelt und definiert das „in die Disko“ gehen, zeigt die verschiedenen Charaktäre der Diskogänger auf, entlarvt sie teilweise und/oder macht sie „sichtbar“.
Tatsächlich erweckt dieses Lied für mich sogar so etwas wie Nostalgie. Ich selbst ging jahrelang jedes Wochenende in die Disko, und demzufolge habe ich diese Wochenendbeschäftigung noch sehr gut in Erinnerung. Auch die schlimmen Erfahrungen sind mir allgegenwärtig.
Das schlimme unter Anführungszeichen, das ich mit „Disko“ in Erinnerung habe ist die unwahrscheinliche Unsicherheit. Man ist unsicher, weil die gesamte Fortgehphase grundsätzlich nur auf „Kennen lernen“ aufgebaut ist, und insofern dieses Vorhaben nicht eintrifft, ist Spaß zu haben in der Disko mehr als Luxus. Um dem Spaß eine „Chance“ zu geben, wird sich dementsprechend viel „angetschechat“. Dieses Wort ist ein österreichisches Wort für „besaufen“. Im alkoholisierten Zustand wird tatsächlich gelegentlich so etwas wie „Spaß“ empfunden, doch insofern nüchtern rekapituliert wird, ist schnell die absolute Sinnlosigkeit enttarnt.
Es ist unglaublich, insofern erkannt wird, dass es total viele Menschen gibt, die nur für „dieses“ Wochenende leben. In ihrem trüben Job haben sie keinerlei Aussichten, im Grunde wollen sie oftmals gar nicht wirklich nach Hause und dementsprechend ist ihr einziger Spaß die „Disko“.
Oberflächliches Geplänkel, gelegentlich werden Menschen auf banalste Art und Weise kennen gelernt und die Gespräche bleiben zumeist ohnehin immer nur leichtgeistig, insofern denn überhaupt Gespräche aufgebaut werden.
Dementsprechend habe ich persönlich auch kaum und/oder nie soziale Erfolge in der Disko aufweisen können. Meine persönliche, einzigartige Stärke ist das Interagieren mit anderen Menschen, das Reden und Kommunikation.
Demzufolge ist die Welt in der Disko das schlechteste Szenario. Oberflächlichkeit ist ein „Must have“ und zumeist kann Spaß ohne Alkohol nur in einer abgesicherten Gruppe entstehen. Da hat man dann zwar ein wenig Spaß in der Gruppe, aber am nächsten Morgen ist letztendlich wiederum die Tatsache klar: wieder Niemanden kennen gelernt, mit niemanden gesprochen, keine humoristischen Einlagen, oberflächliches Geplänkel, und übrig bleibt nur der Kater, der einen einmal wöchentlich grüßt.
Total viele Menschen zieht es in die Disko, die nicht mal die grundsätzlichen Erfahrungen mit Spaß zu machen im Stande sind. Gesellschaftlich gesehen sind sie allein auf weiter Flur, in weiterer Form sind sie nicht die Typen, die sich durch Oberflächlichkeit und Primitivität schnell Freunde machen können und außerdem sind sie auch noch finanziell oftmals nicht in der Lage, sich mehr als zwei Bier zu leisten. Dennoch, aufgrund des objektiv fühlbaren sozialen Drucks, zieht es sie immer wieder in die Disko.
So wie „Die toten Hosen“ singen: …wo die Steher stehen und die Spanner sich umsehen.
Glücklicherweise ist nicht das gesamte Leben eine Disko, in der soziale Betätigungen nur aufgrund Oberflächlichkeit und Alkohol zustande kommen können und niemand etwas Konstruktives aus Interaktionen mitnehmen kann.
Oder ist pessimistisch betrachtet, an dem Vergleich des Lebens mit der Disko, doch etwas dran? Dieser Polemik müsste man sich mal näher auseinandersetzen,…
Gegenwärtig gefällt mir ihr Song „Disko“ am Besten. Er behandelt und definiert das „in die Disko“ gehen, zeigt die verschiedenen Charaktäre der Diskogänger auf, entlarvt sie teilweise und/oder macht sie „sichtbar“.
Tatsächlich erweckt dieses Lied für mich sogar so etwas wie Nostalgie. Ich selbst ging jahrelang jedes Wochenende in die Disko, und demzufolge habe ich diese Wochenendbeschäftigung noch sehr gut in Erinnerung. Auch die schlimmen Erfahrungen sind mir allgegenwärtig.
Das schlimme unter Anführungszeichen, das ich mit „Disko“ in Erinnerung habe ist die unwahrscheinliche Unsicherheit. Man ist unsicher, weil die gesamte Fortgehphase grundsätzlich nur auf „Kennen lernen“ aufgebaut ist, und insofern dieses Vorhaben nicht eintrifft, ist Spaß zu haben in der Disko mehr als Luxus. Um dem Spaß eine „Chance“ zu geben, wird sich dementsprechend viel „angetschechat“. Dieses Wort ist ein österreichisches Wort für „besaufen“. Im alkoholisierten Zustand wird tatsächlich gelegentlich so etwas wie „Spaß“ empfunden, doch insofern nüchtern rekapituliert wird, ist schnell die absolute Sinnlosigkeit enttarnt.
Es ist unglaublich, insofern erkannt wird, dass es total viele Menschen gibt, die nur für „dieses“ Wochenende leben. In ihrem trüben Job haben sie keinerlei Aussichten, im Grunde wollen sie oftmals gar nicht wirklich nach Hause und dementsprechend ist ihr einziger Spaß die „Disko“.
Oberflächliches Geplänkel, gelegentlich werden Menschen auf banalste Art und Weise kennen gelernt und die Gespräche bleiben zumeist ohnehin immer nur leichtgeistig, insofern denn überhaupt Gespräche aufgebaut werden.
Dementsprechend habe ich persönlich auch kaum und/oder nie soziale Erfolge in der Disko aufweisen können. Meine persönliche, einzigartige Stärke ist das Interagieren mit anderen Menschen, das Reden und Kommunikation.
Demzufolge ist die Welt in der Disko das schlechteste Szenario. Oberflächlichkeit ist ein „Must have“ und zumeist kann Spaß ohne Alkohol nur in einer abgesicherten Gruppe entstehen. Da hat man dann zwar ein wenig Spaß in der Gruppe, aber am nächsten Morgen ist letztendlich wiederum die Tatsache klar: wieder Niemanden kennen gelernt, mit niemanden gesprochen, keine humoristischen Einlagen, oberflächliches Geplänkel, und übrig bleibt nur der Kater, der einen einmal wöchentlich grüßt.
Total viele Menschen zieht es in die Disko, die nicht mal die grundsätzlichen Erfahrungen mit Spaß zu machen im Stande sind. Gesellschaftlich gesehen sind sie allein auf weiter Flur, in weiterer Form sind sie nicht die Typen, die sich durch Oberflächlichkeit und Primitivität schnell Freunde machen können und außerdem sind sie auch noch finanziell oftmals nicht in der Lage, sich mehr als zwei Bier zu leisten. Dennoch, aufgrund des objektiv fühlbaren sozialen Drucks, zieht es sie immer wieder in die Disko.
So wie „Die toten Hosen“ singen: …wo die Steher stehen und die Spanner sich umsehen.
Glücklicherweise ist nicht das gesamte Leben eine Disko, in der soziale Betätigungen nur aufgrund Oberflächlichkeit und Alkohol zustande kommen können und niemand etwas Konstruktives aus Interaktionen mitnehmen kann.
Oder ist pessimistisch betrachtet, an dem Vergleich des Lebens mit der Disko, doch etwas dran? Dieser Polemik müsste man sich mal näher auseinandersetzen,…
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Mittwoch, 7. Januar 2009
Die angebliche, hierarchische Bildung
Die Welt ist grundsätzlich einfach aufgebaut. Immer wieder will man uns das weiß machen. Es gibt nun mal ärmere und reichere Menschen, genauso wie es klügere und dümmere Personen gibt. Immer wieder wird das gesagt und Viele nicken dann bereitwillig und wissend. Genauso sieht es auch mit den Schulen aus. Jedem Hauptschüler wird kontinuierlich eingeredet, dass er es nicht zu „Mehr“ bringen möchte. Leicht zu erkennen ist dies zum Beispiel an dem Umstand, dass nahezu kein Hauptschüler nach abgeschlossener Unterstufe eine Oberstufe besuchen will.
Das liegt daran, weil ihm und ihr eingeredet wird, dass die Intelligenz einfach nicht ausreichen würde. Darunter sind einige hoch intelligente Menschen, die im Vorhinein niemals überhaupt eine höhere Schule anzustreben wagen würden.
Insofern zum Beispiel Student/Innen und/oder auch nur Maturant/Innen mit Arbeiter/Innen und Angestellten ins Gespräch kommen, kommt automatisch die Frage nach dem Grund der Berufswahl. Sehr häufig habe ich da bereits von Arbeiter/Innen gehört: Naja, ich wollte eigentlich schon immer arbeiten. Ich war immer faul, lernen und in die Schule gehen war nie meine Sache.“
Mit der Schule gebe ich jedem Menschen sofort Recht. In die Schule zu gehen war so gesehen auch nicht meine „Sache“, weil sie einengend und normierend ist, sowie Individualismus eher bestraft, denn fördert. Alle meine Fähigkeiten, die ich im Laufe meines Lebens mir angeeignet habe, habe ich definitiv NICHT in der Schule gelernt.
Mein Wissen aus Literatur stammt nicht aus Deutsch, meine sportlichen Fähigkeiten verdanke ich nicht dem schlappen Turnunterricht und Mathematik habe ich ohnehin nie gekonnt.
Sofort glaube ich an eine Abneigung gegen Schule. Felsenfest bin ich jedoch davon überzeugt, dass grundsätzlich jeder Mensch ein Interesse daran hat, zu lernen. Selbstverständlich unterscheiden sich dabei die Wissensgebiete enorm und haben oftmals keine wirtschaftliche Verwertbarkeit, sprich: Sie bringen kein Geld ein.
Doch auch Wissen, dass die Gelbbeutel nicht zum klimpern bringt, ist wertvoll und unbezahlbar.
Meiner Ansicht nach ist ein Mitgrund für die häufige Ablehnung von Oberstufen, Matura und ein etwaiges Studium einerseits der schlichte Pragmatismus, und zweitens die Fehleinschätzung der eigenen Fähigkeiten.
Pragmatismus deshalb, weil Menschen aus sozial ärmeren Schichten sofort wissen, dass es viel Geld kostet, bis zur Matura vorzudringen. Es ist nicht der eigentliche Schulabschluss, der Geld kostet, sondern das „Nicht in die Arbeitswelt eindringen“. Das bedeutet, dass viele Menschen, den Weg in die Arbeit suchen, um schneller unabhängig von den Eltern werden zu können. Selbst finanzielle Absicherung und/oder Anstreben von Geldmitteln kann eigentlicher Initiator sein, um letztendlich einer höheren Bildung abzusagen.
Der zweite Grund wurde meiner Ansicht nach selten bis niemals durchleuchtet. Immer wieder entdecke ich Menschen, die den Schritt auf die Universitäten und/oder Oberstufen nicht gewagt haben, weil sie mit Universität und Oberstufe eine unwahrscheinliche, bildungstechnische Schwierigkeit implizieren. Sie schätzen ihre Fähigkeiten ein und halten sich schlichtweg für „ungeeignet“, womöglich sogar mit unter für zu „dumm“.
Das liegt daran, weil von vornherein in den Schulen immer suggeriert wird, dass Studieren grundsätzlich schwieriger ist als die Schule. Die Oberstufe ist schwieriger als die Unterstufe und die Spitze der Sahnetorte ist letztendlich die Universität. Das gesamte Bildungssystem sei also hierarchisch stratifiziert und demzufolge habe jemand, der in der Schule bereits Probleme habe, ohnehin auf der Universität keine Chance.
Diese Ansicht ist meiner Meinung nach der größte Denkfehler und bildungspolitisch ein unwahrscheinlicher Fehlschluss.
Bildung ist eben nicht hierarchisch stratifiziert. Selbst in der Schule ist dieser Umstand leicht zu bemerken. Ich habe einige Klassen wiederholen müssen, und in meinem Wiederholungsjahr hatte ich mitunter keinerlei Schwierigkeiten und/oder größere Schwierigkeiten als je zuvor, wobei die Fächer blindlings und ohne erkennbarem Muster variierten, in denen sich Nicht Genügend ankündigten.
Konnte ich in dem einen Jahr Textverarbeitung noch Gut, so war es bereits möglich, dass ich im darauf folgenden Schuljahr mit einem Nicht Genügend zu rechnen hatte. Unterschied darin waren lediglich die Professorinnen.
Das verhielt sich so mit den Nebenfächern und selbst in Mathematik, einem Fach, indem man an sich glaubt, dass es eine Art „ultimative“ Wahrheit gäbe, machte in diesem Fall keine Ausnahme.
Tja, und genauso verhält es sich mit der Universität. Scheitern ist immer möglich und letztendlich gibt es wohl für jede Schüler/In und für jede/n Student/In eine Achillesferse, in Form eines Professors und Lehrers.
Unsere Lehrer/Innen erklären uns das Schul- und Bildungssystem hierarchisch, um die Abschlüsse mit Intelligenz gleich zu setzen. Jeder, der bereits Universitäten besucht hat, wird mir Recht geben und wissen: Das stimmt nun mal gar nicht.
Das liegt daran, weil ihm und ihr eingeredet wird, dass die Intelligenz einfach nicht ausreichen würde. Darunter sind einige hoch intelligente Menschen, die im Vorhinein niemals überhaupt eine höhere Schule anzustreben wagen würden.
Insofern zum Beispiel Student/Innen und/oder auch nur Maturant/Innen mit Arbeiter/Innen und Angestellten ins Gespräch kommen, kommt automatisch die Frage nach dem Grund der Berufswahl. Sehr häufig habe ich da bereits von Arbeiter/Innen gehört: Naja, ich wollte eigentlich schon immer arbeiten. Ich war immer faul, lernen und in die Schule gehen war nie meine Sache.“
Mit der Schule gebe ich jedem Menschen sofort Recht. In die Schule zu gehen war so gesehen auch nicht meine „Sache“, weil sie einengend und normierend ist, sowie Individualismus eher bestraft, denn fördert. Alle meine Fähigkeiten, die ich im Laufe meines Lebens mir angeeignet habe, habe ich definitiv NICHT in der Schule gelernt.
Mein Wissen aus Literatur stammt nicht aus Deutsch, meine sportlichen Fähigkeiten verdanke ich nicht dem schlappen Turnunterricht und Mathematik habe ich ohnehin nie gekonnt.
Sofort glaube ich an eine Abneigung gegen Schule. Felsenfest bin ich jedoch davon überzeugt, dass grundsätzlich jeder Mensch ein Interesse daran hat, zu lernen. Selbstverständlich unterscheiden sich dabei die Wissensgebiete enorm und haben oftmals keine wirtschaftliche Verwertbarkeit, sprich: Sie bringen kein Geld ein.
Doch auch Wissen, dass die Gelbbeutel nicht zum klimpern bringt, ist wertvoll und unbezahlbar.
Meiner Ansicht nach ist ein Mitgrund für die häufige Ablehnung von Oberstufen, Matura und ein etwaiges Studium einerseits der schlichte Pragmatismus, und zweitens die Fehleinschätzung der eigenen Fähigkeiten.
Pragmatismus deshalb, weil Menschen aus sozial ärmeren Schichten sofort wissen, dass es viel Geld kostet, bis zur Matura vorzudringen. Es ist nicht der eigentliche Schulabschluss, der Geld kostet, sondern das „Nicht in die Arbeitswelt eindringen“. Das bedeutet, dass viele Menschen, den Weg in die Arbeit suchen, um schneller unabhängig von den Eltern werden zu können. Selbst finanzielle Absicherung und/oder Anstreben von Geldmitteln kann eigentlicher Initiator sein, um letztendlich einer höheren Bildung abzusagen.
Der zweite Grund wurde meiner Ansicht nach selten bis niemals durchleuchtet. Immer wieder entdecke ich Menschen, die den Schritt auf die Universitäten und/oder Oberstufen nicht gewagt haben, weil sie mit Universität und Oberstufe eine unwahrscheinliche, bildungstechnische Schwierigkeit implizieren. Sie schätzen ihre Fähigkeiten ein und halten sich schlichtweg für „ungeeignet“, womöglich sogar mit unter für zu „dumm“.
Das liegt daran, weil von vornherein in den Schulen immer suggeriert wird, dass Studieren grundsätzlich schwieriger ist als die Schule. Die Oberstufe ist schwieriger als die Unterstufe und die Spitze der Sahnetorte ist letztendlich die Universität. Das gesamte Bildungssystem sei also hierarchisch stratifiziert und demzufolge habe jemand, der in der Schule bereits Probleme habe, ohnehin auf der Universität keine Chance.
Diese Ansicht ist meiner Meinung nach der größte Denkfehler und bildungspolitisch ein unwahrscheinlicher Fehlschluss.
Bildung ist eben nicht hierarchisch stratifiziert. Selbst in der Schule ist dieser Umstand leicht zu bemerken. Ich habe einige Klassen wiederholen müssen, und in meinem Wiederholungsjahr hatte ich mitunter keinerlei Schwierigkeiten und/oder größere Schwierigkeiten als je zuvor, wobei die Fächer blindlings und ohne erkennbarem Muster variierten, in denen sich Nicht Genügend ankündigten.
Konnte ich in dem einen Jahr Textverarbeitung noch Gut, so war es bereits möglich, dass ich im darauf folgenden Schuljahr mit einem Nicht Genügend zu rechnen hatte. Unterschied darin waren lediglich die Professorinnen.
Das verhielt sich so mit den Nebenfächern und selbst in Mathematik, einem Fach, indem man an sich glaubt, dass es eine Art „ultimative“ Wahrheit gäbe, machte in diesem Fall keine Ausnahme.
Tja, und genauso verhält es sich mit der Universität. Scheitern ist immer möglich und letztendlich gibt es wohl für jede Schüler/In und für jede/n Student/In eine Achillesferse, in Form eines Professors und Lehrers.
Unsere Lehrer/Innen erklären uns das Schul- und Bildungssystem hierarchisch, um die Abschlüsse mit Intelligenz gleich zu setzen. Jeder, der bereits Universitäten besucht hat, wird mir Recht geben und wissen: Das stimmt nun mal gar nicht.
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Dienstag, 6. Januar 2009
2009, Boris Becker, Neujahrsvorsätze und sister act

Im neuen Jahr da wird Alles anders. So und so ähnlich höre ich immer wieder viele Menschen über ihre Vorsätze diskutieren. Tatsächlich sind die Veränderungen zumeist von kurzer Dauer. Es ist bereits länglich bekannt, dass die Neujahrvorsätze ungefähr so viel Gültigkeit besitzen, wie ein Liebesantrag von Boris Becker.
Gerade während der Feierlichkeiten sind Streitigkeiten in der Familie oftmals vorprogrammiert. Sehr gut erinnere ich mich noch an ein Werk von Thomas Bernhard, der in schauerlichen Worten die Wochenenden beschrieb. An diesen Wochenenden gab es Ausschreitungen, Prügeleien usw. unter der Familie. In diesem Zusammenhang sprach er meistens, insofern er die Begebenheiten in der Scherzhauserfeldsiedlung, einem Gemeindebau in Salzburg, der mittlerweile abgerissen wurde, determinierte.
Dabei haben natürlich auch die neuen grundsätzlichen Verhältnisse mitgespielt. Während in früheren Jahren Ehen und Partnerschaften häufig lediglich Abhängigkeitsverhältnisse widerspiegelten, so sind heute öfter denn je gleichberechtigte Partnerschaften aufgebaut.
Dabei ist vor allem interessant, dass es zumeist nicht die ärmeren, sozialen Schichten sind, die zunehmend aufgeklärten Feminismus leben.
Die Tendenz geht eher in Richtung Mittelstand und aufgeklärter Familienpolitik innerhalb seiner Liebsten.
In den ärmsten Schichten, ebenfalls wie oftmalig auch in den reicheren bis reichsten Schicht gibt es häufig noch ein grundsätzlich patriarchisch ausgeprägtes Familienbild.
Wie dem auch sei. Nun haben wir mittlerweile die Zeit der weggeworfenen Weihnachtsbäume, des Winterspecks und der Wiedereinführung in die Arbeitswelt eingeläutet.
Und ich sah mir im Fernsehen die Komödie „Sister act“ an und entdeckte, dass ich sie bereits kannte, als sie ins Kino kam, allerdings noch zu jung war, um allein ins Kino zu gehen.
Immerhin ein Film von 1992- Ich bin 25 und ein großer Teil der Erinnerungen, der ein Menschenleben erfahrungsgemäß bis ins hohe Alter prägt, ist bereits verstrichen…
Gerade während der Feierlichkeiten sind Streitigkeiten in der Familie oftmals vorprogrammiert. Sehr gut erinnere ich mich noch an ein Werk von Thomas Bernhard, der in schauerlichen Worten die Wochenenden beschrieb. An diesen Wochenenden gab es Ausschreitungen, Prügeleien usw. unter der Familie. In diesem Zusammenhang sprach er meistens, insofern er die Begebenheiten in der Scherzhauserfeldsiedlung, einem Gemeindebau in Salzburg, der mittlerweile abgerissen wurde, determinierte.
Dabei haben natürlich auch die neuen grundsätzlichen Verhältnisse mitgespielt. Während in früheren Jahren Ehen und Partnerschaften häufig lediglich Abhängigkeitsverhältnisse widerspiegelten, so sind heute öfter denn je gleichberechtigte Partnerschaften aufgebaut.
Dabei ist vor allem interessant, dass es zumeist nicht die ärmeren, sozialen Schichten sind, die zunehmend aufgeklärten Feminismus leben.
Die Tendenz geht eher in Richtung Mittelstand und aufgeklärter Familienpolitik innerhalb seiner Liebsten.
In den ärmsten Schichten, ebenfalls wie oftmalig auch in den reicheren bis reichsten Schicht gibt es häufig noch ein grundsätzlich patriarchisch ausgeprägtes Familienbild.
Wie dem auch sei. Nun haben wir mittlerweile die Zeit der weggeworfenen Weihnachtsbäume, des Winterspecks und der Wiedereinführung in die Arbeitswelt eingeläutet.
Und ich sah mir im Fernsehen die Komödie „Sister act“ an und entdeckte, dass ich sie bereits kannte, als sie ins Kino kam, allerdings noch zu jung war, um allein ins Kino zu gehen.
Immerhin ein Film von 1992- Ich bin 25 und ein großer Teil der Erinnerungen, der ein Menschenleben erfahrungsgemäß bis ins hohe Alter prägt, ist bereits verstrichen…
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